Post Briefe werden teurer

Das Briefmonopol fällt 2008. Doch billiger wird's für den Kunden nicht. Vielmehr könnten die Portopreise deutlich steigen, warnen Fachleute. Dafür dürfen private Postboten auf einen Tarifvertrag hoffen

Was kostet die Reise in die Welt? Bald mehr, sagen Fachleute

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Den Postkunden in Deutschland drohen höhere Portopreise. Nach Meinung von Fachleuten werden die nämlich nach der Aufhebung des Briefmonopols zum 1. Januar 2008 nicht wie erhofft sinken. "Es ist gut möglich, dass der Endverbraucher die Rechnung zahlen muss", sagt Mario Frusch, Deutschlandchef des freien Postdienstleisters TNT Post der ZEIT .

Der Logistikexperte und Unternehmensberater Horst Manner-Romberg wagt die Prognose: "Die Porti für Briefe von Privatkunden werden steigen." Er schätzt, dass ein Privathaushalt 2010 rund 50 Prozent mehr für sein Postaufkommen zahlen werde als heute.

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Derweil intensiviert sich der Wettbewerb. TNT Post und die PIN Group AG streben jeweils zehn Prozent Marktanteil an, berichtet die ZEIT in ihrer Ausgabe vom 15. März: TNT Post binnen fünf Jahren, PIN schon für 2009. Beide Post-Konkurrenten beschäftigen schon heute mehrere Tausend Mitarbeiter und konzentrieren sich auf Geschäftskunden.

Beide Anbieter zeigen sich offen für Privatkunden, wenn auch mit unterschiedlicher Verve. PIN will schon 2007 flächendeckend Filialen etablieren und längerfristig 30.000 bis 40.000 Briefkästen aufstellen. TNT Post hält sich mindestens bis Anfang 2008 zurück. "Auch wir wollen uns dem Endverbraucher zuwenden", sagt TNT Post-Chef Frusch. "Aber alles zu seiner Zeit." Nach den Großkunden kümmere man sich erst einmal um mittelständische Unternehmen.

Während also auf die Kunden höhere Kosten zukommen könnten, wehren sich die neuen Anbieter gegen Vorwürfe der Deutschen Post und der Gewerkschaft ver.di, sie würden ihre Arbeitnehmer zu schlecht zu bezahlen. "Im dritten Quartal haben wir einen Tarifvertrag", sagt Günter Thiel, Chef von PIN, der ZEIT .

Leser-Kommentare
  1. Das die Portopreise steigen war abzusehen.

    Gott sei dank gibt es noch E-Mail und Fax.

    • Anonym
    • 14.03.2007 um 15:48 Uhr
    2. wenn

    der service stimmt zahl ich gerne mehr. die post'ämter' haben immer noch die alten behördenöffnungszeiten zu denen kein arbeitender mensch hin kann. wer nicht auswendig alle portopreise und briefmaße kennt und sich nicht mit dem briefmarkenautomat (der wechselgeld in briefmarken ausgibt) rumschlagen kann der ist aber auf die mensch zu mensch bedienung angewiesen. und wenn das dann anstatt 50 später 70 cent kostet für einen brief ich aber nach feierabend beruhigt meine briefe abschicken kann zahl ich das gern

  2. Tja, gerade hier liegt wohl der Hase im Pfeffer. Dass die Portogebühren sinken, ist eher denkbar. NICHT denkbar hingegen ist für mich, dass private Betreiber auf die Dauer weiterhin 100.000 Briefboten beschäftigen werden, nur um der Oma dann und wann eine Postkarte in die Wohnung zu tragen. Angesichts der universellen Verbreitung der e-Mail dürfte die Postzustellung wohl über kurz oder lang in allen Ländern der Welt auf der Abschussliste stehen.

  3. Zu welchem Schwachsinn es führt, wenn das Briefmonopol fällt, folgende Geschichte;
    Seit ca. 16 Jahren beziehe ich eine Regionazeitung im Raum Köln als Abo. Wenn ich in Urlaub fahre wird die Lieferung für den Zeitraum unterbrochen, der gesparte Betrag wird von der nächsten Rechnung abgezogen; auf dem Kontoauszug nachzulesen. Neuerdings bekomm ich für diese Unterbrechung eine gesonderte Rechnung von meiner Zeitung per Post. Aber nicht von der Post, sondern von einem privaten Zusteller. Wem gehört aber dieser privater Zusteller?
    Dreimal raten....gggg Diesem Verlag, und wer hat Anfang des Jahres 2007 die Preise für das Abo erhöht??? Der Verlag, der jetzt die Lieferunterbrechung nicht nur per Kontoauszug mir mitteilt, sonder per eigener Post, nach super!!! Ich verzichte auf private Postzusteller in Zukunft!!!!

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