Israel Der Mann, der Zweiter werden will
Ein Seiteneinsteiger tritt in Israel gegen den eigenen Parteichef an, um noch in diesem Jahr Vize-Premier zu werden.

Braverman, der Kandidat der zweiten Reihe
In Jerusalem wackelt die Regierung, und ein Ökonom, der 16 Jahre lang Präsident der Ben-Gurion-Universität war und davor für die Weltbank gearbeitet hat, will ihr den Todesstoß versetzen. Er ist erst seit einem Jahr Knesset-Abgeordneter der Arbeitspartei und heißt Avishay Braverman, 59 Jahre alt. Auf deutsch ist der Name schon Programm: Braverman - Saubermann. Was wohl auch sein größter Vorteil in einem Land wäre, wo der Regierungschef Olmert drei Ermittlungsverfahren wegen Korruption und Unterschleif am Hals hat, derweil über dem Präsidenten Katzav eine mögliche Anklage wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung schwebt. In einer solchen Situation ist Unerfahrenheit tatsächlich ein Wahlkampfschlager: Wer nie Teil des politischen Prozesses war, kann sich darin auch nicht verheddert haben.
ZEIT online:
Warum so bescheiden, warum nur Vize und nicht gleich Premier?
Avishay Braverman:
Ich hatte vor einem Jahr die Führung der Arbeitspartei angestrebt, aber errungen hat sie Amir Peretz, der heutige Verteidigungsminister. Als Verteidigungsminister hat er im Libanonkrieg (im Sommer 2006) versagt, und heute wollen 85 Prozent aller Israelis seinen sofortigen Rücktritt. In dieser Situation, wo die Sicherheit Israels an erster Stelle steht, wäre mein Team-Kamerad Ami Ayalon der gefragtere Ministerpräsident.
ZEIT online:
Warum?
Braverman:
Er war Chef der Marine, danach, nach der Ermordung von Jitzchak Rabin, übernahm er den inneren Sicherheitsdienst Schabak (besser als "Schin-Bet" bekannt), den er reformierte und wieder auf Trab brachte. Er wird als einer der größten Kriegshelden Israels angesehen. Als Ökonom wäre ich viel besser in der Position des Wirtschafts- und Sozialministers.
ZEIT online:
Sie wollen also einen Geheimdienstmann als Premier?
Braverman:
Ami Ayalon ist nicht, was Sie ihm unterstellen. Er ist danach in die Wirtschaft gegangen, als erfolgreicher Chef der Netafim-Firma, die weltweit bekannt ist für ihre Bewässerungsanlagen, auch in Deutschland. Außerdem hat er immer gefordert, dass Israel von Zivilisten regiert werden müsse. Aber der Libanon-Krieg im vorigen Sommer hat alles verändert. Also treten wir als Team an.
- Datum 26.01.2007 - 09:49 Uhr
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Man ist erstaunt, dass Sie die Vertriebenen in Anführungszeichen setzen. Sind die in Wirklichkeit gar nicht vertrieben? Ist das mit der Vertreibung nur eine Propagandalüge der Araber?
Was die Vorschläge betrifft, schreibt Fritzfernando schon eine Menge Vernünftiges.
v.
...dass Israel so am Ende ist.
Einen rechtmässigen Staat kann diese europäische Kolonie erst sein wenn jeder in deren Machtbereich auch Zugang zu den höchsten Staatsämtern hat, und natürlich auch zu einer unabhängigen Justiz, politischen und wirtschaftlichen Institutionen, und das garantiert durch eine Verfassung.. Eine Kolonie die 4 Millionen Menschen als Rechtlose und Vogelfreie hält kann ihren Unrechtscharakter auch mit dem 'besten Saubermann' nicht ablegen. Jeder der unter den jetztigen Umständen der gewaltsamen Unterdrückung ein hohes Amt annimmt ist eine zweifelhafte Person, was man auch an den vielen Korruptionsfällen sieht dass hier sich nur Leute mit krimineller Energie betätigen, unterstützt von europäische Politikfiguren und Medienmoderatoren denen man ebenfalls genauer auf die Finger sehen müsste. Entführungs- und Folterhelfe und Rechtfertigerr sollten entlich vor Gericht gestellt werden , anstatt vor politische Ausschüsse wo nichts dabei rauskommt, ausser vielleicht ein Rücktritt, wo wenn sich der Verdacht bestätigt Knast angesagt sein sollte, sonst stellt die derzeite Entwicklung einen zivilisatorischen Rückschritt dar, der Gewalt herausfordert.
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