Film Deutscher Oscar
Das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" hat den Preis als bester nicht-englischsprachiger Film gewonnen. Martin Scorsese wurde als bester Regisseur ausgezeichnet

Stolzer Preisträger: Der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck vor einem Bild der begehrtesten Filmtrophäe
Der 33 Jahre alte Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck nahm den Oscar für das
Leben der Anderen
überglücklich entgegen. Nach Volker Schlöndorff und Caroline Link ist er der dritte deutsche Filmemacher, der mit dem begehrtesten Preis der Branche für einen Spielfilm geehrt wurde.
Ein Traum ging auch für den amerikanischen Regisseur Martin Scorsese in Erfüllung. Nach sieben Nominierungen erhielt er im achten Anlauf endlich die Auszeichnung der amerikanischen Filmakademie als bester Regisseur für sein Werk
The Departed: Unter Feinden
. Der Thriller über Gangster, Polizisten und Spitzel wurde auch zum besten Film des Jahres gekrönt und zudem für den Schnitt und das beste Drehbuch nach einer Romanvorlage ausgezeichnet.
Die Trophäe für die beste Hauptdarstellerin ging an die Britin Helen Mirren, die in dem Drama
The Queen
die englische Königin Elizabeth spielt. Bester männlicher Darsteller wurde der Afro-Amerikaner Forest Whitaker für seine Rolle des Diktators Idi Amin in
The Last King of Scotland
. Die Preise als beste Nebendarsteller nahmen die US-Amerikaner Alan Arkin für
Little Miss Sunshine
und Jennifer Hudson für das Musical
Dreamgirls
entgegen.
Gleich zwei Oscars gab es für den Film
Eine unbequeme Wahrheit
(
An Inconvenient Truth
) des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore. Der Film über den Klimawandel wurde als bester Dokumentarfilm und für den besten Filmsong von Melissa Etheridge ausgezeichnet. Bester Animationsfilm wurde
Happy Feet
.
Der mexikanische Fantasy-Film
Pan's Labyrinth
schnitt nach
The Departed
mit insgesamt drei Oscars am besten ab: Das Werk von Guillermo del Toro wurde in den Kategorien Ausstattung, Make-up und Kamera gewürdigt.
Einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk nahm der 78 Jahre alte italienische Komponist Ennio Morricone in Empfang. Er schuf die unvergesslichen Melodien zu Filmen wie
Spiel mir das Lied vom Tod
. Verlierer des Abends war das Globalisierungs-Drama
Babel
. Trotz sieben Nominierungen erhielt es nur einen Oscar für die beste Filmmusik.
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- Datum 26.02.2007 - 09:38 Uhr
- Quelle ZEIT online
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