Zoo Wien
Kaiserliche Exotik
Traditionsreich, aber nicht umumstritten: Die zoologische Schau in Österreichs Hauptstadt kämpfte lange Zeit ums tiergerechte Image Der Wiener Zoo darf sich rühmen, der älteste Tiergarten der Welt zu sein. Mitte des 18. Jahrhundertslässt Maria Theresia eine Menagerie in Schönbrunn errichten, 1752 ziehen die ersten Tiere ein: Elefanten, später auch Wölfe und Bären. Das Volk darf erst kurz vor dem Tod der Kaiserin zum Tiere gucken kommen, und das zunächst auch nur "ordentlich gekleidet". Die exotischen Tiere - bald holt man Eisbären, weitere Elefanten und Kangurus dazu - entwickeln sich schnell zu Lieblingen, insbesondere die erste Giraffe ist eine Sensation. Um das Wohlergehen der unfreiwilligen Schlossbewohner macht man sich allerdings erst gut 100 Jahre später Gedanken und räumt den Tieren mehr Bewegungsfreiheit ein. Nachdem der Traditionszoo zu Beginn der Sechziger Jahre erneut in die Kritik gerät, werden viele Teile des Tiergartens umgestaltet.
- Datum 11.09.2008 - 09:56 Uhr
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