Tod in der Zelle "Ich bedaure zutiefst"
Im Prozess um den qualvollen Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle haben die beiden Angeklagten die Vorwürfe im Wesentlichen bestritten.
Ein 46 Jahre alter damaliger Dienstgruppenleiter gab zu Prozessbeginn am Landgericht Dessau zwar zu, den Warnton des Rauchmelders der Gewahrsamzelle abgestellt zu haben. Er bestritt am Dienstag aber, sich nicht rechtzeitig auf den Weg zur Zelle begeben zu haben. "Nach dem Öffnen der Tür schlug uns schwarzer Qualm und beißender Rauch entgegen. Man konnte weder atmen noch was sehen, es ging nichts mehr", sagte der Angeklagte.
Der 21 Jahre alte Asylbewerber aus Sierra Leone war im Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau gestorben. Trotz Fesselung an Händen und Füßen soll er mit einem Feuerzeug einen Brand ausgelöst haben. Der damalige Dienstgruppenleiter soll den Rauchmelder ignoriert, sein Kollege zuvor ein Feuerzeug bei dem Afrikaner übersehen haben. Gutachter kamen zu dem Schluss, dass Jalloh noch leben könnte, wenn ihm rechtzeitig geholfen worden wäre. Der Afrikaner war festgenommen worden, weil er in alkoholisiertem Zustand Frauen belästigt und
Widerstand gegen Polizisten geleistet haben soll.
Der Dienstgruppenleiter entschuldigte sich zu Beginn des Prozesses: "Ich möchte sagen, dass ich zutiefst bedaure, das was am 15. Januar 2005 geschehen ist und dass es mir nicht vergönnt war, das Leben von Oury Jalloh zu retten." Sein ebenfalls angeklagter damaliger Kollege bestritt, ein Feuerzeug bei dem Opfer übersehen zu haben. Der ehemalige Leiter muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen verantworten, sein 44 Jahre alter Kollege wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen. Die Mutter des Opfers tritt als Nebenklägerin auf. Die Afrikanerin konnte den Prozess nur unter äußersten psychischen Anstrengungen verfolgen. Sie wurde von Weinkrämpfen geschüttelt.
Die Anwälte der Frau bezeichneten die Anklageschrift als eine Hypothese, da für sie unklar ist, wie der an Armen und Beinen gefesselte Asylbewerber das Feuer entzünden konnte. Oberstaatsanwalt Christian Preissner sagte: "Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er das Feuer entzündet hat, aber nicht, dass er an sich selbst Feuer gelegt hat. Das wäre absurd."
- Datum 27.03.2007 - 06:46 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Es ist mir unverständlich, wie eine Anklagebehörde davon ausgehen kann, dass ein an Händen und Füssen gefesselter Häftling in der Lage sein könnte eine schwer entflammbare Matratze zu entzünden? Vielleicht glaubt die zuständige Staatsanwaltschaft ja an Voodozauber.
Zwischen den Zeilen lesend läßt die ganze Farce nur eine logische und rationale Erklärung zu: Es wird versucht den Anschein eines Prozesses zu erwecken, der fair ist und die Angeklagten zur Rechenschaft zieht.
Dies wird aber nicht klappen, weil zwischen Unterlassung von Hilfeleistung und dem als wahrscheinlich anzunehmenden Tathergang wohl Welten liegen dürften! - Oder hat das Opfer sich das Nasenbein auch selbst gebrochen???
Wie das gehen soll?Nichts ist in der ehemaligen DDR unmöglich!
Walasse schreibt: 'Rassismus hin oder her, der Mann war betrunken, hat Frauen angemacht und kam ins Gewahrsam. Das ist richtig so.' - Bestreitet das irgend-jemand? Was also soll die Passage uns sagen?
Und er schreibt: 'Afrikaner sind dafuer bekannt, dass sie Frauen anmachen und noch mehr.' - Sind sie das? Da wuesste man gerne mehr? Hast du ein paar Zahlen?
Und: 'Jetzt ist ein Unglueck geschehen und auf einmal sind die Deutschen wieder Schuld an allem.' - Sagt irgendjemand, dass 'die Deutschen' schuld sind? Oder geht es um die Frage, ob konkrete Personen (vielleicht die Polizisten, vielleicht nicht) schuld sind?
Und: 'Die Polizei braucht unserer Unterstuetzung und nicht unsere Kritik.' - Auch, wenn sie Gefangene verbrennt (oder verbrennen laesst)?
Fazit: Thema verfehlt und zum falschen Thema nur Stuss geschrieben. Setzen, sechs.
In der FAZ liest sich das ein wenig anders, aber wenn es um die Konstellation Ausländer - Deutscher geht, lässt die Zeit auch schon gerne mal was weg (s. a. Ermyas M.). Von Berichten über Verdachtsmomente in umgekehrter Reihenfolge ganz zu schweigen.
Man stelle sich vor, der arme Mensch, der hier verbrannt ist, wäre kein Ausländer, der Bericht würde mit Sicherheit nicht auf den Titel der Zeit kommen. Ebenso wenig, wie wenige Tage nach den Vorfall mit Ermyas M., der Fall eines Angolaners, der von einer Gruppe Türken halbtot geschlagen wurde, es in die Zeit geschafft hat. Im Schwesterblatt Tagesspiegel, wird denn auch, der Lokalcharakter verlangt es wohl, wenigstens über die immer schwächer werdenden Anklagepunkte im Fall Ermyas M. berichtet. Die Zeit schweigt sich aus. Ein ganzes Land unter Verdacht zu stellen, das machte sich gut auf den Titelseiten, korrigieren muss man sich dann nicht...
Wie läuft das ab in der Redaktionssitzung, wurden folgende Möglichkeiten nach Sensations-, Moral - und Geißelungspotential durchgespielt:
a.) unglücklicher Unfall eines Betrunkenen
b.) unglaubwürdiger Tathergang, latent rassistisches Potential unterstellen
c.) Aufmacher für die Asylpolitik: Abschiebung so gefürchtet, dass Mann sich selbst entzündete => sofort jegliche Abschiebung als unmenschlich unterbinden?
Man hat sich also für Variante b.) entschieden. Das passte scheinbar am besten in die Stringenz der Zeit.
Übrigens hat sogar die Bild am Montag mehr Mut zur Wahrheit als die Zeit, vor allem im Fall Ermyas M.:
' Attacke auf Ermyas Mulugeta: Der Widerspruch zwischen Kopfmensch und 'Schweinesau' '
http://www.spiegel.de/pan...
Ich denke so langsam, dass der Rassismus in Deutschland tatsächlich täglich zelebriert wird. Und zwar von den Medien an den Deutschen.
Guten Tag!
In der FAZ liest sich das ein wenig anders, aber wenn es um die Konstellation Ausländer - Deutscher geht, lässt die Zeit auch schon gerne mal was weg (s. a. Ermyas M.). Von Berichten über Verdachtsmomente in umgekehrter Reihenfolge ganz zu schweigen.
Man stelle sich vor, der arme Mensch, der hier verbrannt ist, wäre kein Ausländer, der Bericht würde mit Sicherheit nicht auf den Titel der Zeit kommen. Ebenso wenig, wie wenige Tage nach den Vorfall mit Ermyas M., der Fall eines Angolaners, der von einer Gruppe Türken halbtot geschlagen wurde, es in die Zeit geschafft hat. Im Schwesterblatt Tagesspiegel, wird denn auch, der Lokalcharakter verlangt es wohl, wenigstens über die immer schwächer werdenden Anklagepunkte im Fall Ermyas M. berichtet. Die Zeit schweigt sich aus. Ein ganzes Land unter Verdacht zu stellen, das machte sich gut auf den Titelseiten, korrigieren muss man sich dann nicht...
Wie läuft das ab in der Redaktionssitzung, wurden folgende Möglichkeiten nach Sensations-, Moral - und Geißelungspotential durchgespielt:
a.) unglücklicher Unfall eines Betrunkenen
b.) unglaubwürdiger Tathergang, latent rassistisches Potential unterstellen
c.) Aufmacher für die Asylpolitik: Abschiebung so gefürchtet, dass Mann sich selbst entzündete => sofort jegliche Abschiebung als unmenschlich unterbinden?
Man hat sich also für Variante b.) entschieden. Das passte scheinbar am besten in die Stringenz der Zeit.
Übrigens hat sogar die Bild am Montag mehr Mut zur Wahrheit als die Zeit, vor allem im Fall Ermyas M.:
' Attacke auf Ermyas Mulugeta: Der Widerspruch zwischen Kopfmensch und 'Schweinesau' '
http://www.spiegel.de/pan...
Ich denke so langsam, dass der Rassismus in Deutschland tatsächlich täglich zelebriert wird. Und zwar von den Medien an den Deutschen.
Guten Tag!
eine schöne Nachricht für die ZEIT. Nicht nur ein Asylbewerber ist auf grauenvolle Weise ums Leben gekommen, nein, sondern auch noch ein Schwarzer dazu, und, als das wäre das alles nicht schlimm genug, alles noch im Polizeigewahrsam.
Jetzt läuft die Empörungsmaschine unserer Presse richtig an. Heute morgen im ZDF-Morgenmagazin wurde bereits ausführlichst über den Fall berichtet.
Ja, das ist alles bitter.
Aber liebe ZEIT-Redaktion: Bitter finde ich auch die tagtäglichen Übergriffe von Migranten auf Deutsche mit Todesfolge, die es nie über die Lokalpresse hinaus schaffen.
Die es wohl nicht wert sind, dass darüber öffentlich berichtet wird.
[ da hat sich wohl jemand verbald ein bisschen vergallopiert, deshalb entfernt/ Redaktion]
'dass ein an Händen und Füssen gefesselter Häftling in der Lage sein könnte eine schwer entflammbare Matratze zu entzünden'
Schauen Sie sich bitte dieses Video an:
http://www.mdr.de/nachric...
Dort werden Sie sehen, dass die Fesselung nicht die volle Bewegungsunfähigkeit bedeutet.
'wahrscheinlich anzunehmenden Tathergang'
Sie unterstellen einen Mord?
Da muss ich tonkrit Recht geben. Der Tod des Afrikaners ist natuerlich eine Tragoedie, fuer alle. Aber warum war er festgenommen worden? Weil er Frauen belaestigte und betrunken war. Ist das die Schuld der Polizisten? Nein.
Als Deutsche muss man sich klarwerden, dass ein blutendes Herz fuer alle Auslaender ein Fehlschlag ist, [entfernt, sehr einseitige Sichtweise/ Redaktion]
Ich moechte schon, dass die Polizei auslaendische Maenner festnimmt, die Frauen belaestigen.
Die Polizei braucht unserer Unterstuetzung und nicht unsere Kritik.
[s.o.]
Wenn man Asyl beantragt und Sozialhilfe empfaengt, dann MUSS man sich an die Regeln halten, die Regeln des Landes und nicht die eines obskuren afrikanischen Staates in dem der Islam herrscht.
Rassismus hin oder her, der Mann war betrunken, hat Frauen angemacht und kam ins Gewahrsam. Das ist richtig so.
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