Tod
Wie wollen Sie sterben?
Der Bundestag debattiert über die Selbstbestimmung am Ende des Lebens und die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen. Wie bereiten sich Prominente auf ihren Tod vor? Eine Bildergalerie.
Ich weiß, viele wünschen sich heute den schnellen, plötzlichen Tod. Als Pfarrerin habe ich erlebt, dass die Ars Moriendi, die Kunst des Sterbens, aber ihren Sinn hat. So möchte ich vorbereitet sterben, nachdem ich Zeit hatte, mich von den Menschen, die ich liebe, zu verabschieden, gesagt und geregelt habe, was zu sagen und zu regeln ist. Und ich würde gern in Ruhe sterben, in einem Hospiz oder zu Hause. Das Sterben im Krankenhaus ist von so viel Hektik und Unruhe begleitet, da fehlt die Würde, die Sterben braucht.
Wenn ein lieber Mensch bei mir wäre, der meine Hand hält, mit mir ein Vaterunser betet und mir noch einmal »Befiel du deine Wege« vorsingt, könnte ich in Frieden gehen. Und wenn der Arzt dann sagt: Exitus, sagt mir mein Glaube: Introitus! Der Tod ist für mich, um es mit Heinz Zahrnt zu sagen, kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt, das Leben eine Einbahnstraße auf Gott hin, bei der der Tod keine Sackgasse darstellt.
- Datum 30.03.2007 - 05:56 Uhr
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Ich habe mich sehr über die Frage gewundert und noch mehr darüber, dass keiner der Antworter stutzte.
Für mich kann nicht die Frage sein: Wie wollen Sie sterben? sondern: Wie wollen Sie leben? oder - im Kontext einer Patientenverfügung: Wie wollen Sie nicht mehr leben?
Denn wie wir sterben werden, dieses entzieht sich in der Regel und Gott sei es gedankt menschlichen Einflusses.
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