Steuerpolitik Steuerlast sinktSeite 2/2
Endgültig verabschiedet werden soll das Gesetz noch vor der Sommerpause.
- Datum 14.03.2007 - 02:31 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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Keiner ist mit fem Gestz zufrieden, aber es muss halt verabschiedet werden! Ist halt höhere Gewalt oder ?
Nichts ist so wiedersprüchlich wie die deutsche Steuerpolitik.
Gerade die allseitige Unzufriedenheit der Politik spricht zynischerweise für die Chance, das es sich um eine gute Reform handeln könnte.
Ich habe den Text des Gesetzentwurfes gelesen, sicher eine mühsame Lektüre, aber auch aufschlussreich.
Ob es uns paßt oder nicht, Großunternehmen versteuern einen großen Teil der Erträge im Ausland, weil dort die Sätze niedriger sind und es gibt keine Möglichkeit das zu verhindern außer in einer Diktatur. Die internationale Konkurrenz läßt diesen Unternehmen auch keine Wahl, selbst wenn sie anderes wollten.
Den Konkurrenzvorteil, den die Großen gegenüber den Kleinen dabei erlangen ist so schädlich für unsere Wirtschaft, dass eine Entlastung auf breiter Basis her muss. Damit wieder mehr Einkommen im Inland versteuert wird, die Kapitalflucht und auch der Brain drain abnimmt, wenn sogar kleine Unternehmen regelmäßig über Standortverlagerung gerade über die Grenze nachdenken.
Im übrigen stellt sich die Frage, was ist so schlecht daran Unternehmen niedrig zu besteuern?
Hier wird bewußt die Grenze Unternehmer und Unternehmen verwischt.
Denn der Unternehmer muss nämlich alles was er der Firma entzieht entsprechend nachversteuern, mit hohem Steuersatz.
D.h. Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer, je nach Rechtsform auch Anteilseigner versteuern ihre Einkommen ganz normal ohne Vergünstigung durch diese Reform.
Defakto bleibt jedenfalls die Besteuerung jedenfalls um die 50% sie sinkt effektiv lediglich zwischen 1 bis 5 %. Das ist kaum die Aufregung Wert.
Die Aufregung macht den Eindruck, dass hier Mitesser fürchten an Einfluss zu verlieren, wenn die Unternehmen wieder selbst bestimmen können, wo investiert wird und wo nicht. Weil der Staat nicht alles, was nicht sofort investiert wird, nicht rigoros wegbesteuern kann.
Bemerkenswert auch, dass die Kritik pauschal und merkwürdig unkonkret daherkommt. In diesem Artikel jedenfalls steht nichts Substantielles, was eine Kritik rechtfertigen würde.
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