Weltreligionen

Einfühlsam und gelassen

© Jann Wilken für ZEITonline

Der Buddhismus ist eine Religion ohne Gott. Buddha ist kein Heiliger, sondern ein Vorbild. Eine Bildergalerie der Symbole und Rituale Der Legende nach war Gautama Siddhartha vor 2500 Jahren ein Prinz, ein verwöhnter Sohn reicher Eltern, der erst als Erwachsener das Leid der Menschen zu sehen bekam. Daraufhin lebte er das Gegenteil. Er wurde zum Bettelmönch. Doch er kam zu der Erkenntnis, beide Extreme abzulehnen, sowohl den Luxus als auch die Askese. Er lehrte den "mittleren Weg": die Dinge aufmerksam aber gleichmütig zu betrachten, Mitleid und Einfühlsamkeit. Siddhartha wurde zum Buddha, zum Erleuchteten. Er ist jedoch kein Prophet oder Heiliger, den man anbetet. Er hat seine Erleuchtung nicht durch die Offenbarung eines Gottes erhalten, sondern durch Selbsterkenntnis und Meditation. Jeder Mensch kann zum Buddha werden.
Leser-Kommentare
  1. Der Buddhismus eine Religion ohen Gott? Falsch. Der Buddhismus kennt keine Hölle? Falsch. usw. Wie man sich solche Artikel zu schreiben traut ? fragt eine Asienwissenschaftlerin

  2. Leider kommen die Artikel zum Thema Buddhismus hier und auch in der PrintZeit doch sehr platt daher, das ist erstaunlich, da doch die Zeit nicht zu Plattitüden neigt? In einem der online verfügbaren Texte findet man bspweise den folgenden Satz: 'Der 'Diamentene Weg' (Vajrayana) ähnelt dem Großen Weg und wird vor allem in der Nähe des Himalaya praktiziert.' Was ist mit den über 300 Diamantwegszentren in Europa, Lateinamerika und den USA?`Der Diskussionsgrundlagen gäbe es hier noch viele...

  3. Wäre ich nicht schon selbst Buddhistin, würde ich mich durch Ihren oberflächlich und freudlos anmutenden Artikel in keinster Weise inspiriert fühlen, mich näher mit Buddhismus zu beschäftigen. Es scheint mir, als habe ein Ethnologe ein Buch über die Eingeborenen gelesen und sich hinterher zusammengereimt, wie deren Welt so aussieht.
    Ich schlage vor, dass Sie sich bei ihrem nächsten Artikel über dieses Thema vorher mit einigen der mittlerweile unzähligen westlichen Buddhisten unterhalten, die den Buddhismus liebevoll, freudvoll und tatkräftig in ihrem Alltag leben und dabei keinesfalls 'glauben', sondern sehr wohl wissen was sie tun!

    • eric42
    • 19.03.2007 um 13:00 Uhr

    Ich bin Unternehmensberater und Buddhist. Ich lebe nicht im Himalaya - und treffe doch in Deutschland meine Kagyü-Freunde in mehr als 300 Zentren. Und ich muss sagen, dass dieses Dossier echt ärgerlich ist (wobei ich Ärger als Buddhist versuche zu vermeiden ;-).
    Vor allem verstehe ich nicht, warum zwei Pfarrer ausführlich vorgestellt werden. Hat in der Zeit denn keiner bemerkt, dass es auch Buddhisten außer Richard Gere gibt, die mit beiden Beinen im Leben stehen?
    Ist euch schon mal aufgefallen, was Buddhisten für Sterbebegleitung, Bildung u.s.w. leisten? Das ist keine Randgruppe von Räucherstäbchenverbrennern mehr.

  4. ' die Zeit' als Zeitung, schätze ich sehr. Des um so mehr bin ich erschrocken wie Sie in diesem Artikel Buddhismus beschreiben . Haben Sie etwa für Grundschulkinder geschrieben?
    Vielleicht hätten Sie auch mal Buddhisten hier im westen gefragt was Budhismus eigentlich beinhaltet. Ich selber bin ein Kagyu - buddhist und gehöre zu den Diamatweg-buddhisten.( Also nicht: 'Diamantene' Weg). Erstaunlich das sie diesen Artikel in Ihre Zeitung gebracht haben ohne ausführliche Untersuchungen zu machen was Buddhismus wirklich beinhaltet.

  5. Es ist schon dürftig, wenn dem Grafiker der ZEIT zum Thema 'Buddhismus' nur die Allerweltsassoziationen Dalai Lama und Richard Gere einfallen. Und wenn ein großer Teil des Print-Dossiers zwei Christen gewidmet ist, die auch vom Buddhismus inspiriert sind. Hätten Sie in einem Dossier über das Christentum in dieser Breite zwei Buddhisten vorgestellt , die sich auch ein bißchen für das Christentum erwärmen können? Platz verschenkt, Thema verschenkt!

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