NS-Zwangsarbeiter Vergessene Opfer
Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Entschädigungen für die ehemaligen Zwangsarbeiter als öffentliche Anerkennung ihres Leidens als NS-Opfer gewürdigt
Lange Zeit seien die Zwangsarbeiter die vergessenen und verdrängten Opfer gewesen, sagte Köhler bei einer Veranstaltung zum Abschluss der Entschädigungs-Zahlungen am Dienstag
in Berlin. "Indem ihre Ansprüche auf Entschädigung abgelehnt wurden, wurde faktisch auch ihr Leid nicht als Leid anerkannt. "
Köhler wie Merkel wiesen darauf hin, dass die Zwangsarbeiter auf nahezu allen Gebieten, in der Industrie wie in der Landwirtschaft, aber auch in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen eingesetzt worden seien. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs seien rund 64 Milliarden Euro an Entschädigungszahlungen unterschiedlicher Art gezahlt worden, sagte die Kanzlerin. Die NS-Zwangsarbeiter aber seien bisher ausgenommen gewesen.
Die Entschädigung der noch lebenden Zwangsarbeiter des Nazi-Regimes ist knapp sieben Jahre nach dem Beginn abgeschlossen. Die eigens gegründete Bundesstiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft" zahlte 4,4 Milliarden Euro an 1,7 Millionen ehemalige Zwangs- und Sklavenarbeiter in mehr als 100 Ländern. Das Kuratorium der Stiftung stellte am Montag in Berlin formell das Ende des letzten großen Entschädigungsprojekts Deutschlands fest. Auf Dauer bestehen bleibt ein "Zukunftsfonds", der Projekte der Völkerverständigung fördern soll.
Die Entschädigungen erreichten nur noch einen kleinen Teil der zehn Millionen Zwangsarbeiter, mit denen die Nazis ihre Kriegswirtschaft aufrechterhalten hatten. Die Stiftung war nach schwierigen internationalen Verhandlungen Mitte 2000 gegründet worden. Das Stiftungskapital von 5,1 Milliarden Euro brachten Staat und Wirtschaft je zur Hälfte auf. Wegen der Klärung komplizierter Fragen wie der Rechtssicherheit deutscher Unternehmen vor Sammelklagen in den USA begannen die Auszahlungen erst ein Jahr nach der Gründung im Juni 2001. Je nach Einstufung erhielten die NS-Opfer zwischen 2556 und 7669 Euro.
Die Auszahlungen erfolgten nicht direkt an die NS-Opfer, sondern über sieben Partnerorganisation: die Jewish Claims Conference, die Internationale Organisation für Migration und fünf Stiftungen in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Polen und Tschechien. Die Stiftung hatte zudem ein effizientes Kontrollsystem eingerichtet.
Für neuen Streit sorgen Bestrebungen, die Stiftung zu verändern. Hintergrund ist, dass sie mit den Zahlungen ihren Hauptzweck erfüllt hat. Das Personal der Stiftung wird von 60 auf 20 bis 25 Mitarbeiter reduziert. Der Zukunftsfonds wird aus seinem Kapital von 426 Millionen Euro jährlich mit acht Millionen Euro, die aus Zinserträgen kommen, Projekte fördern.
Der SPD-Innenexperte, Kuratoriumsmitglied Dieter Wiefelspütz, sprach von "Veränderungen mit Augenmaß". Ein gewisser Wandel sei unausweichlich. Auch Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach und der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer befürworten eine Verkleinerung des Aufsichtsgremiums. Dies müsste der Bundestag durch eine Änderung des Stiftungsgesetzes beschließen. Der Streit soll bei einer Sondersitzung im Oktober gelöst werden.
Dagegen sprachen sich die Kuratoriumsmitglieder Volker Beck (Grüne) und Ulla Jelpke (Linksfraktion) aus. Auch auf Seiten der mittel- und osteuropäischen Mitglieder, die in einem verkleinerten Stiftungsrat nicht mehr vertreten wären, gibt es erheblichen Widerstand. Jelpke verwies zudem darauf, dass Hunderttausende von NS-Opfern leer ausgegangen seien. Zu den größten Ungerechtigkeiten gehöre die willkürliche Ausgrenzung von mehr als 100.000 italienischen Militärinternierten. Diese waren mit ihren Klagen von deutschen Gerichten abgewiesen worden.
- Datum 12.06.2007 - 03:58 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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Das ist nicht wahr, dass je nach Einstufung die NS-Opfer zwischen 2556 und 7669 Euro erhielten. Mein Vater erhielt nur etwa 760,00 EUR für zwei Jahre Zwangsarbeit.
Mein Vater war unfreiwillig 10 Jahre in russischer Gefangenschaft und hat lediglich eine unheilbare Krankheit bekommen. Mein Grossvater hat durch den US- Bombenterror 8 Geschister in einer Nacht verloren und keinen Dollar Wiedergutmachung gesehen.
Mein Vater war unfreiwillig 10 Jahre in russischer Gefangenschaft und hat lediglich eine unheilbare Krankheit bekommen. Mein Grossvater hat durch den US- Bombenterror 8 Geschister in einer Nacht verloren und keinen Dollar Wiedergutmachung gesehen.
Mein Vater war unfreiwillig 10 Jahre in russischer Gefangenschaft und hat lediglich eine unheilbare Krankheit bekommen. Mein Grossvater hat durch den US- Bombenterror 8 Geschister in einer Nacht verloren und keinen Dollar Wiedergutmachung gesehen.
die einen morden und versklaven, die anderen entschädigen und noch dreistere rühmen sich der entschädigungsleistung.
ich stell mir vor, meine jugend in nazideutschland versklavt erlitten zu haben, meinetwegen 1 jahr nur, und dafür erhalte ich den durchschnittsbetrag von 2352,- €?
diese demütigung beweihräuchern jetzt auch noch merkel & köhler. schämem muss man sich.
"Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Entschädigungen für die ehemaligen Zwangsarbeiter als öffentliche Anerkennung ihres Leidens als NS-Opfer gewürdigt"
Aha, die armen Zwangsarbeiter! Denen soll es ja so schlecht gegangen sein.
Meine Großmutter hat als junge Frau in der Kriegsproduktion gearbeitet. !2 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, manchmal auch sieben, in Schicht, für 6,- Reichsmark die Woche. Jeden Tag 12 Stunden in der Produktion, und danach hat sie noch mit der Familie 6 Stunden im Bunker gehockt, weil die "Befreiungsbomber" kamen.
Warum redet niemand über diese deutschen Frauen? Ging es diesen Deutschen besser, als den Zwangsarbeitern? Warum gab es nie eine Entschädigung für sie die ihrem Volk gedient haben?
Ich sag´s ihnen warum, weil man mit der Forderung nach Entschädigung für diese deutschen Frauen nicht in die "New York Times" kommt, weil man sich mit einer solchen Forderung nicht selbst beweihräuchern kann - deshalb.
Bei dieser Entschädigung für diejenigen die mithalfen an die 800.000 deutsche Frauen und Kinder zu Tode zu bomben, die Männer waren ja an der Front, hat die herrschende Bewältigungsbourgeoise mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt.
PS:
Haben Köhler und Merkel in der Kriegsproduktion gearbeitet, und im Bunker gehockt? Und wo war während dieser Zeit zum Beispiel die ehemalige Mitherausgeberin, die gnädige Frau Gräfin? Hat die auch nur eine Stunde in der Produktion gearbeitet? Nein? Na, als Gräfin hätte sie das ja auch nicht nötig.
(Die Dame war ja auch sehr für die Entschädigung)
[Wer sollte denn Ihrer Meinung nach eine Entschädigung für die unter den Folgen des NS-Regimes leidende deutsche Zivilbevölkerung zahlen? Hier geht es um Entschädigungszahlungen für die Opfer/ Redaktion]
na das hat sich gelohnt. millionen zwangsarbeiter ausgebeutet für volk und vaterland - es gibt zwei übersetzungen für diese floskel:
a: gefallen für die floskel,
b: kassiert im namen der floskel.
nun ist das ganze nicht wie geplant verlaufen. was tun, es droht regreß.
keine panik. verschleppen, aussitzen, verzögern.
das hat nur vorteile. die lage entspannt sich, neue beziehungen ergeben sich, und last - not least: wie durch zauberhand sind die meisten "anspruchsberechtigten" tot, ebenso wie viele der zwangsarbeiter, die das knechten für's deutsche "volk und vaterland" schon in der knechtschaft verrecken ließ.
aber gut, irgendwann muß man als exportnation auch etwas in das image investieren.
nur kosten soll es nix. aber wie? kein problem - wie gehabt - die hälfte zahlt der steuerzahler, den eigenanteil setzt man von der steuer ab.
was für ein schnäppchen, genau betrachtet.
und die merkel und der köhler sagen auch: das habt ihr gut gemacht.
aber eine gesellschaftliche entwicklung zum höheren ist eindeutig auszumachen: brauchte man früher noch riesige heere, um fremde länder und ihre arbeitskräfte zu erobern, so reicht heute der freie markt.
4,4 Mrd € für 1,7 Millionen Zwangsarbeiter. Mein Taschenrechner sagt mir, das ist 2588 € pro Zwangsarbeiter. Gut 50 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges ausgezahlt.Man darf sich mal vorstellen, man hätte vor 50 Jahren angefangen, jeden Monat läppische 2 € zu sparen, zu 3% verzinst. Das wären dann nach 50 Jahren knapp 2780 € bei einer Einzahlung von 1200 €.1200 € x 1,7 Mio sind dann nur noch 2,04 Mrd, also sagen wir rund 2 Mrd., die Differenz zu den 4,4 Mrd also lediglich Zinseffekte aufgrund der langen Verfahrensdauer.Nur mal so kleine rechnerische Überlegungen, um die Entschädigungszahlung in gesunden Relationen sehen zu können..Den User LipsTullian möchte ich darauf hinweisen:Den Zwangsarbeitern ist es schlecht ergangen, nicht soll.Es ist falsch, dass es nie eine Art Entschädigung für Deutsche gab. Man nennt das Lastenausgleich.Sie stilisieren sich hier zum Anwalt angeblicher Opfer der Naziherrschaft, weil Ihre Großmutter in der Rüstungsindustrie schuften musste.Gleichzeitig erlauben Sie sich verbale Ausfälle gegen Frau Marion Gräfin Dönhoff unter der Gürtellinie, die als ehemalige Ostpreussin wohl alles verloren hat. Heimat, Vermögen usw...Es ist noch immer nicht aus den Köpfen rauszukriegen. Nur Hitler und 17-23 andere Obernazis waren die Verbrecher, der Rest inklusive aller Restdeutschen: alles Opfer!Aber Sie können sich ja an Herrn Köhler und Frau Merkel wenden, das bleibt Ihnen unbenommen.
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