3,8 Millionen Menschen waren im Mai in Deutschland als erwerbslos gemeldet. Das sind 161.000 Menschen weniger als vor einem Monat und 732.000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Zahlen gab die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstagvormittag in Nürnberg bekannt. Die Arbeitslosenquote ging demnach um 0,4 Punkte auf 9,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,9 Prozent gelegen.

Gründe dafür sind die stabile Konjunktur, aber auch der saisonübliche Frühjahrsaufschwung. Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, zeichnete ein rundweg positives Bild von der derzeitigen Lage auf dem Arbeitsmarkt: "Das Beschäftigungswachstum hält an, und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf sehr hohem Niveau."

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April mit 39,28 Millionen um 539.000 über Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Jahresvergleich um 618.000 auf 26,56 Millionen im März. Im Mai waren bei den Agenturen für Arbeit bundesweit 643.000 offene Stellen gemeldet. Das waren 77.000 mehr als vor zwölf Monaten.

Bereits im April hatte der Konjunkturaufschwung die Zahl der Arbeitslosen erstmals in diesem Jahr unter die Vier-Millionen-Marke gedrückt. Vor einem Monat waren 3.967.000 Menschen ohne Arbeit; dies war der niedrigste Wert seit Oktober 2002.