EU-Gipfel Merkel setzt sich durch

Die EU-Staaten wollen die Treibhausgase bis 2020 um mindestens ein Fünftel reduzieren

Der EU-Gipfel in Brüssel steuert auf einen verbindlichen Ausbau erneuerbarer Energien in Europa zu. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft legte am Freitag einen Beschlussentwurf vor, der ein bindendes Ziel von 20 Prozent alternativer Energiequellen aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse im EU-Durchschnitt bis 2020 festschreibt. Das Papier berücksichtigt zugleich unterschiedliche Ausgangslagen in den 27 EU-Staaten.

Um welches Maß ein EU-Land die erneuerbaren Energien ausbauen muss, soll unter "angemessener Berücksichtigung" der jeweiligen Ausgangslage festgelegt werden und auch das bestehende Niveau erneuerbarer Energien und den nationalen Energiemix einbeziehen, heißt es in der über Nacht entwickelten neuen Formulierung.

Der Gipfel soll laut Beschlussentwurf auch eine entschlossene Verpflichtung zum Abbau der Treibhausgase bis 2020 um "mindestens 20 Prozent" eingehen. Falls andere Länder in der Welt mitmachen, wollen die Europäer ihren Ausstoß klimaschädlicher Abgase sogar um 30 Prozent reduzieren, heißt es in der Vorlage des deutschen Vorsitzes. Die Staats- und Regierungschefs sollen das Schlussdokument an diesem Freitag förmlich annehmen.

Vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel hatte Merkel stramme Ziele vorgegeben. "Wir wollen den in der Geschichte der EU konkretesten und ehrgeizigsten Aktionsplan zum Klimaschutz beschließen."

 
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