Web Auf Windows-Safari

Apple veröffentlicht seinen Browser auch für Microsoft-Betriebssysteme. Was wie ein Frontalangriff auf Microsoft aussieht, entpuppt sich allerdings als PR-Coup.

Es ist ein überraschender Schritt, den Apple geht. "Den weltbesten Browser", wie ihn die Firma nennt, gibt es nun auch in einer Version für die Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft . Damit erweitert der Konzern jene Palette seiner Produkte, die auch außerhalb des eigenen Betriebssystems MacOS X operieren. Der Laie staunt. Der Fachmann aber wundert sich.

Apple steht für die einfache Bedienung, zumindest die Computer aus Palo Alto sind durch und durch auf die Nutzer zugeschnitten. Das gilt gleichermaßen für den iPod, AppleTV und jede andere harte Ware mit dem Apfel-Logo - die Software dagegen überzeugt nicht immer.

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Auf dem seit mehr als einem Jahrzehnt hart umkämpften Markt der Webbrowser hat Apple mit Safari seit jeher einen schweren Stand. Selbst für das eigene Betriebssystem MacOS greifen viele Nutzer lieber auf den freien Browser Firefox zurück, der mit einem größeren Funktionsumfang als Apples Safari und einer unglaublichen Menge frei herunterladbarer Zusatzfunktionen glänzt – und der, ganz ohne Übertreibung, als der beste derzeit verfügbare Browser gilt.

Das haben auch viele PC-Nutzer schon bemerkt. Zwar nimmt der Internet Explorer unter Windows noch immer die unerreichte Spitzenposition ein, aber auch hier wächst die Firefox-Gemeinde stetig.

Warum will Apple jetzt also auf der Nachbarplattform punkten, wenn Safari dort sogar mit zwei überlegenen Konkurrenten zu kämpfen hat? Der Safari-Browser hat einen Vorteil, er arbeitet mit allen anderen Apple-Produkten relativ gut zusammen. Die Dominanz des Microsoft Internet Explorers aber fußt auf seiner engen Verzahnung mit dem Microsoft-Betriebssystem. Wie Apple dem Hausherrn an dieser Stelle Paroli bieten möchte, bleibt ein Rätsel. Für Windows-Nutzer mit Ansprüchen stehen bereits heute genug Alternativen bereit.

Steve Jobs' Motivation für diesen Schritt kann eigentlich nur das Signal sein: Schaut her, in Redmond, wir haben keinen Respekt vor eurer Marktdominanz. Ein bisschen wenig – insbesondere, da wenige Stunden nach der Veröffentlichung die ersten Sicherheitslücken für die Safari-Windowsversion bekannt wurden .

 
Leser-Kommentare
  1. Da auf dem iPhone ebenfalls Safari laufen wird und dies genutzt werden kann um browserbasierte Applikationen zu entwickeln, vergroessert eine Windows-Version von Safari die potenzielle Entwicklergemeinde fuer das iPhone erheblich.

    Zwar koennten diese Anwendungen ebenfalls z. Bsp. mit Hilfe von Firefox entwickelt und getestet werden, allerdings verhalten sich die Browser nicht alle gleich.

    Vielleicht wird man mit Safari in Zukunft auch noch wesentlich mehr machen koennen als AJAX und Co. ...

  2. also ich denke nicht, dass firefox user sich fuer den safari interessieren. genau wie der mac ist auch die software eher auf otto normalverbraucher und den computerlaien zugeschnitten, d.h. moeglichst leicht, wenig "verwirrende" option und optisch gefaellig. damit koennte der safari tatsaechlich bei einigen windows usern punkten.

  3. Neben der Möglichkeit, auf Windows jetzt iPhone-Applikationen entwicklen zu können, hat John Gruber (http://daringfireball.net...) zurecht darauf hingewiesen, dass Apple keine unerhebliche Menge an Geld dadurch verdient, dass Nutzer die eingebaute Suche benutzen. Zudem kann man eine positive Rückkopplung für den Safari erwarten: Man kann auf Windows testen => Entwickler testen öfter auf Safari => mehr Seiten werden von Safari korrekt dargestellt => mehr Nutzer sind mit Safari zufrieden => Entwickler müssen Safari testen => etc.

  4. "Apple steht für die einfache Bedienung, zumindest die Computer aus Palo Alto sind durch und durch auf die Nutzer zugeschnitten. ... die Software dagegen überzeugt nicht immer."

    Nicht nur die Software! Apple liefert ganz allgemein einen Haufen Schrott aus, aber die Community ist leidensfähig! Hier sollte man mal einen Blick reinwerfen:
    http://www.macuser.de/for...

    "Den weltbesten Browser", wie ihn die Firma nennt,"

    Obwohl er kaum genutzt wird, findet man trotzdem noch genug:

    Weitere Details zur Lücke in Apples Safari
    http://www.heise.de/secur...

    " ...insbesondere, da wenige Stunden nach der Veröffentlichung die ersten Sicherheitslücken für die Safari-Windowsversion bekannt wurden"

    q.e.d.

    "... den freien Browser Firefox zurück, . . . der, ganz ohne Übertreibung, als der beste derzeit verfügbare Browser gilt."

    Herr Falk Lüke, wo um Gotteswillen haben Sie denn den Schmarrn her? Sie sind irgendwie nicht auf der Höhe der Zeit. Anstatt hier Ihre Wunschvorstellungen kund zu tun sollten Sie sich erstmal genauer informieren. Hier ist eine kleine Auswahl über Ihren "besten Browser", der inzwischen so schwerfällig daher kommt wie einer von diesen gemästeten Schoßhündchen denen der Bauch auf dem Boden schleift:

    Schwachstellen in Firefox und Internet Explorer
    http://www.heise.de/secur...

    Gefahr durch Firefox-Erweiterungen
    http://www.heise.de/secur...

    Entwickler schließen Sicherheitslücken in Mozilla-Software
    http://www.heise.de/secur...

    Firefox und Internet Explorer absturzgefährdet
    http://www.heise.de/secur...

    Kleine Updates für Firefox
    http://www.heise.de/secur...

    Spoofing-Schwachstelle in Firefox
    http://www.heise.de/secur...

    Mozilla patchte kritische Patch-Lücke
    http://www.heise.de/secur...

    Kritische Lücken in Firefox, Seamonkey und Thunderbird behoben
    http://www.heise.de/secur...

    "... aber auch hier wächst die Firefox-Gemeinde stetig."

    Herr Lüke, Sie verwechseln dauernd Wunsch- oder Wahnvorstellung mit der Realität. Tun Sie Ihren Lesern doch einen Gefallen, informieren Sie sich erstmal richtig, dann würden Sie erkennen, daß der FF mehr eine Modeerscheinung, als ein ernsthafter Konkurrent zum IE war; gegen den IE7 wirkt er noch altbackener.

    Ach ja, daß hier ist auch ganz interessant:

    Soll der Fuchs ihn holen
    http://www.linux-magazin.de/heft_abo/ausgaben/2005/09/soll_der_fuchs_ihn_holen/(kategorie)/0

    Fazit: Wieder ´ne Kaffeepause vertan.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sehr geehrte/r LipsTullian,

    lassen Sie doch einfach den Geifer weg und argumentieren Sie sachlich.

    Firefox ist derzeit der beste verfügbare Browser – was nicht heißt, dass er perfekt ist. MSIE7 ist sicherlich ein gutes Stück besser als 6, aber die Anzahl Patches als Indikator für eine schlechte Qualität bei FF zu sehen, ist der falsche Weg. Die Anzahl der Patches ist eher ein positives Zeichen – dafür, dass die Software tatsächlich gepflegt wird und Bugs behoben werden.

    Zu Ihren sonstigen Einlassungen nur soviel: ich habe keine Ahnung wie lange Sie mit Computern arbeiten, wieviele Systeme und Produkte Sie jemals unter ihren Fingern gehabt haben. Ich für meinen Teil kann da durchaus reklamieren, mich etwas tiefergehend mit der Materie befasst zu haben.

    Schönen Tag noch
    Falk Lüke

    • Ibelin
    • 13.06.2007 um 13:29 Uhr

    Lieber LipsTullian,

    ich weiss nicht was Sie in Ihrer Freizeit machen, offensichtlich suchen Sie nach Fehlern von Produkten die nicht aus dem Hause Microsoft sind.
    Ein schönes Hobby.
    Eine Browser Alternative ist immer willkommen, da lange Zeit IE nicht in der Lage war zum Beispiel RSS Feeds zu verarbeiten.
    Belustigend finde ich auch, dass dem PC Volk jedesmal wenn die Konkurrenz aus dem Hause Apple innovativ ist, so durchschaubar erregt diskutiert.
    Microsoft weiß wie kopiert wird und machen dies nicht mal besonders gut.
    Widgets -> Gadgets, Ipod- Zune etc..
    Auch möchte ich anmerken das Microsoft eine unhaltbare Lizenzpolitik betreibt und nicht einmal Ihre eigenen Produkte im Griff hat.
    Beispiel: Power Point. Toll wie inkompatibel die Versionen untereinander sind. Bei jeder Präsentation wieder ein Spass.

    Naja nicht jeder gönnt sich den Luxus auf Zuverlässigkeit (Apple) zu setzen.

    MIt freundlichem Gruss
    Ibelin

    Sehr geehrte/r LipsTullian,

    lassen Sie doch einfach den Geifer weg und argumentieren Sie sachlich.

    Firefox ist derzeit der beste verfügbare Browser – was nicht heißt, dass er perfekt ist. MSIE7 ist sicherlich ein gutes Stück besser als 6, aber die Anzahl Patches als Indikator für eine schlechte Qualität bei FF zu sehen, ist der falsche Weg. Die Anzahl der Patches ist eher ein positives Zeichen – dafür, dass die Software tatsächlich gepflegt wird und Bugs behoben werden.

    Zu Ihren sonstigen Einlassungen nur soviel: ich habe keine Ahnung wie lange Sie mit Computern arbeiten, wieviele Systeme und Produkte Sie jemals unter ihren Fingern gehabt haben. Ich für meinen Teil kann da durchaus reklamieren, mich etwas tiefergehend mit der Materie befasst zu haben.

    Schönen Tag noch
    Falk Lüke

    • Ibelin
    • 13.06.2007 um 13:29 Uhr

    Lieber LipsTullian,

    ich weiss nicht was Sie in Ihrer Freizeit machen, offensichtlich suchen Sie nach Fehlern von Produkten die nicht aus dem Hause Microsoft sind.
    Ein schönes Hobby.
    Eine Browser Alternative ist immer willkommen, da lange Zeit IE nicht in der Lage war zum Beispiel RSS Feeds zu verarbeiten.
    Belustigend finde ich auch, dass dem PC Volk jedesmal wenn die Konkurrenz aus dem Hause Apple innovativ ist, so durchschaubar erregt diskutiert.
    Microsoft weiß wie kopiert wird und machen dies nicht mal besonders gut.
    Widgets -> Gadgets, Ipod- Zune etc..
    Auch möchte ich anmerken das Microsoft eine unhaltbare Lizenzpolitik betreibt und nicht einmal Ihre eigenen Produkte im Griff hat.
    Beispiel: Power Point. Toll wie inkompatibel die Versionen untereinander sind. Bei jeder Präsentation wieder ein Spass.

    Naja nicht jeder gönnt sich den Luxus auf Zuverlässigkeit (Apple) zu setzen.

    MIt freundlichem Gruss
    Ibelin

  5. Sehr geehrte/r LipsTullian,

    lassen Sie doch einfach den Geifer weg und argumentieren Sie sachlich.

    Firefox ist derzeit der beste verfügbare Browser – was nicht heißt, dass er perfekt ist. MSIE7 ist sicherlich ein gutes Stück besser als 6, aber die Anzahl Patches als Indikator für eine schlechte Qualität bei FF zu sehen, ist der falsche Weg. Die Anzahl der Patches ist eher ein positives Zeichen – dafür, dass die Software tatsächlich gepflegt wird und Bugs behoben werden.

    Zu Ihren sonstigen Einlassungen nur soviel: ich habe keine Ahnung wie lange Sie mit Computern arbeiten, wieviele Systeme und Produkte Sie jemals unter ihren Fingern gehabt haben. Ich für meinen Teil kann da durchaus reklamieren, mich etwas tiefergehend mit der Materie befasst zu haben.

    Schönen Tag noch
    Falk Lüke

    Antwort auf "Kaffeepausenklatsch"
    • Ibelin
    • 13.06.2007 um 13:29 Uhr

    Lieber LipsTullian,

    ich weiss nicht was Sie in Ihrer Freizeit machen, offensichtlich suchen Sie nach Fehlern von Produkten die nicht aus dem Hause Microsoft sind.
    Ein schönes Hobby.
    Eine Browser Alternative ist immer willkommen, da lange Zeit IE nicht in der Lage war zum Beispiel RSS Feeds zu verarbeiten.
    Belustigend finde ich auch, dass dem PC Volk jedesmal wenn die Konkurrenz aus dem Hause Apple innovativ ist, so durchschaubar erregt diskutiert.
    Microsoft weiß wie kopiert wird und machen dies nicht mal besonders gut.
    Widgets -> Gadgets, Ipod- Zune etc..
    Auch möchte ich anmerken das Microsoft eine unhaltbare Lizenzpolitik betreibt und nicht einmal Ihre eigenen Produkte im Griff hat.
    Beispiel: Power Point. Toll wie inkompatibel die Versionen untereinander sind. Bei jeder Präsentation wieder ein Spass.

    Naja nicht jeder gönnt sich den Luxus auf Zuverlässigkeit (Apple) zu setzen.

    MIt freundlichem Gruss
    Ibelin

    Antwort auf "Kaffeepausenklatsch"
    • lotek
    • 13.06.2007 um 14:27 Uhr

    knuppes schrieb: allerdings verhalten sich die Browser nicht alle gleich.

    Genau. Und deswegen ist ein dritter Browser im Bunde derer, die durch Nichteinhaltung offizieller W3C-Standards "glänzen", auch genau das, was der Entwicklergemeinde gefehlt hat. Konnte man den Safari bisher vielleicht wie auch andere "Exoten" wegen seiner kleinen Nutzergemeinde vernachlässigen, ist zu befürchten, dass das in Zukunft nicht mehr so sein wird.
    Wie wäre es denn angesichts der teuren Projkektentwicklungszeit, die jetzt schon für die Anpassung an dererlei Schlampereien draufgeht, wenn zur Abwechslung mal die Entwickler der Browser die offiziellen Standards vernünftig implementieren, damit Seiten [...] von [insert browsername here] korrekt dargestellt (mark4lark) werden. Aber das fällt wohl eher in den Bereich "Wunsch- und Wahnvorstellungen" *seufz*.

    Nachtrag @ Ibelin:
    Das muss der Neid den Äpfeln lassen: Was Usability angeht, sind sie sicher ein oft kopierter Vorreiter und auch der Erfolg mit dem ersten wirklich funktionierenden und häufig genutzten legalen Musik-Download ist nicht zu verachten.
    Dennoch, mal ganz unter uns Klosterschwestern, mich als PCler belustigt es mindestens genauso sehr, wie die Leute vom Apfelstern jeden Wind, den Herr Jobs in die Welt entlässt, völlig unreflektiert unter frenetischem Jubel begierig einsaugen und als Ei des Kolumbus hypen... ;-)

    • iDog
    • 15.06.2007 um 19:48 Uhr

    wer die quantitaet auf seiner seite hat vernachlaessigt leichtsinnigerweise gerne die qualitaet nach einer weile. Wer der quantitaet konkurenz machen will, kann nur auf qualitaet setzen. Da microsoft bekanntlich zur quantitaet wie die jungfrau zum kinde kam, und nie wirkliche qualitaet geliefert hat, koennen windowsbenutzer , die nichts anderes kennen, natuerlich keinerlei vergleichenden und sachlichen kommentare zum thema abgeben. apple user kennen da schon einiges mehr : immerhin wurden und werden uns auch einige produkte aus dem hause microsoft zugemutet. den IE haben wir ueberigens schon laenger hinter uns - gluecklicherweise.
    wer den direkten vergleich zwischen windows und osx oder anderen unix derivaten , die ja auch auf jedem "windows rechner" laufen, erlebt hat, weiss warum der ueberwiegende teil der kreativen, profitorientierten computerarbeit ( Filmnachbearbeitung und -schnitt, musikproduktion, grafikdesign, webentwicklung und sogar spiele) an apple rechnern erledigt wird. an einem apple rechner kommt man wirklich zum arbeiten, denn die kiste macht wenig zicken.
    hier handelt es sich keinesfalls um ideologisches , sondern um sachliches abwaegen zur rentabilitaet bzw zum workflow.
    ich verdiene seit 1984 mein geld mit computerdominierten projekten und sitze jeden tag am rechner. mit einem apple war und bin ich nicht immer zu jedem moment am schnellsten rechner unterwegs, aber ich bin immer schneller fertig gewesen mit meiner arbeit.
    die abermilionen von bueroarbeitern , die sich jeden arbeitstag lang mit windows abquaelen muessen koennen einem schon leid tun, ganz abgesehne von der wetlweiten enormen zeitverschwendung.
    wer sich aus spass und in seiner freizeit mit windows beschaeftigt hat dieses problem natuerlich nicht.
    ich hoffe, dass sich , wie auch in anderen bereichen, in der computerindustrie letztendlich qualitaet durchsetzt - aus reiner freude am gut durchdachten. Dass apple die beliebteste firma der welt ist, koennte ein anfang sein.

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  • Schlagworte Apple | Safari | Microsoft | Browser | Internet | iPod | Windows
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