Online-Markt "Meine Mutter ist zum Power-User geworden"Seite 4/4
Krim: Nein, natürlich nicht. Wir beginnen langsam mit dem Geldverdienen, eher experimentell. Derzeit testen wir noch unser Angebot. Es ist vergleichbar mit der Situation vor ein paar Jahren, als es eine Firma gab, die keine schwarzen Zahlen schrieb und Google hieß. Auch dort wurde nur langsam mit dem Geldverdienen begonnen. Im Augenblick sind für uns drei Dinge wichtig. Zuerst einmal müssen wir wachsen. Dann muss die Marke bekannter werden. Als Drittes müssen die Leute auch verstehen, was wir tun.
ZEIT online: Wann erwarten Sie denn, mit Netvibes Geld zu verdienen?
Krim: Für mich startet der Markt erst nächstes Jahr wirklich.
ZEIT online: Also haben Sie Angst vor einer erneuten New-Economy-Blase?
Krim: Nein. Denn die Blase bestand aus großen Unternehmen ohne Einnahmen, die an die Börse gegangen sind. Ich glaube, heute ist die Situation eine andere. Wir und andere Unternehmen testen unsere Märkte, wir wachsen, und vielleicht passt irgendwann alles, um ein wirklich großer Spieler mit eigener Marke zu werden. Es gibt derzeit eine Menge interessanter Projekte und es werden sicher nicht alle erfolgreich sein. Aber das war die Geschichte des Silicon Valley von Beginn an. Anders als in der New-Economy-Blase nimmt man aber keine 170 Millionen Euro mehr ein, um eine nutzlose Website zu starten. Heute versucht man erst einmal, eine Million Dollar zu bekommen, um einen Prototyp aufzusetzen.
ZEIT online: Wird Netvibes unter den Überlebenden sein?
Krim:
Wir haben schon zwei sehr interessante Dinge vorzuweisen. Das Erste ist, dass wir es als europäische Firma geschafft haben, einen großen Teil unserer Nutzercommunity in den USA zu haben. Zweitens denke ich, dass Netvibes die Art der Webnutzung verändert. Natürlich weiß ich nicht genau, ob wir erfolgreich sein werden. Doch das Abenteuer Netvibes ist für mich hochinteressant. Ich bin sehr glücklich, es zu erleben.
Die Fragen stellte Falk Lüke
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- Datum 14.06.2007 - 13:37 Uhr
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rss-feeds sind wirklich ein hilfreiches instrument und die visionen von netvibes lesen sich spannend und sind nachvollziehbar.
ich bin allerdings gespannt darauf, wann es dazu wirklich die ersten brauchbaren gemschäftsmodelle gibt.
in diesem zusammenhang, liebe zeit-redaktion, solltet ihr auch mal einen kritischen blick auf euren eigenen rss-feed werfen.
dort ist aktuell zB nur "Suchmaschinen:" im betreff zu lesen. richtig wäre aber "Suchmaschinen: Der lächelnde Monopolist" für den google-artikel nebenan...
wäre sicher ein zugewinn. vor allem, nachdem ich es sehr begrüsse, dass in eurem feed immerhin eine kurze einleitung zu dem eigentlichen artikel vorhanden ist, im gegensatz zu manch anderer (ängstlichen?) online-zeitung, die auf jegliche information bis auf eine einfach überschrift verzichten
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