Religion

Jüdisch leben

© Jann Wilken für ZEITonline

Was hat es auf sich mit der Kippa, mit dem koscheren Essen oder der Mikwe, dem reinigendem Bad? Eine kleine Auswahl von Regeln, Symbolen und Bräuchen Lernen, das Gebet und gute Werke tun - diese drei Grundsätze soll jeder Jude in seinen Alltag integrieren. Viele Rituale und Symbole helfen dabei. Im Judentum gibt es verschiedene Strömungen. Die orthodoxen Juden halten die 613 Regeln, die ihnen auferlegt werden, streng ein, während die liberalen manches freier auslegen. Eines der bekanntesten Symbole des Judentums ist der sechszackige Stern. Das Hexagramm wurde im frühen Mittelalter zunächst von Juden und Nichtjuden als Talisman zur Abwehr gegen Dämonen verwendet. Erst im 18. Jahrhundert wurde es zum zentralen jüdischen Erkennungszeichen, vergleichbar mit dem Kreuz der Christen. Der Davidstern ziert Synagogen und die israelische Flagge. Von den Nazis wurden Juden gezwungen, sich einen gelben Stern auf ihre Kleidung zu nähen, um so jederzeit als Juden erkennbar zu sein.
Leser-Kommentare
  1. 1. Tallit

    '..erinern an die Flagge Israels', hmmm.
    die Flagge ist dem traditionellen Tallitmuster nachempfunden, nicht umgekehrt!
    die Zizit erinnern an die Mitzvot, das ist korrekt.

    • plamen
    • 18.02.2007 um 11:37 Uhr

    Ich würde auch als nichtgläubiger Nichtjude gerne meine Familienwohnung segnen und als Zeichen Mesusa an der Tür anbringen lassen. Mir wurde gesagt, das sei für Nichtgläubige nicht möglich. Ist das wirklich so? Ich meine, es gibt auch atheistische Juden, dürfen die keine religiöse Symbole benutzen?

    Danke,
    P.

  2. Nein, wir zünden gar keine Kerzen an der Menorah, und schon gar nicht am Schabbat.
    seit der Zerstörung des Tempels wird die Menorah üblicherweise auch nur noch 6-armig dargestellt.
    wir zünden die beiden Kerzen vor Schabbat (wie richtig dargestellt), das war es dann mit Zünden.
    Nach (!) Ende Schabbat wird dann Havdalah gemacht, da zündeln wir dann wieder. dazwischen zündeln nur die Raucher, illegal, natürlich.

  3. Am Ende wird seit 2000 Jahren kein Bock in die Wüste geschickt. Es nervt tierisch, einen Hammel aufzutreiben oder eine Ziege. Ausserdem müsste das arme Tier von Brookly oder Hamburg reichlich weit laufen, bis es eine anständige Wüste erreicht (das mit der Ererwärmung und Versteppung der Lüneburger Heide hat ja nun doch noch nicht geklappt).
    Nee, wir essen nur eine Kleinigkeit (Fastenbrechen)

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