Die deutsche Nationalmannschaft ist Handball-Weltmeister. In einem begeisternden Finale besiegte das Team von Heiner Brand die polnische Mannschaft mit 29:24. Damit eroberte sich die Auswahl des Deutschen Handball Bundes (DHB) den dritten Weltmeistertitel - den ersten seit 1978.

Die Deutschen begannen das Spiel mit viel Druck und nutzten ihre Torchancen sicher. Fast jeder ihrer Angriffe endete zunächst mit einem Treffer. So erspielte sich die von Michael Kraus angeführte Mannschaft schon nach fünfzehn Minuten einen Vorsprung von vier Toren.

Zum Ende der ersten Halbzeit ließ ihre Treffsicherheit jedoch nach, ebenso wie die der Polen. Die Partie wurde immer hektischer. In dieser Phase des Spiels kamen die Polen gut ins Spiel, bevor Deutschland kurz vor der Pause wieder die Oberhand erlangen konnte und mit einer komfortablen Führung (17:13) in die Halbzeit ging.

Im zweiten Durchgang bauten die Spieler von Heiner Brand den Vorsprung zwischenzeitlich auf sieben Tore aus. Dann jedoch wurde der starke Rückhalt des Teams, Torwart Henning Fritz, nach 36 Minuten mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt. Für ihn verteidigte der zweite Keeper, Johannes Bitter, das Tor. Daraufhin hatten die Polen ihre stärkste Phase. Obwohl Bitter ebenso gut parierte wie Fritz, versprielten die Deutschen - zu nervös und ungenau agierend - fast ihren Vorsprung.

Erst in den letzten zehn Minuten fand den die DHB-Mannschaft zu gewohnter Sicherheit zurück und gewann verdient. Die stärksten deutschen Akteure waren Henning Fritz, Michael Kraus, Pascal Hens und Torsten Jansen. Auf polnischer Seite überzeugten Krzysztof Lijewski und Karol Bielecki.

Mit dem Sieg gegen die polnische Mannschaft gelang eine Revanche für die Niederlage in der Vorrunde der Weltmeisterschaft. Diese Partie war der einzige Mißerfolg des Turniers, in das das DHB-Team als Außenseiter gestartet war. Mit Siegen über den Europameister Frankreich und den Weltmeister Spanien schlugen die deutschen Handballer die favorisierten Teilnehmer der WM.