Second Life Die globale GalerieSeite 2/2
Doch auch Lipskys Avatar Filthy Fluno ist in der Szene aktiv und mittlerweile eine lokale Berühmtheit. Vor kurzem hat er die Künstlerkolonie „Artropolis“ gegründet, eine tropische Insel, auf deren überwucherten Hängen zehn Künstler aus der ganzen Welt leben und arbeiten. Über die Beziehung zu seinem Avatar sagt Lipsky: „Er hilft dabei, mich und meine Arbeit bekannter zu machen und mich zu vernetzen. Er ist Teil meiner Kunst, kein eigener Künstler.“ Lipsky ist weiß, sein Avatar hingegen ein dunkelhäutiger Hüne mit einem wilden Rastaschopf.
Für unbekannte Künstler mag Second Life eine Chance sein. Der zeitgenössischen Kunstszene war die virtuelle Kunst bislang trotzdem herzlich egal. Das ändert sich jetzt mit den italienischen Medienkünstlern Franco und Eva Mattes alias 0100101110101101.ORG . Sie sind, wie Dorfman, aus der wirklichen Kunstwelt hinzugezogen, ihre Arbeiten waren bereits auf wichtigen Ausstellungen wie der Biennale in Venedig oder der Manifesta zu sehen. Das Ehepaar Mattes hatte schon zuvor häufig im Internet gearbeitet. „Deswegen war es für uns ganz natürlich, nach Second Life zu gehen. Das Internet ist eine zweidimensionale, textbasierte Umgebung. Wenn wir selbst dort interessante Kunst schaffen konnten, dann erst recht in einer dreidimensionalen synthetischen Welt.“
Vor einem Jahr entdeckten sie die Plattform und entwickelten die Reihe
“13 Most Beautiful Avatars“
, die Porträts besonders gut designter Bewohner zeigt. Die Arbeiten wurden sowohl an der New Yorker
Columbia Universität
als auch bei
Ars Virtua
in Second Life ausgestellt. „Ein Avatar ist im Grunde schon ein Selbstportrait, denn es ist das Bild, das jemand von sich selbst schafft. Wir haben diese Selbstporträts nur dokumentiert,“ sagt Franco Mattes zu dem Projekt. Und dann benennt er gleich den wichtigsten Unterschied zwischen 0100101110101101.ORG und dem Großteil der Second Life Künstler: „Für uns ist Second Life ein Ort, um Kunst zu machen, nicht um sie zu verkaufen.“ Für sie liegt der Reiz vor allem in dem Spiel mit der Identität. „In unserer Arbeit als Künstler nehmen wir ständig neue Identitäten an, in der Vergangenheit haben wir uns schon als die
Nike Corporation
, des Europäische Parlament und der Vatikan ausgegeben. Im ersten Leben regen sich die Menschen darüber auf. In Second Life ist dagegen jeder gezwungen, sich eine falsche Identität zu schaffen. Das hat uns interessiert.“
Seit kurzem arbeiten sie an einem weiteren Projekt. Auf ihrer Privatinsel
Cosmos Island
in Second Life stellen sie bedeutende Performances der Kunstgeschichte nach. Den Anfang machte Valie Exports
„Tapp- und Tastkino“
. Derzeit setzen sie eine virtuelle Version der
7000 Eichen
um, Joseph Beuys’ Beitrag zur documenta 7. Für viele ein echter Aufreger, denn während Beuys damals auch an die Umwelt dachte, pflanzen die Mattes’ natürlich nur virtuelle Bäume – und die bauen bekanntlich kein CO2 ab. Der Kunstwelt gefällt es trotzdem. Und so werden sich demnächst vielleicht mehr Leute aus dem New Yorker Whitney Museum auch zu Ars Virtua verirren.
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- Datum 26.04.2007 - 12:49 Uhr
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Ich bin jetzts eit 3 Monaten begeistert im Second Life unterwegs.Eine virtuelle Welt, die es wert ist entdeckt zu werden..
Sachen einkaufen, Grundbesitzer werden und Zeugs verkaufen, alle Internet Vorteile, schön übersichtlich als eigene kleine Welt. Vergiss Ebay und co - das hier rockt richtig ;)
Letzte woche hab ich mir erstmal ein zuckersüßes 8500m² Environment gebaut und drin gewohnt- *hach* Unternehmen wie American Apparel helfen dabei das SL noch spannender und nützlicher zu machen.Ich warte jetzt nur noch drauf dass weitere kleinere (aber weitaus coolere und stylishere) Trend labels wie der Fugoshop, www.Fugoshop.com, auch anfangen kleine Läden in das Second Life zu bauen!
Eine Frau freut sich auf die kleinen FairTrade Trendsetter im Second Life!!
Sophia
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