Lügenlegende:
+ Flunkern
++ Leichte Lüge
+++ Mittlere Lüge
++++ Große Lüge

Herr Fiél, haben Sie ein Macho-Gen in sich?
Cristian Fiél: Nein, würde ich nicht sagen, nicht jeder Spanier ist ein Macho. (++)

Doch, alle.
Cristian Fiél: Ich bin kein Macho. (+++)

Setzen Sie sich beim Pinkeln hin?
Cristian Fiél: Zu Hause ja, auswärts nein. Zu Hause klappe ich immer runter, ist ja mein eigenes Klo.

Tempolimit einführen, ja oder nein?
Cristian Fiél: Natürlich nicht.

Sie fahren gerne schnell.
Cristian Fiél: Ja, ich fahre aber auch vorsichtig. Manchmal ist mir aber unverständlich, was die Leute da für Sachen machen - die Polizei, meine ich jetzt. Das mit den Tempolimits ist oft Geldmacherei. An manchen Stellen ist ein Limit angebracht, aber sicher nicht überall.

Mal mit der Polizei aneinandergeraten?
Cristian Fiél: Ja, zu schnell gefahren, und eine rote Ampel war auch mal dabei.

Wie viele Punkte in Flensburg?
Cristian Fiél: Sicher, aber ich weiß nicht wie viele.

Haben Sie Angst vor dem Klimawandel?
Cristian Fiél: Ich habe mir, um ehrlich zu sein, noch keine großen Gedanken darüber gemacht. Sollte ich aber bald mal tun. (+++)

Sie sind gerade Vater geworden.
Cristian Fiél: Ja, aber was soll ich machen? Ich werde es eh nicht ändern können. Aber Sie haben vollkommen recht. Man darf seine Augen vor solchen Sachen nicht verschließen.

Wie macht sich der Klimawandel denn in Aachen bemerkbar?
Cristian Fiél: Wenn ich es recht überlege, hat sich schon einiges geändert. Es ist wesentlich windiger geworden. Die Temperaturen schwanken teilweise extrem, und in diesem Winter hat es nur ein- oder zweimal geschneit. So, jetzt haben Sie es geschafft: Ich habe Angst.

Trainieren Sie jetzt immer in kurzen Hosen?
Cristian Fiél: Ich trainiere sowieso immer in kurzen Hosen, ob es schneit oder nicht.

Glauben wir Ihnen nicht.
Cristian Fiél: Stimmt aber! Bitte keine Fragen zum Klimawandel mehr.

Wir kommen später darauf zurück. Gibt es schwule Spieler in der Bundesliga?
Cristian Fiél: Ich bin ganz ehrlich: Das ist eine Frage, die mich auch sehr interessiert. Ich würde das wirklich gerne wissen. Es gibt bestimmt welche. Ich kenne aber keinen.

Wir kennen welche.
Cristian Fiél: Wie, echt jetzt?

Wir hatten kürzlich in RUND eine große Geschichte zum Thema.
Cristian Fiél: Ich erinnere mich. Nachdem die Geschichte erschienen war, wurde darüber auch bei uns im Mannschaftskreis gesprochen. Wer könnte es sein und so. Wie Fußballer halt sind: "Ach, du bist es bestimmt", aber eine ernste Diskussion war nicht dabei.

Welche Gesichtshälfte rasieren Sie zuerst?
Cristian Fiél: Weiß ich jetzt gar nicht - von unten nach oben, ob ich dann aber zuerst nach rechts oder links gehe? Von mir aus gesehen, links hinten, ja, von links hinten.

Wird der Fußball manchmal zu wichtig genommen?
Cristian Fiél: Auf jeden Fall.

Bitte erklären Sie.
Cristian Fiél: Ein Beispiel: Ein Exmitspieler von mir, ein guter Junge, der immer alles gibt. Doch 22.000 pfeifen den aus. Woher haben die das Recht dazu? Dann sagen manche: "Die haben ja auch Eintritt bezahlt." So geht das aber nicht. Entweder gehe ich nach Hause und sage: "Das war heute nichts." Oder ich gehe das nächste Mal gar nicht erst hin, weil es ja wieder sein könnte, dass jemand nicht so spielt, wie ich es mir vorstelle. (+)

Stellen Sie sich folgendes Angebot vor: Sie bekommen zwei Millionen netto im Jahr, wissen aber, dass Sie nur auf der Bank sitzen werden. Würden Sie annehmen?
Cristian Fiél: Zwei Millionen? Netto?

Geld oder Fußball spielen?
Cristian Fiél: Fußball ist mein Leben. Aber zwei Millionen! Was soll ich jetzt lange rumeiern? Wenn ich jetzt sage, ich will Fußball spielen, dann geht der Detektor kaputt. Also sage ich lieber die Wahrheit: Ich nehme das Geld. Wer das nicht macht, ist geisteskrank. Wir reden hier von zwei Millionen Euro!

Genau, und von einer Vertragslaufzeit, sagen wir: von vier Jahren.
Cristian Fiél: Alles klar, wo soll ich unterschreiben?

Was war der heftigste Schmerz, den Sie je empfunden haben?
Cristian Fiél: Nach meiner Blinddarmoperation, als ich das allererste Mal hochkommen wollte. Ich dachte, jetzt sterbe ich. Auch als meine Mandeln rausmussten, war es ähnlich schmerzhaft.