Bevölkerung Demografie der Armut
Die Weltbevölkerung wird trotz sinkender Geburtenraten weiter wachsen, so eine neue UN-Prognose. Dies hat auch zur Folge, dass es immer mehr Arme geben wird.
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Auf dem Weg zum Maximum
Die Armen werden mehr, die Reichen weniger. So prognostizieren es die Vereinten Nationen in der mittleren Variante ihrer neuesten Bevölkerungsvorausberechnung: Bis zur Jahrhundertmitte werden etwa 9,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben - heute sind es 6,7 Milliarden. Doch das Wachstum findet ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. In den Industrieländern bleibt die Bevölkerungsgröße konstant, in Europa schrumpft sie sogar.
Die Gefahr einer ungebremsten Bevölkerungsexplosion scheint gebannt. Zwar steigt die Zahl der Erdbewohner weiter - doch ein Ende ist in Sicht. Ob die Weltbevölkerung noch dieses Jahrhundert ihr Maximum erreicht, hängt vor allem davon ab, wie sich die Geburtenraten entwickeln. Darum berechnete die UN verschiedene Szenarien und variierte die Kinderzahl pro Frau.
Heute liegt sie bei 2,55 im weltweiten Durchschnitt. In der mittleren Variante der UN sinkt sie auf knapp unter 2,1 Kinder pro Frau. Das ergibt 9,2 Milliarden Erdbürger bis 2050. Pro Jahr kämen 78 Millionen hinzu, das ist etwa die Bevölkerung Deutschlands. Läge die durchschnittliche Kinderzahl nur um ein halbes Kind höher (hohe Variante), gäbe es zur Jahrhundertmitte 10,8 Milliarden Menschen. Bei einem halben Kind pro Frau weniger (niedrige Variante) wären es „nur“ 7,8 Milliarden.

Wachstum der Armut
Mit der Anzahl der Erdbewohner wächst die Armut: Das Bevölkerungswachstum wird ausschließlich von den Entwicklungsländern getragen. Allein dort wird die Zahl der Menschen von heute 5,4 Milliarden auf 7,9 Milliarden im Jahr 2050 zunehmen. In den 50 ärmsten Ländern der Welt wird sich die Bevölkerung sogar mehr als verdoppeln. In den Industrieländern hingegen ändert sich nicht viel: Die Einwohnerzahl bleibt bei etwa 1,2 Milliarden fast konstant.
Auch künftig werden die meisten Menschen in Asien leben. Die bevölkerungsreichste Region der Erde wächst bis 2050 voraussichtlich um weitere 1,3 Milliarden Einwohner. Indien wird ab 2025 als das Land mit den meisten Einwohnern der Welt in Führung gehen. Es löst China ab, dessen Bevölkerung bis 2050 nur noch um 96 Millionen Menschen wachsen wird. Wegen der restriktiven Ein-Kind-Politik ist die Geburtenrate dort für asiatische Verhältnisse sehr niedrig: 1,8 Kinder pro Frau. In etwa 25 Jahren wird Chinas Bevölkerung darum zu schrumpfen beginnen.
Europa ist der einzige Kontinent, auf dem es 2050 weniger Menschen geben wird als heute. Weil die Geburtenraten dort momentan am niedrigsten sind, nimmt die Bevölkerung nach der mittleren Vorausberechnung der Vereinten Nationen um 67 Millionen Menschen ab.

Kinder als einziger Reichtum
Wie die Welt in Zukunft bevölkert sein wird, hängt hauptsächlich von den Geburtenraten in den Entwicklungsländern ab. Drei verschiedene Trends zeichnen sich ab: In Ländern wie Thailand, Costa Rica oder Tunesien ist das ungebremste Wachstum bereits gestoppt. Die Kinderzahl pro Frau sank dort bereits knapp unter das sogenannte Reproduktionsniveau von 2,1 die Bevölkerungsgröße wird leicht zurückgehen.
In anderen Ländern, wie etwa Kenia, Ghana oder Indonesien, nahm die Geburtenrate zwar lange Zeit ab. Doch der Rückgang verlangsamte sich. Inzwischen stagniert die Rate bei etwa fünf Kindern pro Frau. In einer dritten Ländergruppe bleiben die Geburtenraten unverändert hoch bei ungefähr sieben Kindern. So etwa in Uganda, Nigeria oder Niger.
Wie sich diese Kinderzahlen entwickeln, wird entscheidend sein für die zukünftige Größe der Weltbevölkerung. Nach wie vor geht die UN bei ihren Prognosen von einem stetigen Rückgang der Geburtenraten auf der ganzen Welt aus. Dass es so kommt, ist unter Demografen aber umstritten.

Europäer leben am längsten
Weltweit werden die Menschen immer älter. Aus Europa ist dieser Trend bekannt: Die Lebenserwartung steigt so schnell, dass selbst eine extrem hohe Geburtenrate nicht verhindern könnte, dass auch das Durchschnittsalter rapide wächst. Seit 1995 gibt es in Europa daher mehr Einwohner über 60 Jahre als Kinder unter 15 Jahren.
Diese Entwicklung wird in den nächsten 50 Jahren weltweit sichtbar werden: In Nordamerika gibt es in etwa zehn Jahren mehr über 60-Jährige als unter 15-Jährige, in Asien und Lateinamerika in ungefähr 30 Jahren.
Die Afrikaner sterben im durchschnitt viel jünger. Darum überwiegt dort weiterhin die Generation der Jugendlichen. Das hat Folgen: Gerade in den demografisch jüngsten Ländern wie Uganda, Niger, Kongo oder auch Afghanistan ist die Armut am größten. Dort wird sich die Bevölkerung in den nächsten 43 Jahren laut UN-Prognose verdreifachen. Die Gesundheits- und Bildungssysteme dieser rasant wachsenden Staaten sind bereits heute überfordert.

Langes Leben: Privileg des Nordens
Die Lebenserwartung steigt weltweit. Doch im Süden Afrikas sterben die Menschen immer noch jung. Schuld ist das Aids-Virus. Von weltweit etwa 40 Millionen HIV-positiven Menschen lebt über die Hälfte in afrikanischen Regionen südlich der Sahara. Die Wüste spaltet den Kontinent: Während in den 1970ern noch alle Afrikaner etwa gleich alt wurden, sterben sie heute im Süden erheblich früher. Seitdem dort in den späten 1990ern die Seuche ausbrach, sank die Lebenserwartung um 20 bis 30 Jahre.
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- Datum 28.09.2009 - 18:57 Uhr
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könnte man hier denken. Weniger humanitäre Hilfe, infolgedessen sich dann Leute in manchen afrikanischen Ländern lustig weiter vermehren - und so eben auch die Probleme nicht geringer, sondern größer werden. Das ist dann ja ein nicht selbsttragender Aufschwung, keine Hilfe zur Selbsthilfe, sondern ein Fass ohne Boden. Wir, oder eben immer mehr von uns, verzichten dann am Ende auf Kinder, (auch) um die Kinderzeugung anderer zu fördern...
Auch die Infrastruktur zur Aufklärung der Bevölkerung über den Zusammenhang von Vermehrung und Armut ist notwendig. Nur bei wirklichen Katastrophen, sich auch sozialer Art, sollte man (sonstig) humanitär helfen. Es erscheint wichtig und sinnvoll, dass sich eine jedes Volk nur so stark vermehrt, wie es seine Lebensgrundlage hergibt.
dass aufgrund dieser Entwicklung die Unzufriedenheit der Armen zunehmen wird, sie empfaenglicher werden fuer Prediger des Hasses!
Terrorismusbekaempfung wird unmoeglich, indem man Truppen in Laender schickt, in denen die Bevoelkerungszahl explodiert!
Das muss ein oberster Grundsatz der Terrorismusbekaempfung werden!
Es bleibt nur die Alternative sich abzuschotten, solange die Bevoelkerungsexplosion anhaelt!
eine Betrachtung der Nahrungmittelversorgung. Aus den Meeren dürfte immer weniger Nahrung kommen und ob die Prognostizierte Klimaerwärmung der Nahrungmittelversorgung besonders zuträglich ist, bleibt mal dahin gestellt. Und wenn man für China und Indien von einer größerwerdenden Mittelschicht ausgeht, welche auch gerne Fleisch essen dürfte und dazu noch die Nutzung von Ackerflächen zur Energiegewinnung nimmt, dazu noch die Verluste an Ackerflächen durch Bebauung, Erosion, Versteppung, Versalzung oder Raubbau am Wasser nimmt, wird eher früher als später das Bevölkerungswachstum durch Hunger begrenzt, gerade in den Armen Gebieten. Soweit ich weiss, sind jetzt schon die Getreidelager leer wie nie, wie sollen da noch mehr Menschen ernährt werden können?
'[...]abzuschotten?'
Abzuschotten?
Herr Stenkamp, wären sie in der Lage ihre Vorstellung diesbezüglich einmal genauer zu erläutern?
Die Weltbevölkerung wächst natürlich immer noch zu schnell, das kann nicht bestritten werden. Aber das sich das Wachstum verlangsamt ist ein gutes Zeichen.
Es besteht ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Armut und Kinderreichtum. Kinderreichtum erhöht fast überall in der Welt das Armutsrisiko. Leute die nicht so wohlhabend sind, dass sie möglicherweise Jahrzehnte von ihren Rücklagen leben können, brauchen viele Kinder um ihre Altersversorgung abzusichern oder eine Allgemeine Rentenversicherung.
P.S.
Diese Erkenntnisse stammen übrigens aus dem Konfirmandenunterricht am Beginn der 70-ziger Jahre und die Verbreitung dieser Einsichten, hätten den armen Menschen sicherlich mehr genützt als die Ermordung von irgendwelchen Leuten.
Es ist interessant, die Zahlen und Hochrechnungen mit den Annahmen zu vergleichen, die der sogen. Weltklimarat seinen Annahmen zur Globalen Erwärmung zugrunde gelegt hat.
So geht das Scenario A2 von einem Bevölkerungswachstum auf 15 Milliarden Menschen aus bis zum Jahre 2100, obwohl nach den Annahmen der Uno ab 2050 ein Höhepunkt bei etwas mehr als 9 Milliarden erreicht wird.
Ähnlich unrealistischer sieht es beim zukünftigen Wachstum der weltweiten Wirtschaftleistung aus. Sie soll um das 10fache bis zum 26fache im Jahre 2100 steigen. Entsprechend soll auch das CO2 steigen mit entsprechenden Temperaturangaben.
Unterstellt wird dabei, dass sich die einzelnen Pro.Kopf Einkommen der gesamten Weltbevölkerung angleichen.
Diese Zahlen werden in der Öffentlichkeit nicht diskutiert. Vielleicht aus der Befürchtung dass die Bevölkerung merkt, mit welchen Übertreibungen hier die Öffentlichkeit beeinflusst wird.
Kritik an den Annahmen durch Prof. Henderson, einst Chefökonom der OECD, wurden vom IPCC ohne stichhaltige Begründung zurückgewiesen. Der Amerikaner Reilly vom MIT bezeichnete die Annahmen des IPCC eine Beleidigung jeder Wissenschaft.
Die Bevölkerungspolitik in China ist in meinen Augen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und mit nichts zu entschuldigen.
Man kann Menschen sicher dazu bringen, nicht aus Angst immer mehr Kinder zu bekommen, um nur ja versorgt zu sein und wie?
Indem man sie versorgt, wenn sie es selbst nicht können.
Ich habe keine Achtung vor Regierungen, die derart das Leben reglementieren.
Man kann auch um Nahrung bitten, wenn man mal zuwenig selbst produziert.
Nordkorea? Hungern um der richtigen Meinung willen? So etwas darf man immer nur von sich selbst verlangen, nicht aber von der Bevölkerung.
Sehr viele Verhältnisse können vereint verbessert werden.
Es gibt Myriaden von Mücken und wenn die Weibchen aufhören würden, mich anzuzapfen, können sie mit mir reden.
Die paar Menschen auf dieser Welt noch gezielt zu reduzieren,
könnte selbst für die Natur dann nicht mehr auszugleichen sein.
Bitte.....ein neues Spiel, neue Karten ......
Das kann man in ' Den neuen Grenzen des Wachstums' nachlesen. Vor allem, dass die Weltbevoelkerung aermer wird und es eines Tages nicht mehr fuer alle reicht, besonders wegen der stark zurueckgehenden Fischreserven, die z.Zt. immer noch fuer einen grossen Teil der Menschen die einzige Proteinquelle darstellen.
Ca. 2050 wird der Moment des 'sustainable growth' eintreten, d.h. die Weltbevoelkerung waechst oder sinkt gemaess der vorhandenen Resourcen.
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