Internet Beschränkte Reichweite
Vier Millionen deutsche Haushalte haben keine Chance auf einen Internet-Zugang, weil passende Kabel fehlen. Eine Heidelberger Firma will sie nun online bringen - durch die Luft.
Künftig drahtlos online? Eine Berliner Firma setzt auf dieses Geschäftsmodell
Der März ist ein besonderer Monat für viele Menschen in Magdeburg. Er markiert für sie den Beginn des digitalen Zeitalters. Nun können auch die Menschen in den Stadtteilen Ottersleben, Rothensee oder Diesdorf die neuen Internetdienste nutzen; sie können online telefonieren, Musiktitel herunter laden und sich Filme anschauen.
Das alles blieb den Menschen hier bislang verwehrt. Denn sie leben in einer Gegend, in denen die Deutsche Telekom Anfang der 90-er Jahre Glasfaserkabel verlegt hatte. Die galten damals als Zukunft der Datenübertragung. Für die verbreitete DSL-Technologie erwiesen sie sich später jedoch als untauglich. Denn dazu braucht es durchgängige Kupferleitungen.
Die Hilfe für die Magdeburger kam aus der Luft, genauer gesagt per Funk. Die Deutsche Breitband Dienste (DBD) GmbH bietet drahtlose Internetverbindungen mit einer Bandbreite von bis zu 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an, einer Geschwindigkeit, die mit herkömmlichen DSL-Verbindungen vergleichbar ist. Die Technologie heißt Wimax und bietet im Vergleich zu UMTS mehr Reichweite und Leistung. Eine Basisstation leistet bis zu 8 Megabit in der Sekunde in einem Radius von bis zu drei Kilometern. In dicht bebauten Gebieten sinkt die Reichweite allerdings auf 500 Meter.
Die Funktechnologie ist die große Hoffnung für rund vier der 39 Millionen deutschen Haushalte, die noch ohne schnelle Internetverbindungen auskommen müssen. Die Menschen leben entweder in Gebieten, in denen Glasfaserkabel liegen, oder auf dem Land, wo es sich für die Kabelbetreiber wirtschaftlich nicht lohnt, Leitungen zu verlegen. Rund 1000 Regionen mit einem Radius von fünf Kilometern gelten als unterversorgt.
Auf diese weißen Flecken hat es die Deutsche Breitband Dienste abgesehen. Im Dezember ersteigerte das Heidelberger Unternehmen für rund 17 Millionen Euro jeweils ein Frequenzpaket für alle 28 Versorgungsgebiete in Deutschland. Mit der Versteigerung hat die Bundesnetzagentur den Markt für die Technologie geöffnet. Die Regulierungsbehörde erhofft sich davon eine bessere Breitbandversorgung und mehr Wettbewerb.
Zu einem wochenlangen Bietergefecht mit Milliardengeboten, wie es noch bei der Auktion der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000 der Fall war, kam es jedoch nicht. Regionale Versorger kritisierten den Zuschnitt in 28 Regionen als zu groß und zogen sich zurück. Selbst Branchenriesen wie die Deutsche Telekom, Kabel Deutschland und Arcor verloren das Interesse, obwohl sie zum Teil eigene Pilotprojekte im Betrieb haben. "Für die Großen lohnt sich Wimax nicht", sagt Roman Friedrich von der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Sie besäßen schon eine gut ausgebaute Breitband-Infrastruktur, sei es über das Telefonnetz, Fernsehkabel oder UMTS.
- Datum 20.11.2008 - 19:11 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 22.03.2007
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'Der wirtschaftliche Betrieb setzt eine Bevölkerungsdichte von mindestens 1240 Personen pro Quadratmeter voraus, also Orten mit geschlossener Bebauung'
In der Tat sind solche Werte nur in Orten mit geschlossener Bebauung erreichbar :-)
Deutschland setzen, sechs!
Ab nach Österreich:
3 MBit ,Flatrate über Mobilanbieter mit USB Mobil-Modem ab 20 Euro/Monat Fixpreis.
Wo ist das Problem? ;-)
lol ^^ dörfer der betroffnen größe haben auch in österreich keine breitbandige umts anbindung. dann kann man gleich weiter per isdn surfen. außerdem: flatrate in deutschland für dsl 16.000 ab 5 euro monatlich, in österreich gibts diese geschwindigkeit überhaupt GARNICHT. und die flatrates die es gibt sind im vergleich viel teurer und langsamer.
... keine Ahnung aber das mit Überzeugung. ;-))
Das 'Dorf' von dem ich beispielsweise spreche hat 938 Einwohner/q-km.
Wird ab April auf 7MBit hochgesetzt..
Und wenns nicht mobil sein, soll bleiben immer noch die Festnetzleitungen.
BTW:
Wer dann 'legal' im Netz als Privatanwender surft und doch mehr als schon die 3MBit Geschwindigkeit braucht, sich aber nicht seine Film-/Musiksammlung saugend zusammen klaut(was in Deutschland wiederum viel härter geahndet wird als in Ö), der möge mir mal erklären wozu.
buar, ich bin bayer also mal ganz langsam, .. außerdem hamer hier die probleme wie die ossis die ham mit glasfaser und so au ned. weiterhin kannst die österreicher mit 8 million einwohnern und deutschland mit 10 mal soviel eh ned vergleichen. es gibt zb fast überall lokale telefongesellschaften die teils recht groß sind und zb in köln zum flatrate preis eine 100mbit (!) leitung anbieten für privat. so.. du bist wieder ;) und des heißt die 'daitschn' und ned 'dütschn' oder bist a schweizer ;)
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