Gefühle "Mit voller Kraft in die Katastrophe"Seite 2/2
Viele Leute sehen das anders. Sie bekommen nach jeder gescheiterten Beziehung mehr Angst und werden misstrauischer.
Ja, aber die Angst vor Schmerzen verhindert dann auch die große Liebe. Liebe und Schmerz gehören einfach zusammen. Mir ist aber auch aufgefallen, dass die Leute immer vorsichtiger werden. Dann passiert eben auch gar nichts mehr.
Was meinen Sie, woran liegt das?
Es gehört zu unserem unbegrenzten Wohlstand, dass wir alles immer mehr planen können. Diese Planbarkeit verhindert durchaus auch Glück.
Das wichtigste für Glück in der Liebe ist also
dass man sich mit voller Kraft in die Katastrophe stürzt! Liebe kann nur Katastrophe sein. Am Ende muss der eine von beiden sterben oder gehen irgendwas Katastrophales passiert immer am Ende.
Das klingt wie aus einem Ihrer Filme.
(lacht) Aber es ist meine Erfahrung. Auf die Katastrophe zu verzichten heißt eben auch, auf die Liebe zu verzichten.
Das Gespräch führte Carolin Ströbele
Doris Dörrie, 52, ist Autorin und Filmregisseurin. Bekannt wurde sie 1985 mit ihrer Komödie Männer. In ihren Filmen und Büchern befasst sich Dörrie vor allem mit dem Thema Liebe. Den Tod ihres Ehemanns Helge Weindler verarbeitete sie 2002 in ihrem Roman Das blaue Kleid. Ihre jüngste Liebesgeschichte hat Dörrie für das ZEITmagazin LEBEN (Nr. 25) geschrieben.
- Datum 13.02.2008 - 11:49 Uhr
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Die
Kirschblüten stehen in weißen Wolken vor dem hellblauen Himmel. Überwältigend
in verletzlicher Schönheit. Von Trauer überwältigt erfüllt der Mann das
Vermächtnis einer vom Tod noch einmal entzündeten Liebe. Im japanischen
Morgenmantel seiner Frau bewegt er sich in den bizarren Figuren eines
Budo-Tanzes. In Anschauung des Fuji. Budo ist nach der Erklärung einer
japanischen Vertrauten nicht ein Tanz des Ich, sondern der seines Schattens.
Dann stirbt er. Während
der Mann immer tiefer in seinen Schmerz und Traum tanzt, begegnet ihm die
geliebte Frau wieder. Sie nimmt, führt seine Hand. Streicheln, Aneinanderschmiegen
der Wangen. Sie tanzen gemeinsam Schatten unter dem glühenden Fuji. In einer
plötzlichen Bewegung stürzt sie nach hinten. Er stützt sie, richtet sie auf,
sie führen den Tanz über den Schreck hinaus fort. Auch Du
hast Deine Liebe vergessen. Vielleicht hast auch Du ihr eine Sehnsucht geopfert
wie diese Frau. Da ist Hoffnung oft erst im Abschied. Denke
daran in diesen Frühlingstagen, wenn die weißen Blütenblätter unter Wolken und
Sonne in die letzten Schneeflocken fallen. Reise mit Deiner Liebe schon heute
zu ihrem Fuji. Und sieh mit ihr diesen Film an.* Lieber
Jean Paul:Dies ist ein anderes "Musteil für Mädchen". Aber auch eine Art Siebenkäs, Leibgeber usw usw"Alles
ist eitel"- denn da ist Liebe. Bayreuth,
Jean-Paul-Treff 08 kw
im "volltext" ein drängendes Lob auf Erdbeeren in Srebrenitza-Handke, ganz morawisch.Dessen mehrfach zitiertes Quittenblütenweiß einer gepreßten Innerlichkeit, wie grau erscheint es gegen die japanisch, kitschigen Blüten des Hanami-Films. Nach volltext versenkt sich sein Dichterblick auch mal in eine Kuhflade. Nichts dagegen, der Fuji ist ja auch nur ein Berg, wie der Papa sagt, als er es noch ist. Es ist aber schwierig, diesen Berg in einer Kuhflade - ist es nicht ein Fladen?- zu erkennen.Ich bin für Kirschblüte!Twisting Love
Das Recht des Traumes,
aus dem Tag zu schöpfen
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