Islam Selbstzensur
Ein deutscher Wissenschaftler sollte einen Vortrag an einer britischen Universität über Antisemitismus im Islam halten. Auf Druck muslimischer Studenten durfte er nicht. Ein Kommentar
Angesichts des Verhaltens der Universität Leeds fällt es schwer, nicht sogleich an den einprägsamen, mancherorts als Panikmache gegeißelten Buchtitel von Hendrik Broder zu denken. Hurra, wir kapitulieren war schließlich nicht nur auf Deutschland gemünzt, sondern galt einer paneuropäischen, ja westlichen Neigung, die Augen vor der Gefahr des totalitären Islams zu verschließen. Leeds liefert gerade das jüngste, peinliche Beispiel bürokratisch verbrämter Feigheit vor den Feinden der Freiheit.
Am Mittwochabend sollte dort eigentlich der deutsche Politikwissenschaftler Matthias Küntzel mit einem Vortrag zum Thema „Islamischer Antisemitismus“ eine dreitägige Seminarreihe eröffnen. Es kam nicht dazu. Die Leitung der Universität sagte die Veranstaltungen kurzfristig ab, aus „Sicherheitsgründen“. Am Tag zuvor hatte der Vizekanzler die deutsche Abteilung der Hochschule aufgefordert, den Titel des Vortrags zu ändern; ursprünglich hatte der „Hitlers Legacy: Islamic Antisemitism in the Middle East“ gelautet, es wurde daraus „The Nazi Legacy: The Export of Antisemitism to the Middle East“ .
Matthias Küntzel, früher Berater der Grünen, ist überrascht, wie schnell die Behörden nach dem Erhalt einiger E-Mails muslimischer Studenten einknickten. Er spricht von einem Akt der „Zensur“, die dem Prinzip akademischer Freiheit ins Gesicht schlage. Küntzel wäre weniger überrascht gewesen, würde er die Zustände an vielen akademischen Institutionen Großbritanniens genauer kennen.
Beschwichtigung gegenüber extremen Islamisten ist dort eher die Regel denn eine unerfreuliche Ausnahme. Beinahe zur Norm geworden ist es an britischen Universitäten, akademische Freiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung preiszugeben, sobald sich muslimischer Protest regt. Und der regt sich bekanntlich schnell und systematisch.
Überall versuchen islamische Studentengruppen, unliebsame Diskussionen abzuwürgen, Zensur zu verlangen und die Grenzen und Freiheit zu ihren Gunsten zu verschieben. Dabei bedienen sie sich gerne der bewährten Allzweckwaffe des Vorwurfes der „Islamophobie“ - in der leider nur allzu gerechtfertigten Erwartung, dass beim Aussprechen dieses Wortes akademische und politische Instanzen wie die Behörden sofort den Schwanz einziehen. Jede kritische Auseinandersetzung mit einem der weniger erfreulichen Aspekte des Islams wird so hintertrieben, wobei eine latente, unausgesprochene Drohung mit Gewalt Verwaltungen und Unileitungen schnell zurückzucken lässt.
Dieses Verhalten entspringt einer unheilvollen Kombination von Faktoren: Der Ideologie des Multikulturalismus, die dem moralischen Relativismus den Weg bereitete; der politischen Korrektheit, die im medialen und kulturellen Milieu nach wie vor dominiert und dazu führt, dass Realität ausgeblendet oder durch „newspeak“ ersetzt wird, wie George Orwell in seinem Roman 1984 vorausgeahnt hat.
- Datum 24.04.2007 - 13:55 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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ihre Texte immer mit einem Zitat beenden? Das ist doch lächerlich und neurotisch. Oder sind es die Textbausteine und die Zusammenfüg-Software?
auch noch einen Artikel von M.K. abdruckt, dann wäre ich wirklich extrem überrascht.
Waren Ihre bisherigen Absonderungen schrill und absonderlich, kann man diesen Post schon als Unverschämtheit auffassen. Aber er hat auch sein Gutes: Ihre eigene Intoleranz und Ihr Unvermögen zum politischen Streitgespräch, die sonst nur zwischen den Zeilen herauslugt, kommt hier richtig gut zum Ausdruck.
Ich darf raten: Sie sind selbst Moslem?
und ?
wie würdest du die frage beantworten ?
darf man über antisemitismus im islam reden ?
Falls die vielen, ich sag mal, „kritischen“ Kommentare gegen den Artikel von Muslimen kommen sollten, ist das ja leider wieder ein Beispiel das ein vernünftiges Miteinander kaum möglich scheint.
Rechthaberisch, zu keiner Selbstkritik fähig,
polemisch sabbernd, wird hier aus dem Schmollwinkel ein Verfolgungswahn artikuliert, der leider auch bei vielen Nicht- Muslimen auf Verständniss stösst.
Ich würde mir wünschen, das Diejenigen, die hinter jedem konservativen Stammtischhocker einen Rechtsradikalen vermuten, so „kritisch“ auch mal mit anderen reaktionären Moralvorstellung, wie sie der Islam nur zu gerne bereithält, und wie sie in Deutschland leider nur zu oft gelebt werden, ins Gericht.
Wie schon gesagt: Jeder Muslim hat in Europa die Möglichkeit frei seiner Religion nachzugehen. Weitere Zugeständnisse, gar ein Dialog, ist nicht nur unnötig, sondern steht einer Minderheit, die durch Ihr Verhalten und Ihre kruden Wert und Moralvorstellungen immer mehr zum Problem wird, wohl kaum zu.
muss ueber Anti-Semitismus reden und Muslime die sich dadurch gestoehrt fuehlen sollten am besten in Laendern ziehen wo sie ungestoehrt leben koennen.Iran?
Da Sie ja aufgeklaert sind wissen Sie, dass es keine Gerechtigkeit fuer Alle geben kann.
Ich verstehe schon, dass man als Zionist solches Gedankengut mit auf den Weg bekommt und das auch voll vertritt. Schliesslich hat mein Land diese Phase leider auch durchgemacht!
gut ich will man meinem mir von dir unsterstellten ruf als bösmensch gerecht werden und deine sprachlichen kompetenzen in bezug auf die behauptete intellektuelle überlegenheit der gutmenschen für sich sprechen lassen ;)
dr. phil. blutfee
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