Afghanistan Weitere Tote nach Attentat

Ein neuer Anschlag im Süden Afghanistans hat am Sonntag sechs Zivilisten in den Tod gerissen

Nur einen Tag, nach dem der Selbstmordanschlag auf die Bundeswehr drei Deutsche tötete, hat sich ein Selbstmordattentäter in der südostafghanischen Provinz Paktia in die Luft gesprengt. Das Attentat kostete mindestens ein halbes Dutzend Menschen das Leben.

32 Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter am Sonntag im Zentrum der Provinzhauptstadt Gardes in die Luft sprengte, sagte Paktias Polizeichef Abdul Rahman Sarjang.

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Sieben der Verletzten schwebten in Lebensgefahr. Die Gesichtszüge des etwa 18 Jahre alten Attentäters wirkten wie die eines Arabers, sagte Sarjang. Am Samstag waren bei einem Anschlag der Taliban auf die Bundeswehr in der nordafghanischen Stadt Kundus drei deutsche Soldaten und fünf Zivilisten gestorben.

Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte am Sonntag mit, in der Nacht zuvor sei bei einem Luftangriff «eine bedeutende Anzahl von Taliban-Extremistenführern» getötet worden.

Die Versammlung der Anführer sei in einem entlegenen Gebiet fernab von jeder Siedlung angegriffen worden. Vor gut einer Woche hatten US-Truppen den «Militärchef» der Taliban, Mullah Dadullah, getötet. Bei schweren Gefechten sind in den vergangenen Tagen mehr als 100 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban ums Leben gekommen.

Allein in der südostafghanischen Provinz Paktia starben nach offiziellen afghanischen Angaben vom Samstag mehr als 70 Rebellen.

 
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