Der Absturzort liegt in der Provinz Helmand. Hier liefern sich Taliban-Kämpfer seit Monaten schon  schwere Gefechte mit US-geführten Koalitionstruppen und der Isaf. In dem Abschussgebiet liegt ein wichtiger Staudamm. Die Region, in der besonders viele Briten stationiert sind, gilt als "Unruheprovinz". Nach Angaben der Isaf stürzte der Hubschrauber gegen 21 Uhr Ortszeit im Distrikt Kajaki ab.

Zu dem Angriff bekannten sich Presseberichten zufolge die radikal-islamischen Taliban. Taliban-Sprecher Qari Mohammad Yousif Ahmadi sagte am Donnerstag: "Um 21.10 Uhr gestern Abend haben unsere Mudschaheddin einen Chinook-Hubschrauber in der Region Kajaki in der Provinz Helmand mit einer neuen Flugzeugabwehrrakete abgeschossen."

Der US-Sender CNN berichtete, dass die Maschine vermutlich von einer Rakete abgeschossen worden sei. Dies wollte die Isaf bislang nicht bestätigen. Auch über die Nationalität der Opfer machte die internationale Schutztruppe keine Angaben.

Ein Bergungsteam der Isaf, das sich dem Unfallort nähern wollte, wurde von "feindlichen Kämpfern" beschossen. Es musste Luftunterstützung anfordern, um zu dem abgestürzten Hubschrauber gelangen zu können. Der Taliban-Sprecher Ahmadi bestätigte die Kämpfe.