Filmfestival Mungiu gewinnt Goldene Palme
Die Jury von Cannes zeichnet erstmals einen Rumänen für den besten Film aus. Fatih Akins Beitrag erhält den Preis für das beste Drehbuch
Die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes geht nicht, wie erhofft, nach Deutschland, sondern an den rumänischen Filmemacher Cristian Mungiu. Er erhielt den Hauptpreis der 60. Filmfestspiele am Sonntagabend für sein Drama «4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage».
Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin ging jedoch nicht leer aus. Nach großem Lob aus den Reihen der Kritiker erhielt Akin für seinen Ensemblefilm «Auf der anderen Seite» den Preis für das beste Drehbuch. Auch die Ökumenische Jury würdigte den 33 Jahre alten Hamburger mit ihrer Auszeichnung.
Der Große Preis des Festivals ging an die japanische Regisseurin Naomi Kawase für «Mogari no mori» (Der Trauerwald). Die Auszeichnung als bester Regisseur bekam der New Yorker Künstler Julian Schnabel («Le scaphandre et le papillon»). Die Koreanerin Jeon Do-yeon («Secret Sunshine») und der Russe Konstantin Lawronenko («Izgnanie») wurden als beste Darsteller geehrt.
Einen Spezialpreis zum 60. Geburtstag des Festivals gab es für den Amerikaner Gus Van Sant, der in diesem Jahr mit «Paranoid Park» im Wettbewerb war. Die Camera d'or (Goldene Kamera) für den besten Erstlingsfilm ging an den Israeli Etgar Keret.
- Datum 28.05.2007 - 03:02 Uhr
- Quelle ZEIT online
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