Erderwärmung

Widerstand der Sünder

Der neue Klimabericht der Vereinten Nationen stößt weltweit auf ein geteiltes Echo. Die größten Umweltsünder zeigen sich unbeeindruckt oder spielen auf Zeit - zum Beispiel Australien oder China

Der am Freitag veröffentlichte zweite Teil der Studie warnt vor immer mehr Hungersnöten in Afrika und Asien aufgrund der Erderwärmung. Außerdem drohe vielen dicht besiedelten Küstengebieten eine dauerhafte Überflutung durch den Anstieg des Meeresspiegels.

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Die Deutschen könnte der Klimawandel Milliarden kosten. Um die Erderwärmung noch zu stoppen, müssten die Industriestaaten ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent reduzieren, hat das Umweltbundesamt errechnet. In Deutschland seien dazu jährliche Investitionen von vier Milliarden Euro für erneuerbare Energien und Wärmedämmung erforderlich, sagte Behördenchef Andreas Troge der Bild am Sonntag . Würde jedoch nichts gegen die drohende Klimakatastrophe unternommen, kämen auf die Bundesrepublik in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Kosten von mindestens 100 Milliarden Euro im Jahr zu.

Moderne Kraftwerke, energiesparende Autos und besser gedämmte Gebäude sollen zum Abwenden der Klimagefahren beitragen. Entsprechende Pläne der Bundesregierung reichen nach Ansicht von Kritikern aber nicht aus. Der frühere Umweltminister und Chef des UN-Klimaprogramms, Klaus Töpfer, kritisierte in der Welt am Sonntag einen "erheblichen Widerspruch zwischen Anspruch und Handeln" in der deutschen Klimapolitik. Mit durchschnittlich zehn Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erzeuge jeder Deutsche zwar nur halb so viel klimaschädliche Gase wie ein Amerikaner. Dennoch gehöre Deutschland zu den Staaten mit dem höchsten Ausstoß an Klimakillern.

Nach Ansicht von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) muss die internationale Gemeinschaft wegen des Klimawandels ihre Hilfen für die Entwicklungsländer ausweiten. In Deutschland selbst müsse außer über einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß auch über Maßnahmen nachgedacht werden, um den künftigen veränderten Lebensbedingungen zu begegnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, "möglichst alle Staaten in die Verantwortung für den Klimaschutz einzubinden". Sie werde das Thema auch beim G-8-Gipfel im Juni ansprechen, sagte sie der Süddeutschen Zeitung .

Anhaltender Widerstand zeichnet sich in den USA, China und Australien ab. China - nach den USA der zweitgrößte CO2-Produzent auf der Welt - will sich offenbar erst von 2013 an aktiv an den Gesprächen für ein internationales Rahmenwerk zur Bekämpfung der Klimaerwärmung beteiligen. Das Riesenreich ist wie Indien und zahlreiche Entwicklungsländer von den Auflagen zur Verringerung der Treibhausgase im Kyoto-Protokoll ausgenommen. Unbeeindruckt vom Klimabericht zeigte sich auch Australien als einer der größten Umweltsünder im pazifischen Raum. Premierminister John Howard sah in dem Bericht "wenig Neues" und bekräftigte das Nein seiner Regierung zum Kyoto-Protokoll.

 
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Leser-Kommentare

  1. ... zur CO2 - Klimaerwärmungsthese. Es zeigt welcher Bär uns hier aufgebunden werden soll. Am Anfang ist er noch klein, aber irgendwann wird uns der Ökowahn ebenso erdrücken wie der Hexenwahn im Mittelalter.

    Fakt ist dass während der Warmzeiten in den letzten 100.000 Jahren der Wasserspiegel bis zu 150 Meter höher stand als heute. Und während dieser Warmzeiten war der CO2-Gehalt der Luft DEUTLICH NIEDRIGER ALS HEUTE. Warmzeiten kommen und gehen OHNE den EInfluß des Menschen.

    Es ist immer wieder das gleiche Muster. Wenn irgend ein Feindbild am Horizont auftaucht gibt es Gruppen die Kapital daraus schlagen will. Im Moment treten von der Solarmafia gesponsorte Ökofaschisten eine beispiellose ideologische Welle los. Wir sollten mal einen Blick darauf werfen wer an dem ganzen Ökoterror verdient.

    Wann wird es in Deutschland endlich wieder einmal eine Phase geben die man 'Aufklärung' nennt?

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