USA Später Frust
Der ehemalige CIA-Chef George Tenet hat harsche Kritik an seinem früheren Kumpel George W. Bush geübt.
Der Tat des Abgangs: George Tenet kündigte am 3. Juni 2004 seinen Rücktritt als CIA-Chef an
Der frühere Chef des Geheimdienstes CIA, George Tenet, hat dem Weißen Haus hinterlistiges und unehrenhaftes Verhalten bei der Begründung des Irakkrieges vorgeworfen. Eine Äußerung, die er seinerzeit über vermutete Massenvernichtungswaffen im Irak gemacht habe, sei aus dem Zusammenhang gerissen und verzerrt wiedergegeben worden, um den Krieg zu rechtfertigen, sagte Tenet nach Angaben des Senders CBS vom Donnerstag in einem Interview. Das habe sein Ansehen und seine Karriere zerstört.
Der Ex-CIA-Direktor war vom Weißen Haus im Zuge des Irakkriegs immer wieder mit der Äußerung zitiert worden, die Existenz von Massenvernichtungswaffen sei eine «todsichere Sache». Tenet bestritt CBS zufolge in dem Interview nicht, dass er diesen Begriff benutzt habe. Er sagte aber, er habe sich damit nicht darauf bezogen, ob der Irak tatsächlich im Besitz solcher Waffen sei, an den die CIA geglaubt habe. Die Äußerung sei vielmehr in einem Zusammenhang mit Überlegungen gefallen, wie die Öffentlichkeit am besten von der Existenz überzeugt werden könne. Nachdem keine derartigen Waffen gefunden worden seien, sei die in einem Raum des Weißen Hauses vor einigen wenigen Anwesenden gefallene Äußerung in verzerrter Form der Washington Post zugespielt worden, die dann Ende Dezember 2002 darüber berichtete.
Diese «Enthüllung» sei gezielt darauf angelegt gewesen, ihn zu einem Sündenbock zu machen, beklagt sich Tenet CBS zufolge bitter. Wer die Quelle sei, wisse er nicht. «Es ist die verabscheuungswürdigste Sache, die mir jemals zugestoßen ist... Man wirft nicht einfach jemanden über Bord, um damit (von den wahren Vorgängen) abzulenken.» Am schlimmsten sei, dass diese Äußerung über Jahre immer wieder zitiert worden sei und immer noch zitiert werde, um die Kriegsentscheidung zu begründen - nach dem Motto: «Schaut euch diesen Idioten an, der uns (das) gesagt hat, und wir haben uns entschieden, in den Krieg zu ziehen...» Dabei seien die wichtigsten Beschlüsse zur Invasion schon lange vorher gefallen.
Tenet hatte im Juni 2004 seinen Rücktritt erklärt. Vorausgegangen war heftige Kritik an der CIA-Arbeit im Vorfeld des Irakkrieges und der Anschläge vom 11. September 2001. Das CBS-Interview soll am Sonntag ausgestrahlt werden.
- Datum 27.04.2007 - 13:06 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





... so sind es doch immer noch Ratten!
Die CIA ist eine kriminelle Organisation und ihre Leiter sind Verbrecher.
mit Antisemitismus gemein hat ist mir ein Raetsel!
Ueberhaupt bin ich es langsam leid, dass in Deutschland jegliche Kritik an Israel bzw. den USA sofort als Antisemitismus ausgelegt wird! Was soll das? Leben wir nicht in einem freien Land? Sehen unsere Gesellschaft nicht als halbwegs zivilisiert? Kann man nicht auch unangenehme Themen diskutieren ohne sich gleich gegenseitig in irgendwelche Schubladen zu stecken?
Ich werde Sie nicht melden, (bei mir macht man das wohl regelmaessig, sonst haette ich meinen ersten account unter GerhardStenkamp ja wohl nicht verloren, da ging es aber um den Islam, ist wohl was anderes)!
Menschen aber als 'Ratten' zu titulieren, das ist einfach nicht korrekt!
War Hitler eine Ratte?
Krank, OK, nach unseren heutigen Massstaeben, Verbrecher, OK, aber selbst den groesten Verbrecher darf ich nicht als 'Ratte' bezeichnen, sonst koennen wir gleich wieder die Todesstrafe einfuehren!
HansMeier, es ist ein schoener Sonntag:
besinne Dich!
auch nur ein kleingeistiges antisemitisches Hetzblatt ist?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren