CO2-Emissionen Hilflos in der Klimafalle?Seite 3/3
Das BMBF sieht aber noch erheblichen Forschungsbedarf. Daher stellte das Ministerium dem Deutschen Klimarechenzentrum am Montag 33 Millionen Euro zur Verfügung - davon soll unter anderem ein neuer Supercomputer für die Klimamodellierung gekauft werden.
Trotzdem, die Klimaforscher an der naturwissenschaftlichen Basis rücken in der öffentlichen Debatte zunehmend in den Hintergrund. Immer häufiger übernehmen Ökonomen, Ingenieure und Sozialwissenschaftler die Aufgabe, die Folgen der prognostizierten Erwärmung zu gestalten. Dabei sind viele entscheidende Prozesse des Klimasystems noch immer kaum verstanden.
Das zeigte sich auf überraschende Weise auch Anfang des Monats, zum Start des Internationalen Polarjahrs: Soeben hatte der Klimabericht der Vereinten Nationen ein Tauen der Polarregionen prophezeit, da verblüfften die Polarforscher mit der Erkenntnis, über die Pole sei weniger bekannt als über die Rückseite des Mondes.
Nun, da ihre Warnung vor einer Erwärmung in Politik und Bevölkerung angekommen ist, schlagen manche Klimaforscher eher nachdenkliche Töne an; auch auf der BMBF-Tagung am Montag in Hamburg fiel das auf. Es bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf, sagte dort etwa der Kieler Klimaforscher Mojib Latif, der bislang mit eher drastischen Prophezeiungen von sich reden gemacht hat. Auf der Tagung beruhigte er ungewohnt gelassen, noch bleibe genügend Zeit für Maßnahmen gegen die drohende Erwärmung. Immerhin.
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- Datum 14.03.2007 - 11:05 Uhr
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lieber superduper,
die radikale einschränkung des ressourcenverbrauches weisst den weg. das problem ist, das dieses nicht zusammenpasst mit dem gegenwärtigen wachstumsbasierten system der weltwirtschaft. wie man es dreht und wendet: das angestrebte wachstum kann so niemals weitergehen und ist kein exportmodell für den rest der welt!
herzlich grüsst
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Der Mensch kommt (letztlich) ohne die Natur aus, aber die Natur (letztlich) nicht ohne den Menschen.
Herzlichst Crest
Lieber Herr Bojanowski
Vielleicht einmal eine generelle Bitte, dies auch an die Wissenschaftsredaktion der ZEIT
Die ZEIT bringt sozusagen als Symbol für die Folgen der globalen Erwärmung bei fast allen einschlägigen Artikeln, auch Ihrem Artikel, einen Eisbären, einsam in der Landschaft auf einem Eisblock stehend.
Nun sind aber die Eisbären gar nicht am aussterben, sondern sie vermehren sich ganz heftig.
Darf ich Ihnen den Ausschnitt aus einer anderen Diskussionsrunde zitieren:
„Dagegen der letzte (2007) Überblick der kanadischen Regierung über die Anzahl der Eisbären im Gebiet nördlich von Quebec, Labrador und der südlichen Baffin-Insel.
Die Anzahl der Eisbären hat zugenommen, ungefähr von 800 Mitte der 80iger Jahre auf 2100 bis heute, vor drei Jahren waren es ca. 1400.
Die Iniuts haben immer darauf darauf bestanden, dass die Angaben vom Rückgang der Anzahl der Eisbären falsch seien, bedingt durch Zählung aus der Luft durch Flugzeuge.
Der Nunavut Regierungsbiologe Mitch Taylor wird auf der Front-Page der Nunatsiaq News im letzten Monat zitiert : Die Inuits lagen richtig. Es sind nicht nur wenige, nein, es ist eine ganze Hölle (hell of it) mehr von ihnen.“
Und vielleicht noch eine Bitte : Um den Ausstoss von CO2 bildlich darzustellen zeigen Autoren gerne große Wolkengebilde, die, wenn man näher hinschaut, gar nicht aus CO2 bestehen, da die Wolken aus Kühlstürmen aufsteigen.
Ohnehin sind solche Abbildungen glatt falsch : CO2 ist geruch- und farblos und lässt sich demnach überhaupt nicht bildlich darstellen .
Vielleicht auch deswegen eine Empfehlung an Ihre Kollegen beim SPIEGEL. Die sind ganz groß in solchen falschen Darstellungen. Auf Rückfragen erhält man jedes Mal als Antwort : Herr .... (Redakteur) ist bis (meistens 8 Tagen) nicht im Haus. Eine Antwort habe ich bisher noch nie bekommen.
Der Artikle bestätigt nur, was ohnehin allen Nichtgläubigen offensichtlich ist.
DasKlima verändert sich und es gibt nichts was wir dagegen tun können.
Auch so Spielereien wie der Emissionshandel, oder die Verbreitung alternativer Ernegiegewinnung kann doch kaum darüber hinwegtäuschen, dass das Problem anderwo liegt.
Die Menschheit wächst zu schnell, die damit verbundene Armut steigert ständig den Bedarf nach billigster und immer billigerer Energie.
Saubere Energiegewinnung oder Emissionshandel können sich die Betroffenen aber gar nicht leisten und werden es nie können, wenn nicht ihr Wirtschaftswachstum schneller verläuft als ihre Bevölkerungsentwicklung.
Aber genau hier wird es keine Änderungen geben, da ist es wahrscheinlicher, eine Ausrottungskampagne in ganzen Erdteilen realisiert zu erleben.
Die aktuelle Klimadebatte ist nur ein willkommenes Propagandamittel um Gelder umzuleiten und veraltete Macht- und Wirtschaftstrukturen vom Wettbewerb fernzuhalten, was paradoxwerweise das Klima eher noch zusätzlich durch Effizienzmangel der westlichen Industrieländer schädigt, denn Abhilfe schafft.
Das ist genau die Antwort, die ich nicht so tolle finde. In den Film ist vieles angreifbar, aber er kann nicht komplett verworfen werden.
Die Komplexiät des Themas zeigt sich bei:
http://en.wikipedia.org/w...
Der Film zeigt auf alle Fälle, wie leicht wir beinflußbar sind.
Es ist geradezu beschämend, was in der sogenannten Klimadebatte abgeht! Im Wesentlichen sind wohl drei Hauptrichtungen zu unterscheiden: Eine Sorte steigt auf die Diskussion auf, um egal mit welch blöden Ansätzen einfach nur in die Medien zu kommen. Eine zweite Garnitur ist schon härter ztu bewerten: Diejenige nämlich, die mit mehr oder weniger sinnlosen Aktionismus mit Hilfe der Staatsmacht versucht, sich oder ihren Auftraggebern die Taschen zu füllen. Ganz verwerflich ist aber eine dritte Variante: Solche, die mit kontraproduktiven Ansätzen bewußt oder unbewußt den Ausstoß von Treibhausgasen oder Schadstoffen noch erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel Palmölverfeuerer, die letztlich für das Abbrennen von Urwäldern verantwortlich sind, und selbst Rapsölverfechter haben bei heutigen Verfahren negative Ökobilanzen zu vertreten. In diese Klasse fallen auch Vorschläge des Umweltbundesamtes, die das Verfeuern von heimischen Holz erschweren wollen, obwohl hier fossile Brennstoffe ersetzt werden.
Insgesamt ist jedenfalls beschämend, wie zuerst an die eigenen Macht- und Finanzinteressen gedacht wird und dazu wie gehabt nach der 'deutschen Einheit' jetzt die Klimadiskussion instrumentalisiert wird und möglichst dazu die Staatsmacht eingesetzt wird.
Zunächst zur Haltung des Autors, nach der deutsche Privataktionen nichts bewirken würden. Dies ist eine Alles-oder-Nichts-Haltung: auch wenn die Wirkung in der Relation gering ist, ist sie doch unzweifelhaft da. Und sie motiviert andre zum Mitmachen, anstatt Ihnen Argumente für die Trägheit in die Hand zu geben.
Nun zu den drei Mitteln der Experten: Emissionshandel, Effizienzsteigerung und regenerative Energienutzung. Der Emissionshandel ist ein bürokratisches Monster und die beiden andren sind schön und gut, aber woher soll die Motivation kommen, wenn sie bisher nicht da war?
Warum nicht brav marktwirtschaftlich über die Kosten gehen, d.h. über eine Klimasteuer? Sie muss angekündigt sein, kräftig, schrittweise erhöht, um Umstellungsprozesse zu erleichtern. Sie muss gleichmäßig sein, d.h. Auto, Heizung und Aluminiumhütte gleichermaßen betreffen. Ihre Erlöse sollen der Förderung von Effizienzinvestitionen dienen, wozu auch die Forschung und Entwicklung gehört. Dies kann und soll auch in anderen Ländern erfolgen, wo die Effizienzinvestition vielleicht effizienter ist. Die Erlöse können auch der Senkung direkter Steuern dienen, was die Volkswirtschaftler glücklich macht. Schließlich kann man die Klimasteuer ebenso international vereinbaren wie die Zertifikate, benötigt aber eine wesentlich kleinere Bürokratie dafür.
Sehr geehrter Herr Bojanowski,
'Trotzdem, sogar Lokalpolitiker wollen mit dem Klimathema punkten. Am Montag verkündete der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust ein Programm seiner Stadt gegen den Klimawandel. Er steckt indes in einem Dilemma: Klimaprognosen für einzelne Regionen wie Norddeutschland können Wissenschaftler gar nicht erstellen.', schreiben Sie.
Das ist schlicht falsch, selbst wenn ich unterstelle, Sie wollten eigentlich vor der Verwechslung Klima mit Wetter warnen.
Selbstverständlich erstellen Klimatologen und anderer
Fachwissenschaftler lokalräumliche Klimaprognosen, sogar mit relativ hoher Eintretenswahrscheinlichkeit.
Hochwasserschutz, Veränderungen in den landwirtschaflichen Produktionsbedingungen (z.B. Rebsorten beim Wein, Apfelsorten am Bodensee) und bei der naturräumlichen Artenvielfalt könnten nicht eingeschätzt werden, ohne diese Angaben.
Gerade die Stadtklimaforschung hat eine lange Tradition in Deutschland, mit sehr verlässlichen Angaben. - Übrigens ist Hamburg für Recherchearbeit
in dieser Frage eine gute Adresse, vor allem aber Berlin, Stuttgart und München.
Von vielen Diskutanten wird vergessen, dass die europäischen Anstrengungen zum globalen
Klimaschutz auch erhebliche Verbesserungen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge und Lebensqualitätssteigerungen, vor allem in urbanen Räumen, mit sich bringen.
Städtischer Klimaschutz, mit Fahrverbotszonen,
Kaltluftschneisen, Durchgrünung von Strassenzügen und Hinterhöfen, oder aktive Beeinflussung des Lokalklimas, z.B. durch Beweidung von Brachhängen am Mittelrhein, durch Reduktion von Staubeinträgen aus Landwirtschaft und Industrie in den intensiv bewirtschaften Agrarregionen, haben unmittelbare und messbare Auswirkungen vor Ort!
Mögen diese Beiträge auch noch so klein bezüglich des Gesamt-Co-2 Eintrags der Menschheit sein. Lokales Klima lässt sich, genau wie der globale Einfluss vor Ort, erkennen, prognostizieren und lokal beeinflussen.
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