Simbabwe "Ringt mit dem Tod"
Nach seiner Festnahme bei einer Demonstration ist der simbabwische Oppositionsführer Morgan Tsvangirai offenbar so schwer misshandelt worden, dass er nach Angaben seiner Partei in Lebensgefahr schwebt.
Schwebt ins Lebengefahr: Oppositionsführer Morgan Tsvangirai aus Simbabwe
"Von nun an ringt Tsvangirai in der Polizeistation Borrowdale mit dem Tod", sagte die Vize-Chefin von Tsvangirais Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC), Thokozani Khupe. Tsvangirais Anwalt Alec Muchadehama sagte, nach seinen Informationen sei sein Klient von der Polizei zusammengeschlagen worden. Die USA und Großbritannien verurteilten das Vorgehen der Regierung von Präsident Robert Mugabe scharf. Die Oppositionsbewegung "Rettet Simbabwe" kündigte eine Fortsetzung ihres Widerstands an.
Bei seiner Festnahme am Sonntag sei Tsvangirai brutal zusammengeschlagen worden, sagte Khupe, die den Festgenommenen nach eigenen Angaben nicht hatte sehen dürfen. Zuvor hatte der Chef von Tsvangirais Anwaltsteam, Alec Muchadehama, der Nachrichtenagentur AFP gesagt: "Wir haben Informationen darüber, dass er zusammengeschlagen wurde, aber die Polizei hat uns in der letzten Nacht nicht zu ihm vorgelassen." Muchadehama bekam nach eigenen Angaben in der Nacht jedoch Zugang zu dem ebenfalls am Sonntag festgenommenen Chef der Nicht-Regierungsorganisation NCA, Lovemore Madhuku. Die Polizei habe Madhuku den Arm gebrochen und Kopfverletzungen zugefügt, sagte der Anwalt.
Tsvangirai, Madhuku und andere Oppositionspolitiker waren in Harare bei dem Versuch, sich dem Demonstrationverbot in Simbabwes Hauptstadt zu widersetzen, festgenommen worden. Ein MDC-Mitglied wurde von der Polizei getötet. Zu der Demonstration hatte die Rettet-Simbabwe-Kampagne aufgerufen, ein Zusammenschluss von Kirchen, Menschenrechtsgruppen und der Oppositionsparteien.
Der Sprecher der Oppositionsbewegung "Rettet Simbabwe", Jacob Mafume, kündigte in Harare eine Fortsetzung der Proteste gegen Mugabe an. "Wir werden nicht aufhören, wir glauben, dass wir ein legitimes Recht haben, demokratischen Wandel zu fordern und diese Tyrannei zu beenden", sagte er. Simbabwe wird seit seiner Unabhängigkeit 1980 von Präsident Mugabe zunehmend autokratisch regiert. Obwohl bereits 83-jährig will er bei den für 2008 vorgesehenen Präsidentschaftswahlen erneut kandidieren.
US-Außenamtsprecher Tom Casey zeigte sich "erschüttert" über das gewaltsame Vorgehen der simbabwischen Polizei. "Das ist leider wieder nur ein weiteres Beispiel für die zunehmend barsche Behandlung" von Gegnern der Regierung Mugabe, sagte er in Washington. Außenamtssprecher Sean McCormack machte Mugabe für die Sicherheit der Festgenommenen verantwortlich.
Der britische Afrika-Staatssekretär David Triesman forderte die sofortige Freilassung der festgenommenen Oppositionellen. "Ich verurteile entschieden das gewaltsame Vorgehen ohne Vorwarnung der Regierung von Simbabwe", erklärte er in London. Die Zwischenfälle zeigten "die Dringlichkeit von Veränderungen" in dem Land.
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- Datum 13.03.2007 - 09:51 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Dieser aufrechte mutige Mann ringt lt. Zeitung u. Nachrichten nun mit dem Tote, nachdem Schergen von Mugabe ihn nach Festnahme zusammenschlugen.
Die Frage ist der UNO und Weltgemeinschaft zu stellen, wie kann ein derartig brutaler, unfaehiger, korrupter Despot, wie Mugabe solange geduldet werden, nachdem er bewiess, dass er sein Land nur in den Abgrund fuehrt?
Ein Land welches unte weissen Farmern Nahrungsmittel expordierte, nagt am Hungertuch, waehrend der Diktator 1 Dutzend gepanzerte Mercedes Limoesinen in Bereitschaft hat.
Leider ist dies fuer Afrika kein Einzelfall, Laender wie Sudan, Liberia, frueher Kongo und andere sind ebenfalls vergleichbar.
Entwicklungshilfe fuer derartige Laendern, nein, kommen nur der korrupten Fuehrung zu gute.
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