Äthiopien
Im Tal des Omo
Ein großartiger Bildband porträtiert die Nomadenvölker des südlichen Äthiopien
Lucy, die älteste Dame der Welt, hat ihn verführt. Nach der Lektüre
über die Hominidenfrau, deren Skelett 1974 im südlichen Äthiopien
ausgegraben wurde, beschloss der Fotograf Hans Silvester, an die Wiege
der Menschheit zu reisen. Innerhalb der vergangenen vier Jahre kehrte
er zehnmal in die schwer zugängliche Region an der Grenze zu Kenia und
dem Sudan zurück, wo die Nomadenvölker der Hamer, Karo, Surma, Mursi
und Bume abgeschieden von der modernen Zivilisation leben. Durch
behutsame Annäherung gewann Sivester das Vertrauen der kriegerischen
Stämme. Sein Überwältigender Doppelband
- Datum 26.09.2008 - 10:55 Uhr
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Ich finde es äußerst bedauerlich, daß die ZEIT sich weiteren Publikationen von geringerem Kaliber anschließt, und die exotisierenden und den Alltag der Suri verfremdenden, meines Erachtens durchgehend gestellten Fotos von H.S. mit derartig pompösen Gestus präsentiert.
Das Omo-Tal hat wirklich andere Sorgen heutzutage.
Zugleich aber ist es bedauerlich, wenn die ZEIT selber derart unkritisch ist, und die Problematik solcher Darstellungen nicht erkennen kann oder will. Allein die Behauptung, die Hamar, Kara, oder sogar Suri und Mun seien "Nomaden" ist nicht nur falsch, sondern perpetuiert einen politisch wirkmächtigen Stereotypen, der diese Bevölkerungen, die sich natürlich größtenteils durch Subsistenzanbau ernähren, in ein falsches Licht rückt, ein gefährliches Licht, da die Vertreibung von Nomaden aus Territorien ja nicht so schlimm ist: "dann gehen sie halt woanders hin".
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