Rauchverbot Qualmfreie Kneipen
Die Länder haben sich auf ein umfassendes Rauchverbot geeinigt. Dieses soll auch in Gaststätten gelten, allerdings mit Ausnahmen.

In Berliner U-Bahnstationen gilt bereits ein Rauchverbot.
Die Bundesländer wollen das Rauchen in öffentlichen Gebäuden künftig verbieten. Wie Teilnehmer der
Sitzung am Freitag in Hannover
berichteten, sollen Schulen, Bildungs-, Freizeit- und Kultureinrichtungen, darunter auch Discotheken, Theater, Kinos und Museen, qualmfrei werden. Auch in Gaststätten soll das Rauchen nur noch in extra ausgewiesenen und geschlossenen Räumen möglich sein.
Die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hätten aber zu Protokoll gegeben, sie wollten Ausnahmen für einzelne Gaststätten prüfen, die etwa nur aus einem Raum bestünden, sagten der bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf und die rheinland-pfälzische Ministerin Malu Dreyer. Der Beschluss sei 16 zu Null verabschiedet worden.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU)
sagte nach Beratungen, Niedersachsen und NRW
würden nun klären, ob Gastwirte ihre Gaststätten auch zu Raucherlokalen erklären können. Niedersachsen erwägt, die Gastronomen darüber entscheiden zu lassen.
Ausnahmen sollen auch in öffentlichen Gebäuden und Kultureinrichtungen möglich sein, «wenn zwingende
konzeptionelle oder therapeutische Gründe dies rechtfertigen oder wenn die Privatsphäre gewahrt werden muss», sagte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU).
Die Beschlüsse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe sollen als Grundlage für die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März in Berlin dienen.
An dem Nichtrauchergipfel nahmen auch Bundesgesundheitsministerin Ulla
Schmidt und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer teil. Schmidt begrüßte die gemeinsame Linie der 16 Länder. «Ich glaube, dass der Gesundheitsschutz damit einen entscheidenden Schritt nach vorne macht», sagte Schmidt. Seehofer sprach von einem «überfälligen Schritt» und einem «Quantensprung für den Gesundheitsschutz in Deutschland».
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- Datum 23.02.2007 - 06:01 Uhr
- Quelle ZEIT online, reuters, dpa
- Kommentare 24
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Schon heute rufe ich, sollte es dazu kommen, zum Boykott - also zur organisierten Verweigerung und Ächtung - von sogenannten Raucher-Kneipen auf.
Ich freue mich darauf, möglichst bald, ein Bier, einen Wein oder ein Essen genießen zu können, ohne von den zahlreichen unverschämten Rauchern belästigt zu werden.
Auch ist es vorteilhaft, daß ich in der nahen Zukunft in rauchfreie Kneipen, Gaststätten oder Restaurants endlich mal im 'Business-Anzug' oder in 'gehobener Freizeitkleidung' gehen kann. Bisher mußte ich mich immer umziehen(älteste Jeans und schlechtester Pullover), um mir nicht die Kleidung zu 'versauen'.
Ebenfalls freue ich mich darauf, daß meine Partnerin dann mal zum gut gezapften Bier begleiten wird. Sie ist Bronchienkrank und müßte sich nach 15 Minuten Aufenthalt in einer verräucherten Kneipe sofort wegen Fieber ins Bett legen.
Also liebe Wirte, schmeißt die Aschenbecher weg! Reißt die Zigarettenautomaten aus den Kneipenwände. Es warten recht ansehnliche Umsatzzusätze auf Euch. Die Nichtraucher sind in der Mehrheit und repräsentierten die Einkommenstärken Teil der Bevölkerung.
Politiker, die sich trauen das Rauchverbot aufzuweichen, werden bei der nächsten Wahl zu recht abgestraft werden. Sie verstoßen gegen ihren Amtseid. Rauche macht nähmlich krank. Das sollte sich in alle Staatskanzleien und Parteizentralen rumgesprochen haben. Auch wenn dann weniger Spenden von der Nikoti-Drogen-Industrie eingehen werden.
Ein wichtiger Schritt für das Schlusslicht Deutschland. Erst wenn Drogen nicht mehr in ihrer Legalität unterschieden werden und auch Alkohol und Tabak als Drogen gelten, lässt sich überhaupt ein Unrechtsbewusstsein im Volk schaffen. Denn nur wer weiss, dass er suchtkrank ist, der lässt sich auch helfen. Hier wurde in den letzten Jahrzehnten in Europa und gerade Deutschland viel verpennt. Trotz klarer Fakten stehen wir den USA in Drogenprävention und Jugendschutz noch um Jahrzehnte nach. Ich hoffe für die Entwicklung Deutschlands auf zukünftig kompetentere und weniger von der Drogenindustrie gesteuerte Entscheidungen und Gesetze.
Als ehemaliger Raucher (eine Schachtel pro Tag) bis vor sechs Jahren möchte mal meinen Standpunkt dazu sagen. Als Raucher kam ich damit klar, dass es bestimmte Zonen gab, wo rauchen verboten war. Ich kenne das aus meiner Zeit in der DDR. In öffentlichen Gebäude war das Rauchen bis auf bestimmte Ausnahmen verboten. In Krankenhäusern und auf Bahnhöfen verboten. Wie das in den Räumen der Volkskammer war weiß ich nicht. Es gab Nichtrauchergaststätten und normale. Es gab Zeiten um die Mittagszeit, da war das Rauchen von 11.00 bis 14.00(15.00) nicht erlaubt. Ich war schon erstaunt, als die BRD dazu kam, mitzuerleben, wie das auf einmal verschwand. Wie gesagt als Raucher hatte ich mich arrangiert damit und es ging auch. Diese Hysterie aufeinmal verstehe ich gar nicht. Soll man doch das Rauchen in der Gaststätte als Wettbewerbsvor- oder nachteil den Wirten überlassen. Ich als Nichtraucher suche mir doch heute schon die Örtlichkeit, in der ich mich wohl fühle und muss meinen Freiheitsdrang nicht dazu benutzen anderen( den Rauchern) meine Freiheit zu deren Unfreiheit aufzudringen. Diese ganze Militanz um den Nichtraucherschutz lenkt doch nur von der Unfähigkeit der sogenannten etablierten Kräfte der Gesellschaft ab, die wirklichen sozialen Probleme zu lösen. Ein Mensch der eine erfüllende Arbeit hat verspürt nicht den Drang exzessiv zu rauchen. Kulturelle, sportliche und sinnvolle Freizeitangebote die gerade den anfälligen Jugendlichen angeboten werden könnten wären da angebrachter. Oft hört man hier auch über die Kosten der Raucher. Ist der Raucher nun teuer oder bringt er neben nicht benötigter Rente auch viel Geld. Für so manchen ist es auch ein Lebensgefühl. Sind nicht alle Laster irgendwie schädlich? Wollen wir so ein Menschenbild, wie es vor fast 75 jahren schon mal in eine Menge von Skulpturen gegossen wurde.
Und nun das Hauptproblem. Wer kontrolliert die Durchsetzung? Sollen wieder Hartz IV -Empfänger nach dem Vorbild der islamischen Relegionswächter dienstverpflichtet werden? Was passiert mit dem, der die hohen Strafen nicht bezahlen kann? Muss der ins Gefängnis? Oder werden dazu andere Örtlichkeiten aufgebaut? Fragen über Fragen. Was wäre mit einer echten Prävention. Wie gesagt es soll nicht überall geraucht weren. Aber eine Gastätte ist ein Privatunternehmen und hat eigentlich nach dem GG Hausrecht. Eins lasse ich mir aber nicht entgehen. Ich werde nach der Gesetzgebung mal im Reichstag vorbeischauen um nachzuschauen, was die Abgeordneten so tun.
Als Genussraucher kann ich der Gesetzgebung voll und ganz zustimmen. Nur bitte passen Sie auf, dass nicht alle Raucher, ob hardcore oder gelegentlich, einheitlich als Kranke, Süchtige, Abhängige, Rauschgiftkonsumenten etc. klassifiziert werden. Es soll da ja tatsächlich noch sowas wie Genussbereitschaft und 'freie Entscheidung' geben. Wollen wir mal nicht so tun, als ob Rauchen eine Modeerscheinung des 21. Jahrhunderts ist; die soziale Komponente, die dem Rauchen innewohnt, sofern man es nicht übertreibt und verantwortungsbewusst (auch vor anderen) durchzieht, ist eine schöne Sache.
möchte ich, wenn wieder einmal über Rauchen und Nichtrauchen diskutiert wird. Argumente über die Schädlichkeit des Rauchens sind für Raucher, offenbar 'Schall und Rauch'. Also: Raucht weiter; aber verlangt nicht von Nichtrauchern, daß sie 'meilenweit' gehen, um etwa als Urlauber die Mahlzeit rauchfrei einnehmen zu können. Und seid auch bereit, die hohen Kosten bei Lungenkrebs selbst zu tragen und verlangt dies nicht von der Solidargemeinschaft.
Super, dann können sie, wahrscheinlich fahrer einer mehr oder weniger PS-starken bonzenkutsche in 20 jahren die folgen der von ihresgleichen theor.zu verantwortenden klimakatastrophe im rauchfreien Italienier diskutieren.
Beim Diskutieren sollte doch ein bestimmtes Mindest-Niveau eingehalten werden. Wenn das nicht möglich ist: Schweigen empfohlen! ! !
auf die Milliarden aus der Tabaksteuer!!!
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