Schule Ihr Rechthaber!

Die UN rügen das deutsche Bildungssystem - Deutschland antwortet mit Polemik. Und tut, was es am besten kann: sinnlose Grabenkämpfe führen. Eine Presseschau

Chaos im Klassenzimmer: Wer ist schuld?

Chaos im Klassenzimmer: Wer ist schuld?

Man muss Señor Vernor Muñoz Villabolos dankbar sein. Brachte sein Bericht zum deutschen Bildungswesen doch den in wirre Reformdebatten verstrickten Politikbetrieb wieder dorthin zurück, wo das Publikum ihn am liebsten sieht: in den Ring ideologischer Faustkämpfe. Endlich wieder Kratzen und Beißen statt Gesundheitsfonds und Unternehmenssteuer. Wie hatten wir das doch vermisst. Sicher: Solches Geschrei ist wenig zielführend. Dafür aber umso unterhaltsamer.

Da schreibt beispielweise Heike Schmoll, Bildungsfachfrau der Frankfurter Allgemeinen , es sei "nicht nur dreist, es ist in höchsten Maße unlauter", wenn sich Señor Muñoz nach einem "flüchtigen Blick auf das deutsche Schulsystem" ein Urteil über dasselbe erlaube - weil sich mit der Frage, woran dieses System krankt, manche Bildungsforscher doch jahrzehntelang beschäftigt hätten. Das stimmt. Nur: Bedurfte es nicht internationaler Studien, Pisa genannt, um Deutschlands Bildungspolitiker in Trab zu setzen? Da schweigt sich die Kommentatorin aus.

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"Darauf hat die Republik gewartet", ätzt Frau Schmoll vielmehr. "Noch mehr aber auf eine neuerliche Schulreformdebatte, die von einem Vertreter des internationalen Gesamtschulkartells angezettelt wird." Bravorufe, Schenkelklopfen. Solch fulminante Rednerin wird man für Wildbad Kreuth buchen wollen. Es kommt noch besser: "Welches andere Land besitzt ein vergleichbar schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein und lässt sich von einem Professor aus Costa Rica, der kaum des Deutschen mächtig ist, die Leviten lesen?" Wäre der mal nur in Deutschland zur Schule gegangen, möchte man hinzufügen. Dann wäre er nie Juraprofessor geworden und könnte uns nicht mit merkwürdigen Ideen belästigen. Das dreigliedrige Schulsystem abschaffen - wer denkt denn an so etwas?

Nun muss man Frau Schmoll zugute halten, dass sie mit ihrer Meinung nicht alleine dasteht. Die Kultusminister haben sich, die Worte teils geschickter wägend, ähnlich geäußert. Weshalb sie nun der Spott der Süddeutschen Zeitung trifft. Dort schreibt Tanjev Schultz: "Gesandte der Vereinten Nationen sind den Umgang mit uneinsichtigen Politikern gewohnt. Vor allem die Machthaber halbseidener Regime lassen sich von der Weltgemeinschaft ungern vorführen. Leider geriert sich nun auch Deutschland wie ein Schurkenstaat, der sich von der UN nichts sagen lassen will." Das sitzt.

Dem Vorwurf, wenn ein UN-Fachmann nur zehn Tage durch Deutschland reist, könne er das Bildungssystem hier nicht verstehen, setzt Schultz übrigens entgegen: Die Kultusminister "benehmen sich also wie Despoten, die auf die Kritik von UN-Wahlbeobachtern sagen, diese hätten das komplexe Wahlsystem leider nicht kapiert". Man muss die Minister wohl so verstehen: Wenn Señor Muñoz schon kein Deutsch versteht, dann wird er auch nicht lesen können - schon gar nicht jene viele Studien, die der FAZ doch so wichtig sind. Bloß warum tauchen dann ausgerechnet deren Ergebnisse in seinem Bericht auf? "Die deutschen Kultusminister verrennen sich in ihrem falsch verstandenen Stolz", schließt die SZ .

Eigentlich gebietet die Vernunft, über solcherlei Geschwätz hinwegzugehen. Es hat ja seine Komik, Sinn aber hat es nicht. Nur könnte man wegen der Reaktionen auf den Muñoz-Bericht befürchten, dass uns die Blockade jeglichen wahren Fortschritts in der Bildungsfrage bis auf Weiteres erhalten bleiben wird. Glücklicherweise gibt es genügend Verantwortliche, die sich darüber hinwegsetzen. Es zeichnen sich in manchen Ländern ermutigende Fortschritte ab. Doch deutsche Bildungspolitiker geben eben allzu gerne den Rechthaber.

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Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 22.03.2007 um 13:48 Uhr

    ich redete von den Zeiten bis 68, davor galt das westdeutsche Bildungssystem als Vorzeigesystem.
    Das ostdeutsche Bildungssystem hat diesen Ruf zumindest im Westen nie genossen, es wäre mir zumindest entgangen.

  1. Die Pisa und 'post Pisa' Ergebnisse sind eindeutig. Und sie decken sich gut mit jeder Vernünftigen Betrachtung unseres Systems.

    Das 3-gliederige Schulsystem ist nicht das einzige Problem unseres Bildungssystems aber es ist eines der wesentlichen Problme.

    Gute Pisa Ergebnisse hat keines der Länder mit dreigliederigem Schulsystem erreicht, auch Östereich nicht trotz spürbar höhere Ausgaben pro Schüler als Deutschland.
    Ach das ach so tolle Bayern ist wenn auch besser als Deutschland im Schnitt nur (bestenfalls) oberes Mittelfeld.

    Die Spitzenreiter wie Finland setzen mit einem Ansatz der unserem System vollständig wiederspricht die Maßstäbe.
    Man muß bordniert und vollständig idiologisch vernagelt sein um das zu ignorieren.

    Wer einmal nüchtern darüber nachdenk wie er selbst in Abitur und Studium am besten gelernt hat wird immer auf zwei Dinge stossen.

    1. Nichts verfestigt frisch erlenrten Stoff besser als das was man gerade selbst verstanden hat einem Mitschüler oder Komolitonen zu erklären.

    2. Unterschiedliche Lehrntypen und Ansatze veranlassen einen dazu nicht sich länger und weitgehender mit einem Thema zu befassen. Sie ergänzen sich.

    Vernünftigen unterricht vorausgesetzt ist die Kombination von 'starken' und 'schwachen' Schülern in der Mehrzahl der Fälle ein Vorteil für beide Gruppen.

    Das wie so oft die 'schwachen' Schüler die Starke 'runterziehen' ist Unwar und wird von dem der es vorbriengt in der Regel nicht weiter begründet sondern einfach postoliert.. Es ist ein Problem vieleicht bei abstraktem Stoffen, höherer Schuljargänge und bei Frontalunterreicht.

    Im übrigen wenn es wahr währe müsste Finland im im unteren drittel der Pisa-Ergbnisse liegen. Den schwache und starke Schüler ZUSAMMEN zu unterreichten (bis Klasse10) ist wesentliche Grundlage des Schulsystems in Finland.

    Kurz und Knapp:

    Das Dreigliederige Schulsystem in seiner jetzigen Form ist
    Ineffizent, asozial, und Rückständig.

    Ineffizeint, da mit vergleichbarem Aufwand und Kosten sich grundsätzlich mehr Bildung vermitteln ließe.

    Asozial, da es soziale Unterschiede Zementiert anstadt sie zu überwinden.

    Rückständig, da es sich um ein altes überkommenes System handelt an dem ausser uns und Östereich kaum noch jemant festhällt. Im Rest der Welt war es vor vielen Jarhzehnnten vieleicht noch verbreited, heute ist es Bestandteil des Freiluftmuseums Deutschland.

    Inefizent, asozial und Rückständig sind Augenscheinlich die drei Leitwerte der Unionspolitik. Kein Wunder das CDU/CSU dieses System verteidigen.

    Rückständig wie Familienbild und Moralvorstellungen in der CDU / CSU (unsere Familienministerin sei hier ausgenommen)

    Ineffizient wie unser zur Kleinstaterei ausufernder Förderalismus den gerade Unions-Ministerpräsidenten ohne unterlaß verteidigen und ausbauen (wollen).

    Asozial wie die hiesige Witschaftspolitik. wo nichts so wichtig ist wie jene zu entlasten die heute schon keine finanziellen Probleme haben.

    Kurz diese System passt so gut zur Unions-Politik das es ganz sicher bis zum bitteren Ende von ihr verteitigt wird.
    Die Kleinstaterei, pardon Förderaliemus, welcher gerade auf Treiben der Union ausgebaut wurde (Bildung ist nur noch Ländersache) wird bei der Verteitigung helfen.

  2. Vom Exkanzler Kohl stammt das Wort:“ Entscheidend ist, was hinten raus kommt“. Aus dem deutschen Bildungswesen kommen vornehmlich Abiturienten raus, die überwiegend brotlose Fächer studieren.
    Das sind: Jura, BWL, Soziologie, Politikwissenschaften, Psychologie , Anthropologie, Medienwissenschaften – oft dann endend in der Sackgasse der ewigen Praktikanten. Demgegenüber sind die „härteren“ Fächer der Natur- und Ingenieurwissenschaften in einer beklagenswerten Weise trotz günstiger Berufseinstiegschancen offensichtlich wenig gefragt.
    Vor über 400 Jahren schrieb Leonardo da Vinci in sein Tagebuch: „Wer die erhabene Gewissheit der Mathematik herabsetzt, der lebt von der Verworrenheit und wird den Widersprüchen der sophistischen Wissenschaften, durch die man nur das ewige Gezänk lernt, niemals Schweigen gebieten.“
    Es soll hier nicht eine Spitze gegen die Geisteswissenschaften losgelassen werden. Sie haben die Aufgabe den Kitt zu bilden, der die Gesellschaft maßgeblich kulturell formt und auch Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Tun sie es?
    . Hier geht es um die Proportionen: Mit einem derart mickrigen Anteil der aufstrebenden Intelligenz bei den Natur- und Ingenieurwissenschaften werden wir nicht die Zukunft gestalten können. Übrigens: Den USA geht es genauso. Bisher gleichen sie es aus, indem sie grüne Scheine drucken und in den Verkehr bringen und – solange es ihnen die Welt noch abnimmt – beste Köpfe aus aller Welt zusammenkaufen.
    . (Fakten dazu im neuerschienenen Buch Hirn: „Angriff aus Asien“)
    Es ist eben als eine der Chancen der Deutschen Wiedervereinigung aus gründen der ideologischen DDR-Phobie verpasst worden, das dortige Bildungssystem zu übernehmen. Charakterisiert war es durch u.a. : Vorschulaktivitäten im Kindergarten, geschlossene Durchgängigkeit bis zur 10 Klasse, Abzweigung ab 8. Klasse zur Oberschule, dort Zentralabitur (ohne „Abwahlmöglichkeit“ Fächer) mit 12 Schuljahren.
    (Anmerkung: Die Kanzlerin hat ihr Allgemeinwissen sicher nicht in den Kohlschen Kabinettssitzungen trainiert)
    (Unter Fachleuten ist auch unbestritten, dass die Skandinavier sich ehemals intensiv auf diesem Gebiet in der ehemaligen DDR umgesehen haben.)
    Dort gab es auch nicht die von den 68ern geprägte Lehrergeneration mit diversen esoterischen Komponenten: Technikfeindlichkeit, Zukunftsskepsis, antiautoritäre Erziehung, Ausdünnen der Naturwissenschaften, die uns noch weiterhin schwer auf die Füße fallen dürfte – siehe unsere eingangs genannte zukunftsgestaltende Proportion in der „Attraktivität“ der Studienfächer.
    Wenn jetzt PISA und auch der Uno –Experte Munoz einige Wahrheiten zelebrieren ist natürlich das große Aufjaulen da.
    Historischer Blick:
    Es wird kaum jemand bestreiten, dass das von Fr. v. Stein und Wilhelm von Humboldt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestaltete Bildungswesen den Grundstein für die späteren Erfolge Preußens und Deutschlands in der 2. Hälfte des Jahrhunderts gelegt hat: Siemens, Bosch, Benz, Diesel, Liebig, Lilienthal Koch und später die ganze Reihe der deutschen Nobelpreisträger. Saat und Ernte im Bildungswesen sind eben langwellig über Generationen.
    Die erstgenannten würden mit der Rotation der von ihnen erfundenen Maschinen im Grabe rotieren, sähen sie heute unser deutsches Bildungssystem.

    • Anonym
    • 22.03.2007 um 12:46 Uhr

    Die Kritik an der UN ist völlig berechtigt. Nicht weil sie die reale Schwäche des deutschen Bildungssystems kritisiert, sondern weil die Schlussfolgerungen tatsächlich nur geeignet sind ideologische Grabenkämpfe erneut anzufachen.

    Jahrzehntelang war das deutsche Biuldungssystem Vorbild in ganz Europa, wenn nicht sogar weltweit. Auch damals schon hatten andere Länder Gesamtschulen.
    Die Debatte auf die Organisationsformen zurückzuverlegen ist also blanker Nonsens! Dafür sind die Vorteile die ein Systemwechsel bringen könnte einfach viel zu gering.
    Was sich ändern muss ist die Denke!

    Das deutsche Bildungssystem leidet eher an einer Überakademisierung, zumindest wenn man von den traditionellen deutschen Vorstellungen über die Qualifikation von Akademikern ausgeht.
    Was wir erlebt haben ist eine Entwertung der praktischen Ausbildungsgänge zugunsten der Theoretischen.
    Wir haben also unsere klassische Stärke zugunsten einer Standespolitik aufgegeben und zahlen nun den Preis dafür.
    Statt die klassische Berufsausbildung zu Stärken wurde sie durch die sozialdemokratische Gleichheitspolitik abgewertet. Statt Qualität wurde Quantität und Status zum Maßstab aller Dinge. Galt Letzteres vor 68 nur als letzte Bastion für konservative bürgerliche Schichten als Privilegienschutz, wurde nicht dieser Schutz zerstört sondern die Qualität der praktischen Ausbildung, die erst dazu geführt hatte die klassische Bevorzugung in Frage stellen zu können, die das Bürgertum sich über die Gymnasien und Universitäten verschafft hat.
    Das Standesdenken blieb so erhalten, aberwitzige formale Anforderungen beherrschen heute den Arbeitsmarkt als Schutzzaun vor tüchtigeren Konkurrenten mit mehr Kreativität und weniger Konformität. Fleissige Theoretiker geben nun den Ton an, häufig ohne praktische Erfahrung oder der Befähigung zu begreifen, wie und was in der Praxis überhaupt sinnvoll umsetzbar ist, bzw. sogar ohne ethische Grundlagen (siehe Landesbank Berlin).
    Ausweniglernen ohne Begreifen führt dabei häufiger genauso zum Erfolg des Abschlusses, wie echte Befähigung.

    Das aktuelle Urteil eines deutschen Richters/in zur Ehescheidung beweist diese Entwicklung ebenfalls eindrucksvoll.
    Akademisiert, ideologisiert, standesgeschützt ohne Verständnis für Verfassung und Rechtssystem, aber offensichtlich keine Ahnung, wie das erlernte Wissen anzuwenden ist.

  3. 5.

    Klar galt das deutsche Bildungssystem jahrelang als Vorbild. Aber eben das ostdeutsche und nicht das westdeutsche. Jeder Schüler, jeder Lehrer und jeder Arbeitgeber weiss, das Hauptschüler nicht zum Müllraustragen taugen. Deutschland zieht sich seine eigene Unterschicht herran. Aber das ist eh egal, weil das Land dank seiner kölnschen Subventionsmentalität eh völlig pleite ist.

  4. Dank an den Autor für die klaren Worte! Und Dank gilt auch den Bildungspolitikern für ihre Reaktion auf den UN-Report, denn durch sie erfährt die Welt, wie sich die Deutschen um ihre Kinder und ihre Zukunft sorgen und wie in Deutschland Bildungspolitik betrieben wird: ideologische Grabenkämpfe, Rechthaberei, Polemisierung, Besitzstandsesdenken, aber keine wirklichen Reformen prägen das armselige Bild. Und die Diffamierung des UN-Beauftragten weckt äußerst unangenehme Erinnerungen an Zeiten, die längst nicht überwunden sind. Aber getroffenen Hunde bellen bekanntlich; ändern wird sich dadurch allerdings nichts. Einmal, ein einziges Mal eine politische Persönlichkeit erleben, die nachdenkt und ihre Meinung revidiert, anstelle dieser endlosen erbärmlichen Versuche der Profilierung und Verschleierung!

  5. 7.

    'Wenn es Munoz wirklich darum ginge, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzulösen, könnte er nicht ausgerechnet das 'Homeschooling' vorschlagen, wodurch die Selektivität erst recht gefestigt würde, weil eine Durchmischung der sozialen Schichten im Klassenzimmer überhaupt nicht mehr stattfände.'

    Warum wird ausgerechnet dieser Satz aus dem ansonsten hier fast komplett zitierten FAZ-Kommentar unterschlagen? Weil an diesem und dem folgenden Satz die Argumentation hängt, dass ein kaum deutsch sprechender Beobachter, der für gut eine Woche Deutschland bereist und sporadisch mit artig ihre Sprüchlein aufsagenden Schülern zusammtrifft, sich auf dieser Basis kein Bild der deutschen Schullandschaft machen kann, das zu einem Urteil über sie berechtigte. Er hat halt nacherzählt, was ihm verschiedene Interessenverbände vorher gesteckt hatten - unter anderem eben ein gewisses Netzwerk Bildungsfreiheit, das sich für den häuslichen Unterricht einsetzt.

  6. Tatsächlich gibt es da wohl Grabenkämpfe... allerdings nimmt die Zeit mit dieser 'Presseschau' heftig daran Teil. Schade eigentlich, das war bisher nicht immer so.
    Als Teilnehmer des bösen dreigliedrigen Systems scheint es nicht im geringsten sinnvoll, Gesamtschulen einzurichten. Was soll das bringen? Wenn alle auf die selbe Schule gehen riecht das nicht nach automatisch besserer individueller Förderung, sondern eher nach dem System der Grundschulen: 5 langweilen sich, 5 kommen mit, 5 kämpfen und 5 haben längst abgehängt. Sehr sinnvoll.
    Besser wäre es, Haupt- und Realschulen aufzuwerten und vor allem an allen drei Schularten wesentlich bessere Lernbedingungen zu schaffen. Das fängt bei den Gebäuden an, geht über Innenausstattung, Sauberkeit bis hin zu Lernmitteln, Lehrpersonal (Klassenteiler!) und Sonderveranstaltungen. Erst wenn Schule sexy ist ist Schule attraktiv. Nur eine attraktive Schule bietet den Schülern das was sie brauchen und kann mehr vermitteln als jede Gesamt-Hauptschule.
    Ach ja: Das ostdeutsche Schulsystem war ja angebich so toll, zum Beispiel Vorbild für das amerikanische. Wenn die öffentlichen Schulen hier so aussehen und so wenig Bildung vermitteln wie die amerikanischen, werde ich meine Kinder vielleicht nach England oder Amerika auf eine Privatschule schicken, das ist dann zwar böse kapitalistisch und elitär, aber wenigstens bringts was.

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