Linker Tauschhandel Öl für ExpertiseSeite 3/3
"Es fällt einem schwer, sich vorzustellen, dass dieses Geschäft substanzielle wirtschaftliche oder soziale Auswirkungen hat", meint Professor Tony Travers, der an der London School of Economics unterrichtet und führender Experte für Londons Ökonomie ist. "Andererseits ist die gezielte Reduzierung der Transportkosten für diejenigen mit den geringsten Einkommen eine sinnvolle Maßnahme, im Gegensatz zu einer allgemeinen Senkung der Preise."
Tatsächlich ist bei dem Geschäft eine große Dosis Public Relation im Spiel. Die enge Verbindung zwischen Chávez und Livingston beruht nicht nur auf einer gemeinsamen Geringschätzung des US-Präsidenten - für Livingstone ist Bush ein "Kriegsverbrecher" und Kopf der "korruptesten US-Regierung seit den 1920er Jahren". Wie Chávez ist Livingstone ein überaus versierter, politischer Selbstdarsteller. Seine außenpolitische Extratour hat den ganz offensichtlich kalkulierten Effekt, seine Gegner aufzuregen und seine Anhänger, vor allem traditionelle Labour-Wähler und Linke aller Couleur, mit ein wenig importierter, sozialistischer Nestwärme zu begeistern.
Gleichzeitig überdecken die London-venezolanischen Sonderbeziehungen für einen Moment die Tatsache, dass sich der einstige marxistische Bürgerschreck seit seiner Wahl 2000 zum ersten direkt gewählten Londoner Stadtoberhaupt als begnadeter Realpolitiker entpuppt hat. So fördert er zum Wohle seiner Stadt den Globalkapitalismus der Londoner City, die als internationales Finanzzentrum gerade New York den Rang abläuft, ohne Einschränkungen.
Nicht nur in diesem Zusammenhang gilt nach Meinung des Stadtökonomen
Travers, "dass Londons Beziehungen zu Städten wie Berlin, New York oder
Mumbai [Bombay] von ungleich größerer Bedeutung sind als zu Caracas."
Aber sie machen weit kleinere Schlagzeilen.
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- Datum 21.02.2007 - 05:53 Uhr
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http://18doughtystreet.co...
Was schon wieder ZEIT-Autoren verschweigen kann man schnell im Netz nachlesen. Suchbegriffe:
'ken livingstone' anti-semitic
und
chavez anti-semitic
Hab ich gemacht. Die ersten links waren jeweils Beschreibungen von Diffamierungsversuchen. Die Zeit verschweigt also, dass beide fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt worden sind. Und?! Was soll man von ihren Gegnern auch anderes erwarten?
Aber plamen will ja nur ein bisschen Fisch.
v.
PS: Natürlich ist dieser Deal PR. Und sogar richtig fantasievolle. Und toll, dass die Zeit darüber schreibt. Auch wenn man nicht provozieren wollen muss, um Bush für einen Verbrecher zu halten. Das geht auch so.
Ich denke es gibt auch andere Menschen auf der Welt außer Semiten - oder wie würde Sie reagieren, wenn Chavez und Livingstone unter Google 'antieremitsch' wären? ;)
Also, bitte nicht dieser ständig eingestanzten 'Mainstream-Angst'
verfallen...Sie mögen schließlich auch nicht jeden Menschen, den es auf dieser Erde gibt.
Ich denke weder Chavez noch 'Red-Ken' wären jemals moralisch, wie auch von der Sorgfalt in der Lage, das anzurichten, was damals Adolf angerichtet hat mit den Semiten.
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