Sucht Gefahr AlltagsdrogeSeite 2/2

Dabei sieht sie vor allem zwei in der Pflicht: die Eltern und die Kommunen. Bätzing wünscht sich einerseits, dass Kindern ein „verantwortungsvoller Konsum“ vermittelt wird, und hofft andererseits auf die Gemeinden, die ihre Gastwirte kontrollieren und ihnen im Zweifel die Lizenz entziehen sollen. Deren Argument, man habe dazu weder Geld noch Personal, lässt sie nicht gelten. Sie glaube, dass sich solche Kontrollen "schnell refinanzieren würde.“ Immerhin seien bei Verstößen gegen das Gaststätten- und Jugendrecht Bußgelder bis zu 50.000 Euro möglich.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen sich die Regierung konkretere Ziele gesetzt hat. So soll bis 2008 die Zahl der jugendlichen Cannabis-Abhängigen von derzeit fünf auf drei Prozent gedrückt werden. Auch die Zahl der jugendlichen Raucher will man verringern. Beides vor allem durch sogenannte Tabakprävention. Also durch bereits beschlossene Gesetze wie den Nichtraucherschutz und das Werbeverbot.

Bätzings wichtigste Waffe im Kampf gegen Drogenkonsum jeder Art bleibt jedoch Aufklärung. So will sie mit einer Aktionswoche vom 14. bis 18. Juni „die Diskussion zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol in alle Lebensbereiche der Gesellschaft tragen“. Ob das helfen wird?. Schließlich ist nach Meinung des Geschäftsführers der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen der permanente Leistungsdruck in der Gesellschaft der Grund dafür, dass viele Menschen zu Suchtmitteln greifen. Sie erhoffen sich davon kurzfristig Entlastung. Der Konsum gelte als normal und notwendig, sagte Rolf Hüllinghors. „Daran muss gekratzt werden.“

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Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 03.05.2007 um 19:20 Uhr

    Nachdem klaeff ja schon die Besten erwähnt hat , kann ich dieses Thema dem Leser überlassen ...
    Zum Artikel ist einerseits zu sagen , dass diese Bedrohung nicht langsam als solche wahrgenommen wird : Gesundheitspolitikern , Drogenexperten und dem aufmerksamen Verfolger der deutschen Drogenpolitik ist diese Gefahr schon längst aufgefallen . Aber es lohnt sich einfach nicht , darüber zu schreiben . Schließlich hat man ja Cannabis , den Sündenbock Nr° 1 . Einfach von Zeit zu Zeit einige Lügen ( ich erinnere an die Mär vom Gen-Gras ) gestreut , hier den ' Cannabisexperten' Thomasius bei ner 'seriösen' Sendung wie den zdf.reportern auftauchen gelassen und schon hat man wieder den perfekten Dummen .

  1. Es gibt halt keine. Und gab bisher auch noch keinen einzigen. Das weiss auch der 'Drogenbeauftragte'. Offenbar geht es auch gar nicht darum medizinische oder soziale Gefährdungen einzelner Drogen zu berücksichtigen, sondern um primitivste Propaganda (und das auch noch im Schlepptau des WAR ON DRUGS der USA). Zum Kotzen. Jahr für Jahr.

    • klaeff
    • 03.05.2007 um 18:13 Uhr
    3. \N

    Die Linken haben Haschisch in den Taschen, die Emanzen Qualmen wie die Schlote und die Konservativen Saufen wie die Löcher. Von wem soll da der Nachwuchs besseres lernen?

    • Anonym
    • 04.05.2007 um 11:29 Uhr

    Wieder einmal soll der Bundesbürger von hirnrissigen Politikern vergewaltigt werden (Rauchverbot). Wenn ich den Statistiken (Bundesamt) glauben darf hat D. 82.000.000 Einwohner. Die Sterberate liegt bei 10.5 pro Jahr auf 1000 Menschen, also 861.000 Tote pro Jahr. Der Anteil der Raucher an der Bevölkerung beträgt 27%. Macht also 232.470 tote Raucher, gestorben sind aber nur 140.000. Dass unsere Gesundheitsministerin nicht rechnen kann liegt vielleicht an ihrer Intelligenz oder Ausbildung aber zur Bedienung eines simplen Taschenrechners sollte sie doch ausreichen.
    Ich selbst habe vor 12 Jahren aufgehört, 80 Gitanes am Tag waren mir zuviel.

  2. Meiner Meinung nach verschreiben die Aerzte einfach zu schnell irgendwelche Mittel ohne drauf zu achten dass viele davon abhaengig werden.

  3. ... Verarmung in den potentiellen Konsumentenkreisen geprägt. Die Preise für härtere Drogen können nicht mehr bezahlt werden. Eine Flasche Schnaps / ein paar Flaschen Bier sind sehr günstig im Vergleich zu harten Drogen und man wird nicht kriminell. Außerdem wird der Rausch sozial und nicht als Einzelgänger ausgelebt.
    Eine Alternative bietet der eigene Garten. Nicht nur Obst und Gemüse können hier billig angebaut werden. Ganz harte Typen beschäftigen sich mit Pilzkunde. Der Geruch von Klebstoff und Benzin soll auch wieder in sein.

    Was ich damit sagen will: Es gibt immer Mittel und Wege um sich zuzudröhnen. Stellen wir vielmehr die Frage warum so viele Jugendliche diesen Staat nur noch im Suff ertragen können.

  4. Tabak, Alkohol und Cannabis sind uralte Drogen die der Menschheit schon lange bekannt sind. Drogen sind ein Angebot der Natur. Auch Tiere nehmen hin und wieder mal Drogen zu sich, einfach weil es Spaß macht und einen kurzen Urlaub aus dem Alltag ermöglicht. Es gibt einen Tierfilm der zeigt wie sich Vögel und Säugetiere an überreifen Frücjten laben und anschließend betrunken durch die Gegend torkeln. Das eine Exemplare der Gattung Mensch diesen Drogen in Form von Sucht zum Opfer fallen liegt nicht an den Drogen sondern an unserer Gesellschaft. Vorgesehen von der Natur ist es jedenfalls nicht.
    Besonders Augefällig an der Drogenpolitik ist die Verfolgung von Minderheiten (z.B. Kiffer) die sogar mit Freiheitsentzug bestraft werden, während die Tabaklobby und vor allem aber die Getränkeindustrie unangetastet bleiben. Ein Werbeverbot für Hasch würde jeder Kiffer akzeptieren wenn er dafür aus der illegalität herausgeholt würde. Aber ein Werbeverbot für Alkohol ist nicht möglich. Da setzt man auf 'den guten Willen' der entsprechenden Industrie. Damit wird beim Suff der Bock zum Gärtner gemacht. Die Zahlen der Toten sprechen ebenfalls für sich. Wenn von den Drogentoten gesprochen wird sind alle Drogen zusammen gemeint die nicht Alkohol, Tabak oder Tabletten sind. Die Zahl liegt weit unter 2000. Die Zahl der Alkoholtoten etwa 10 mal so hoch und die der Krebstoten durch Tabak etwa 50 mal so hoch. Aber niemand bekommt den Führerschein entzogen wegen 'unzuverlässigkeit' der einen Kasten Bier transportiert, oder ein Päckchen Zigaretten zieht. Wohl aber jemand der beim Kiffen erwischt wird oder nur etwas Hasch bei sich trägt, wobei Cannabis eigentlich ein homöopatisches weil rein pflanzliches Mittel ist. Ein Blick über den Tellerrand z.B. nach den Niederlanden könnte unseren Politikern die Augen öffnen, aber diese ruhen stehts mit festen Blick auf den Vorurteilen und dem nächsten Wahlerfolg. Die Beratungsresistenz unserer bisherigen Regierungen in Punkto weiche Drogen spricht Bände. Und die Presse die ja zur Aufklärung beitragen könnte, tut dies nicht da sie meinungsgleichgeschaltet die immer gleichen Phrasen der Politiker bis zum Erbrechen wiederholt. Verbreitung von Fehlinformation und dies mit ständiger Wiederholung: das nennt man Propaganda
    Nebenbei sei erinnert das seit 10 Jahren bereits Cannabis-Konsumenten jedes Jahr für die Entkriminalisierung friedlich demonstrieren, jedoch ohne Erfolg. Sie werden jedesmal sogar anschließend von einigen unseren Politiker wie z.B. Beckstein aufs übelste beschimpft. Wer sich wirklich seriös informieren und nicht die verlogenen Phrasen der Drogenbeauftragten dreschen will sollte man nach 'Cannabis' im Internet suchen. Man ist erstaunt welch vielen seriösen Artikeln man dort begegnet, anders als das seichte Gewäsch der Presse die selbst nix richtig weis. Aber ich will nicht nur meckern, wie es mir immer wieder vorgeworfen wird:
    Was ist zu tun?
    1. völlige Überarbeitung des BTMG (Betäubungsmittelgesetz)
    2. Freigabe aller weicher Drogen an über 18 jährige, allerdings Verbot des Konsums in der Öffentlichkeit.
    3. Besteuerung der weichen Drogen, so wie bei Tabak und Alkohol um Aufklärung, Forschung und Therapien finanzieren zu können.
    4. Freilassung aller wegen BTM -Vergehen inhaftierten Menschen, dadurch nochmals Spareffekt der für die Maßnahmen unter Pkt. 3 genutzt werden könnte.
    5. Einführung von Qualitätskontrolle so wie bei Tabak und Alkohol

    • Anonym
    • 03.05.2007 um 19:23 Uhr

    Andererseits muss ich kb26919 zustimmen : Ärzte sind schnell , wenn es um das Verschreiben von Benzos oder Morphinderivaten geht . Ist der Patient dann noch privat versichert : Gute Nacht .

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