Raketenabwehr "Der Kalte Krieg ist vorbei"
US-Präsident Bush hat den russischen Staatschef Putin zur Zusammenarbeit aufgefordert, Russland sei kein Feind der USA
Unmittelbar vor dem G8-Gipfel hat US-Präsident George W. Bush die Wogen im Streit um den geplanten Raketenschild in Osteuropa zu glätten versucht. Bush lud den russischen Staatschef Wladimir Putin bei einem Besuch in Prag am Dienstag zur Zusammenarbeit ein und versicherte ihm, die USA betrachteten Russland nicht als Feind. Putin hat den Streit jüngst mit der Drohung verschärft, russische Raketen wieder auf Ziele in Europa auszurichten. Am Dienstagabend wurde Bush in Heiligendamm erwartet, wo am Mittwoch der Gipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands beginnt.
"Meine Botschaft ist: Sie sollten das Raketenabwehrsystem nicht fürchten, sondern damit kooperieren", sagte Bush zum Auftakt seiner achttägigen Europareise in der tschechischen Hauptstadt. Der Raketenschild sei eine "rein defensive Maßnahme" und ziele nicht gegen Russland, bekräftigte Bush. Der russische Außenminister Sergej Lawrow mahnte, sich auf die echten Bedrohungen zu konzentrieren. "Wir sollten alle gemeinsam gegen echte, nicht hypothetische Gefahren kämpfen", sagte er am Rande einer Konferenz in Südkorea. Dazu sei seine Regierung bereit.
Teile des Schildes sollen in Tschechien und Polen aufgebaut werden. Damit wollen die USA vor allem Raketenangriffe Irans und Nordkoreas abfangen. Putin hat die Regierung in Washington aber im Verdacht, Russland mit dem System schwächen zu wollen. Der Konflikt überlagert das G8-Treffen, das sich vor allem mit den Themen Klimaschutz und Armutsbekämpfung befassen soll.
"Der Kalte Krieg ist vorbei", betonte Bush nach Gesprächen mit dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus und Regierungschef Mirek Topolanek. "Das tschechische Volk muss nicht entscheiden, ob es ein Freund der USA oder ein Freund Russlands sein will. Sie können beides sein."
Deutsche Abgeordnete äußerten unterdessen Unverständnis für Putins scharfe Reaktionen. Die Regierung in Moskau kaschiere damit ihre eigenen Aufrüstungspläne, sagte Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, dem Deutschlandradio Kultur. Man dürfe sich aber von dem Säbelrasseln aus Moskau nicht beeindrucken lassen. Das US-System könne keine russischen Raketen abfangen, betonte der CDU-Außenexperte und Europa-Abgeordnete Elmar Brok im NDR.
Tschechien war die erste Station auf Bushs Europa-Reise. Hier soll für den geplanten Abwehrschild eine Radaranlage gebaut werden. Nach dem Gipfeltreffen an der Ostsee plant Bush Reisen nach Polen, wo Abwehrraketen stationiert werden sollen, sowie Italien, Bulgarien und Albanien. Am Samstag wird er von Papst Benedikt XVI. empfangen.
- Datum 05.06.2007 - 10:25 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Mit seiner Drohung, die russischen Raketen auf Europa zu richten, hat Putin zugegeben, dass sie existieren und damit Bush neue Munition für die europäische Verteidigungsstrategie gegeben.
Was gibt es denn da zuzugeben??? Es ist allgemein bekannt, dass Russland seit vielen Jahrzehnten über hunderte von Interkontinentalraketen verfügt. Schon mal was von der Kubakrise oder dem NATO-Doppelbeschluss gehört?
Ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa hat ja wohl überhaupt nichts mit einer (im übrigen nicht existierenden) europäischen Verteidigungsstrategie zu tun, sondern eher mit amerikanischen Offensivstrategien. Da dieses System eventuelle Gegenschläge vereiteln könnte, wären demzufolge auch die Hemmungen, einen Angriffskrieg zu führen, viel geringer.
Das System ist übrigens technisch und geografisch dafür ausgelegt, den amerikanischen Kontinent zu verteidigen, es heißt ja auch NMD, National Missile Defense, wobei die Betonung auf "National" liegt.
Was gibt es denn da zuzugeben??? Es ist allgemein bekannt, dass Russland seit vielen Jahrzehnten über hunderte von Interkontinentalraketen verfügt. Schon mal was von der Kubakrise oder dem NATO-Doppelbeschluss gehört?
Ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa hat ja wohl überhaupt nichts mit einer (im übrigen nicht existierenden) europäischen Verteidigungsstrategie zu tun, sondern eher mit amerikanischen Offensivstrategien. Da dieses System eventuelle Gegenschläge vereiteln könnte, wären demzufolge auch die Hemmungen, einen Angriffskrieg zu führen, viel geringer.
Das System ist übrigens technisch und geografisch dafür ausgelegt, den amerikanischen Kontinent zu verteidigen, es heißt ja auch NMD, National Missile Defense, wobei die Betonung auf "National" liegt.
Was gibt es denn da zuzugeben??? Es ist allgemein bekannt, dass Russland seit vielen Jahrzehnten über hunderte von Interkontinentalraketen verfügt. Schon mal was von der Kubakrise oder dem NATO-Doppelbeschluss gehört?
Ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa hat ja wohl überhaupt nichts mit einer (im übrigen nicht existierenden) europäischen Verteidigungsstrategie zu tun, sondern eher mit amerikanischen Offensivstrategien. Da dieses System eventuelle Gegenschläge vereiteln könnte, wären demzufolge auch die Hemmungen, einen Angriffskrieg zu führen, viel geringer.
Das System ist übrigens technisch und geografisch dafür ausgelegt, den amerikanischen Kontinent zu verteidigen, es heißt ja auch NMD, National Missile Defense, wobei die Betonung auf "National" liegt.
Er hat die Welt in den Irakkrieg hineingelogen. Russland wurde schon 2 mal breitflächig angegriffen, nicht nur von den Europäern sondern sehr oft auch von den Asiaten. Ausserdem besitzt es das was die welt am Eifrigsten braucht Bodenschätze.
Dass Putin reagiert finde ich normal, dann immerhin weiss jeder wo er dran ist.
Und dass die USA sich jemals an etwas gehalten haben glauben auf dieser Welt nur die kleinen Kinder. Fragen sie mal wieviele Sperrgebiet es in den USA so gibt. Und was da alles experimentiert wird, fragen sie auch mal ob Plutonium wandert, Waffentauglisches meine ich: Ja erwieserweise in der Arizonawüste.
Russland hat als erste Nation auf diesem Erdboden Recht sich zu verteidigen. Pinnocchio wird abgewählt und wenn er sagt mein Freund Putin weiss jeder Russe dass bei solchen Freunden, Feinde überflüssig sind.
Es ist ja immerhin ein Fortschritt, denn seit es A Bomben gibt, war kein Krieg mehr in Europa zu Hause.
der erste WK, die englischen amerikanischen Invasionsversuche , der WKII , der kalte Krieg , und die heutigen Subversions und Terroranschläge zu Russlands destabilisierung sind im Grunde immer ein und derselbe Krieg und der gleiche Versuch den eurassischen Kontinent in Krisen und Spannungen zu stürzen.
Wann wird es auch den Zeit-Redakteuren klar, dass Bush ein Lügner ist? Wäre ich noch Zeit-Abonnent, würde ich spätestens jetzt abbestellen. Ich habe wirklich kein Geld übrig für amerikanische Propaganda. Mir scheint, dass das "Neue Deutschland" Russland kritischer gegenüber steht als "Die Zeit" den USA.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion sah es einige Jahre so aus, als ob die USA nicht mehr wüssten wo man ein neues Feindbild her nehmen sollte. China wurde kurz-zeitig versucht, aber offensichtlich sind die Wirtschaftsbeziehungen zu wichtig geworden. Da ist es schon besser, wieder zum alten Feindbild zurück zu kehren - besonders da sich in letzter Zeit gezeigt hat, dass Russland sich weder besonders "demokratisch" (nach westlichen Vorstellungen) noch ökonomisch willfährig zu entwickeln scheint (Ostsee-Pipeline; Kaukasus-Pipeline). Und irgendeine Begründung für die steigenden Ausgaben für Rüstung muss man ja anbieten, den Irak und Nordkorea reichen dafür nicht aus.
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