Klimaschutz Eingeknickt
Die Autobauer müssen den CO2-Ausstoß ihrer Flotten begrenzen. Das beschloss die EU-Kommission. Doch die Obergrenze liegt höher als ursprünglich geplant
Die europäische Autoindustrie soll den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids bei Neuwagen bis 2012 auf 130 Gramm je Kilometer senken. Das schlägt die EU-Kommission in einem Strategiepapier vor. Die am Mittwoch beschlossenen Pläne sind allerdings noch kein Gesetzesvorschlag. Ein endgültiger Beschluss wird wohl frühestens im Herbst gefasst.
Das jetzt vorliegende Strategiepapier ist eine entschärfte Version dessen, was EU-Umweltkommissar Stavros Dimas ursprünglich durchsetzen wollte. Dimas hatte eine Obergrenze von 120 Gramm CO2 gefordert. Doch die heftige Kritik der Bundesregierung und der deutschen Autohersteller zeigt Wirkung: Nun gilt also eine Höchstgrenze von 130 Gramm je Kilometer.
Zur Gesichtswahrung hält Brüssel weiterhin am ursprünglichen Wert von 120 Gramm fest. Jedoch sollen die Autobauer die Emissionen über eine verbesserte Motortechnik nur auf 130 Gramm drücken. Die restlichen zehn Gramm sollen gemindert werden, indem unter anderem die Nutzung von Biosprit angerechnet wird.
Für die Autobauer bedeutet das, dass sie den durchschnittlichen CO2-Ausstoß um rund 30 Prozent gegenüber dem derzeitigen Durchschnitt senken müssen. Dazu sollen auch umweltfreundliche Klimaanlagen und Kontrollsysteme für optimierten Reifendruck und spritsparendes Schalten dienen.
- Datum 07.02.2007 - 05:23 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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