Großbritannien - Iran Diplomatische Offensive

Nach dem tagelangen Tauziehen um die 15 britischen Gefangenen in Iran schlägt Premierminister Tony Blair Teheran direkte Gespräche zur Lösung des Konflikts vor.

Baldige Lösung des Konflikts? Iranische Medien unterstützen bisher die Hardliner der Regierung

Baldige Lösung des Konflikts? Iranische Medien unterstützen bisher die Hardliner der Regierung

London hatte am Dienstagabend neue Gespräche geführt, unter anderem direkt mit dem iranischen Spitzenpolitiker Ali Laridschani. Noch am Nachmittag hatte Blair Iran mit Härte gedroht, sollte Teheran nicht an einer diplomatischen Lösung interessiert sein.

Nach den Gesprächen vom Dienstagabend zeigte sich Blair jedoch optimistisch. «Auf dieser Grundlage ist der Premier der Ansicht, dass beide Seiten eine baldige Lösung in direkten Gesprächen anstreben», wurde seine Sprecherin von den britischen Medien zitiert. Blair habe
direkte, bilaterale Treffen vorgeschlagen und warte nunmehr auf die Antwort Teherans.

Wenige Stunden zuvor hatte die britische Außenministerin Margaret Beckett die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise mit Iran gedämpft. «Ich würde sie dringend bitten, vorsichtig zu sein, eine zügige Lösung zu erwarten», sagte sie. Die Ministerin bekräftigte, Großbritannien suche im Fall der 15 gefangenen britischen Soldaten keine militärische Auseinandersetzung mit Iran.

US-Präsident George W. Bush lehnte inzwischen einen Austausch der Briten gegen gefangene Iraner ab. Es dürfe keine solche Gegenleistung geben, sagte Bush. Ein Beamten des iranischen Außenministeriums hatte erklärt, Teheran verlange die Freilassung von fünf Iranern im Irak.
Dies würde «hilfreich» sein für die Freilassung der Briten. US-Truppen hatten die fünf Iraner im Januar im Irak festgenommen. Teheran behauptet, sie seien Diplomaten. Nach Darstellung der USA sind sie Mitglieder der Revolutionsgarden, die im Irak Aufständische unterstützten.

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Blair betonte den Wunsch nach einer baldigen Übereinkunft. Dafür könnten die Tage bis Ostern «entscheidend» sein. Unterhändler beider Seiten bemühten sich, konkrete Möglichkeiten und Bedingungen für eine Freilassung der 15 Marineangehörigen auszuloten, die am 23. März im
Mündungsgebiet des Schatt el Arab von iranischen Revolutionsgarden
festgenommen worden waren.

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Leser-Kommentare
  1. Die Anschuldigungen der 15 britischen Soldaten über das iranische Fernsehen gegenüber Blair und Bush bezüglich des schmutzigen Krieges haben Blair weichgekocht, die Iraner haben nun die Austrahlung für die westlichen Führungen peinlicher Auftritte vorerst gestoppt. Zwischen den westlichen Führungen und ihren Soldaten besteht eine Kluft, weil die Soldaten den verbrecherischen Charakter des Irak Feldzugs, und der Kriegsplanungen gegen Iraq noch am ehesten ermessen können. Gegen diese Videos waren alle Propaganda und hilflosen Erklärungsversuche machtlos mit denen wir zugemüllt werden. Mann muss diesen mutigen Soldaten wirklich dankbar sein und hoffen dass die nach ihrer Rückkehr nicht mundtot gemacht werden.

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