Die Klimaveränderung gehört zu den Themen, die auf dem G8-Gipfel als Diskussionspunkt ganz oben auf der Agenda stehen. Zu diesem Anlass haben die Nielsen Company und die Universität Oxford eine Umfrage veröffentlicht, die das Verhalten von Konsumenten in Bezug auf den Klimaschutz auf den Prüfstand gestellt hat.

Dabei ist eines der interessantesten Ergebnisse, dass sich das globale Interesse am Klimaschutz in den letzten sechs Monaten um ein Vielfaches gesteigert hat. Nicht zuletzt auch durch das verstärkte Medieninteresse an dem Thema. Konsumenten vielerorts sehen dabei vor allem ihre Regierungen in der Verantwortung, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen.

Konkret glauben zwei von fünf oder 42 Prozent aller befragten Konsumenten, ihre Regierung müsse insbesondere auf restriktivere Auflagen bezüglich der Fabrik-Emissionen von Kohlendioxid und anderen Schadstoffe bestehen. Ebenso viele Befragte glauben, dass die Regierungen mehr Geld in umweltfreundliche und energiesparende Projekte investieren sollten.

Demgegenüber ist ein Großteil der Konsumenten überzeugt, dass sie als Individuen keinen Beitrag zum besseren Klimaschutz leisten könnten. Die wenigsten glauben beispielsweise, dass eine Reduzierung ihrer Flugreisen tatsächlich einen essenziellen Beitrag zum Umweltschutz leisten würde. Nur lediglich drei Prozent denken, dass weniger Reisen sich positiv auf den Klimaschutz auswirken würde. Diese drei Prozent allerdings stammen in der Mehrheit aus Großbritannien und Deutschland, wo die Medien dem Thema in den letzten Wochen vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Die größte jemals initiierte Online-Umfrage zur Klimaveränderung wurde im April 2007 durchgeführt. Insgesamt haben 26.486 Internetnutzer aus 47 Ländern teilgenommen. Laut der halbjährlich veröffentlichten Erhebung der Nielsen Company ist das Thema "globale Erwärmung" eines der wichtigsten Anliegen der Konsumenten. Davor liegen nur noch die Themen Wirtschaft, Gesundheit und berufliche Sicherheit.