ZEIT Forum Kultur "Ohne Gott geht es nicht?!"
Die ZEIT-Veranstaltung „Ohne Gott geht es nicht!?“ vom 9. Februar 2007 im Hamburger Museum für Völkerkunde zum Anhören. Mit Giovanni di Lorenzo, Friedrich Wilhelm Graf, Henryk M. Broder, Martin Mosebach, Daniel Cohn-Bendit und Navid Kermani
ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (3. von rechts) diskutiert mit den Podiumsteilnehmern (von links nach rechts): Friedrich Wilhelm Graf, Henryk M. Broder, Martin Mosebach, Daniel Cohn-Bendit und Navid Kermani
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Im zweiten Drittel der Veranstaltung ist leider ein kleiner Aufzeichnungsfehler, es fehlen aber nur wenige Sekunden.
Die Veranstaltung Ohne Gott geht es nicht!? vom 9. Februar 2007 im Hamburger Museum für Völkerkunde steht im Zusammenhang mit der siebenteiligen
ZEIT-Serie Was soll ich glauben?
über die Faszination der Weltreligionen. In Interviews,
Hintergrundberichten und Analysen beschäftigen sich ZEIT-Autoren ausführlich mit der
Faszination des Glaubens, der wachsenden Bedeutung von Religionen und dem
Wiedererwachen religiöser Symbolik ohne die Schattenseiten zu ignorieren.
- Datum 19.02.2007 - 13:23 Uhr
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 17
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...wenn Sie alles über einen Kamm scheren.
Die Welt scheint aber mehr dialektisch zu sein: Sie haben recht - und haben doch nicht recht. Es gibt solche und solche.
Da sollten Sie ein wenig differenzieren, denke ich.
Nach einem Jahrhundert voller gewaltiger Entdeckungen auf den Gebieten der Anthropologie, Psychologie, Physik etc. glauben die Repräsentanten des westlichen Geistes immer noch, Religion sei organisierte Unterwerfung unter einen patriarchalen Schöpfergott. Erschütternd!
v.
Vendelay,
in allen Ehren, aber nun kann ich ihrer Logik nicht ganz folgen!
Es geht nicht darum, wie wir uns Gott vorstellen, ob als Aphrodite, Kronos etc., sondern um seine Existenz!
Die richtige Logik, die sie folglich bemühen müßten, wäre folgende:
Die existierende Schöpfung wirft die Frage nach ihrem Schöpfer zwangsläufig auf, egal wie wir uns diesen vorstellen mögen, oder auch nicht! Sie hören sich wie dieser unsägliche Dawkins an, der meint, dass wenn man an Gott glaube, ja auch gleich an ein rosarotes Monster glauben könne, ohne vorherige Fragestellung überhaupt richtig ausgemacht zu haben.
Zu ihrer Information muß ich ihnen ebenso mitteilen, dass die Aufklärung sehrwohl den 'besseren' Menschen im Auge hatte, denn deshalb nannte man das Ganze doch gerade Aufklärung. Desgleichen die Wissenschaft doch das Ziel verfolgt, den Menschen aufzuklären, oder?!
Einen Gläubigen indes als Traditionsblinden zu bezeichnen, ist, um es gelinde zu formulieren, lächerlich, speist sich die atheistische Moderne schon rein kulturell aus dem Glauben!
Ob die Religion nun Wunschdenken sei oder nicht, nun da müssen wir uns beide wohl etwas gedulden. Das wird sich an an einem ganz bestimmten Punkt im Leben eines jeden entscheiden - an seinem letzten nämlich!
Aber ich möchte ihnen noch etwas anderes ans Herz legen, wenn sie über die Motivation eines Gläubigen grübeln, und verzeihen sie mir hierbei mein kindliches Gemüt:
Ich kann mir mit ihrer Ratio gewisse Dinge nicht erklären:
Die Liebe, die Moral, das Schöne!
Ich wäre gespannt auf ihre Vorschläge diesbezüglich!
MfG
...über was denken Sie denn gerne nach ?
Und was meinen Sie mit solchen Platitüden wie '...schon genug Schaden angerichtet...'?
Was glauben Sie, was die Wirtschaft schon für Schäden angerichtet hat - ebenso, wie fast jegliche Art von Denkformen.
Was ist dasjenige, über das Sie gerne Nachdenken und es für diskussionswürdig erachten ?
Man mag Ihnen zwei Dinge andichten: entweder haben Sie tatsächlich keinen Zugang zu dem Thema - auch wenn es Sie, wie jeden Menschen eigentlich betrifft - , oder Sie sind aufgrund Ihrer Sozialisation religiös gebrandmarkt - und lehnen nun alles aus dieser Ecke kategorisch ab.
Sie könnten das natürlich ab heute auch ändern. ;-)
Ich kann es langsam nicht mehr hören. Ständig wird (auch hier in der ZEIT) darüber 'debattiert', was Mensch glauben soll. Als wenn die Religionen -- und auch die Weltreligionen! -- nicht schon genug Schaden angerichtet hätten. Muss man sie auch noch per Zeitungsartikel unterstützen? Liebe ZEIT-Redakteure: Bitte hören Sie auf, ständig auf diesem so unwichtigen Thema herumzuschreiben. Sie machen es erst durch Ihre Analysen zu einem Thema!
mich meinem Kommentar-Vorredner nur mit allem Nachdruck anschließen. Schlimm genug, dass viele (vor allem arme) Menschen offenbar nicht ohne ein wie auch immer geartetes 'Gottesbild' auskommen, aber ist das ein Anlass, dass reiche und aufgeklärte ZEITgenossen über in jedem Fall unsinnige Glaubenseinstellungen palavern?
...die Missionare, Glaubensapostel und selbsternannten Sinnsucher haben der Welt ja schon immer enorm geholfen. Danke, danke, danke!
An Gott kommt niemand vorbei. Wer das glaubt, der lebt in einer Traumwelt. Gemeint ist zumindest: die Überlegung, ob es Gott gibt. Die Lebensfragen sind zu komplex, um ihn a priori zu verneinen - und dies weist zudem eher auf eine 'nicht- elaborierte' Identität - zumindest in dieser Frage - hin. Will heißen: 'Ich mach mir einfach keine Gedanken.'
Das mag für den jeweiligen Kommentator in Ordnung sein - für eine renomierte Tageszeitung ist es aber durchaus sinnvoll, solche Themen zu diskutieren.
Als Denkanstoß für den desinteressierten Kommentator mag gelten, sich einmal an die Lebensfragen heranzuwagen: Warum existiert alles, was war vor dem Urknall, was ist die Unendlichkeit, was ist das Bewußtsein, gibt es einen Dualismus von Materien und Immateriellem, oder ist alles nur Materie (Epikur) oder gar nur Immaterielles (Plato), und nicht zuletzt: was ist der Sinn meines ganz persönlichen Lebens, gibt es für mich persönlich ein 'Höheres Wesen', an das ich glaube, selbst wenn ich mich erstmal als Atheist oute ?
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