Mit einem versöhnlichen WM-Abschied ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Olympiade 2010 in Vancouver einen Schritt näher gekommen. Die DEB-Auswahl gewann nach dem verpassten Viertelfinale am Montag ihr letztes Zwischenrundenspiel mit 6:5 (3:2, 1:2, 2:1) gegen Weißrussland. Damit belegt das vor zwei Jahren noch abgestiegene Team in der Endabrechnung nun den neunten Platz der Weltmeisterschaft. «Das ist ein Riesenerfolg. Das Viertelfinale wäre eine Sensation gewesen», bilanzierte Bundestrainer Uwe Krupp. Der deutsche Eishockey-Spieler Aleksander Polaczek unterliegt in dieser Szene dem Weißrussen Aliaksei Strakhov© Dima Korotayev/Bongarts/Getty Images

In der Weltrangliste verbessert sich Deutschland um einen Platz auf Rang elf und hat noch die kleine Chance, im kommenden Jahr mit einer guten WM in Kanada an Lettland und Weißrussland vorbeizuziehen: Die ersten Neun nach der WM 2008 sind dann direkt für das Olympia-Turnier in Vancouver qualifiziert. Die übrigen drei Plätze werden 2009 in Qualifikations-Turnieren ausgespielt.

Anders als gegen Weißrussland konnte die deutsche Mannschaft am Samstag beim 0:3 gegen die USA nicht überzeugen. Nach dieser dritten Turnierniederlage war der Einzug unter die letzten Acht nicht mehr ohne fremde Hilfe zu schaffen gewesen. Diese blieb am Sonntagabend jedoch aus: Vizeweltmeister Tschechien holte gegen Rekordchampion Kanada mit Mühe und Not den erforderlichen Punkt.

Das deutsche Team will den Blick nun nach vorn richten. Kapitän Daniel Kreutzer hat ehrgeizige Ziele: "Wir müssen wieder da hin, wo wir mal waren - an Platz acht schnuppern und ins Viertelfinale kommen." Das war von 2001 bis 2003 drei Mal in Serie gelungen. Der US-Trainer Mike Sullivan hatte nach dem verdienten Erfolg der Amerikaner das junge deutsche Team ein wenig gönnerhaft gelobt: "Sie haben einigen Spitzenmannschaften das Leben schwer gemacht, das erging uns nicht anders. Sie haben ein sehr gutes Konterspiel."

Die Eishockey-Weltmeisterschaft endet am Sonntag. Aus der deutschen Gruppe kamen mit Kanada, den USA sowie Tschechien und Slowakei alle Favoriten weiter. In der anderen Gruppe war schon am Samstag alles klar: Gastgeber Russland, Schweden, Finnland und nach einjähriger Pause die Schweiz stehen am Mittwoch und Donnerstag unter den letzten Acht.