Stammzellen "Dies ist ein Durchbruch"

Wissenschaftler haben Körperzellen erstmals direkt in embryonale Stammzellen verwandelt - ohne ungeborenes Leben zu zerstören. Ist das ethische Dilemma des Forschungszweigs nun aufgelöst?

Alle könnten zufrieden sein: Die Ethiker, die Kardinäle, die Philosophen und die Lebensschützer. Die Wissenschaftler sind ohnehin begeistert. Mit einem Schlag hat sich der jahrelange Streit um das Klonen und um die Erzeugung und Zerstörung von Embryos offenbar erledigt, denn erstmals ist es gelungen, Körperzellen von Mäusen direkt in embryonale Stammzellen zu verwandeln.

Das zumindest berichten nun zwei Forscherteams aus Japan und den USA im britischen Wissenschaftsmagazin Nature. Wie herkömmliche embryonale Stammzellen (ES-Zellen), die aus sehr frühen Embryos gewonnen werden, können die neuen iPS-Zellen (induced Pluripotent Stem Cells) offenbar sämtliche verschiedene Gewebetypen des Körpers hervorbringen.

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Das neu entwickelte Verfahren kommt ohne Eizellen, ohne die Zerstörung ungeborenen Lebens aus. Sobald die Technik auch mit menschlichen Zellen funktioniert, ließen sich damit auch erstmals menschliche ES-Zellen und patientenspezifische Gewebe und Organe herstellen, die ohne Abstoßungsreaktion transplantiert werden können. »Ich bin sehr zurückhaltend mit dem Wort, aber dies ist ein Durchbruch«, sagt der deutsche Stammzellexperte Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, »das kann man nur noch mit dem geklonten Schaf Dolly vergleichen«.

Embryonale Stammzellen gelten seit vielen Jahren als große Hoffnung für die Medizin. Weil aus ihnen von Muskelgewebe über Nerven bis hin zu Inselzellen des Pankreas alle verschiedenen Arten von spezialisierten Körperzellen entstehen können, sollen sie künftig zur Behandlung von Krankheiten wie Parkinson, Herzinfarkt, Diabetes oder Schlaganfällen eingesetzt werden.

Allerdings ist die Herstellung von ES-Zellen ethisch umstritten, weil dafür bislang Embryos erzeugt und zerstört werden müssen. Seit vor 10 Jahren auch menschliche ES-Zellen verfügbar wurden, lautet ein erklärtes Ziel der Wissenschaftler deshalb: Herausfinden, wie man auf andere Weise an Zellen mit dem Potenzial von ES-Zellen herankommt. Klar war, dass in allen erwachsenen Körperzellen noch embryonale Fähigkeiten schlummern. Beim Klonen werden sie durch eine Eizelle geweckt, dabei entsteht aber wiederum ein Embryo. Aber ließen sich die Signale der Eizelle nicht auch biochemisch imitieren?

Diese, nun in Nature offenbarte Geheimformel für den heiligen Gral der Biologie liest sich ziemlich kryptisch: Man nehme c-Myc, Oct-4, Sox2 und Klf4, allesamt biochemische Signalfaktoren aus dem komplexen Informationshaushalt sich entwickelnder Zellen. Man verfrachte die Mixtur dann in beliebige Körperzellen und schon verwandeln sich diese in embryonale Stammzellen, Version 2.0, nun iPS-Zellen genannt. »Es ist einfach«, sagt Shinya Yamanaka, »keine Tricks, keine Magie, weder Eizellen, noch Embryos sind nötig.«

Yamanakas Forschungsteam an der Universität Kyoto hatte die Embryo-Rezeptur schon im vergangenen Jahr bekannt gegeben, ebenfalls in Nature . C-Myc, Oct-4 Sox2 und Klf4 gehören zu einer Gruppe von Proteinen in der Zelle, die die Aktivität der Gene steuern. Mit der Hilfe von Genfähren hat sein Team die Gene für die vier Proteine in die Maus-Hautzellen verschifft. Die vier Faktoren steuern nach dem Gentransfer einen biochemischen Prozess, der Reprogrammierung genannt wird, weil er die Zellen wieder zu Embryozellen werden lässt. Zeitgleich gelang dieses Kunststück auch der Forschungsgruppe um den deutschstämmigen Stammzellforscher Rudolf Jaenisch am Whitehead Institute for Biomedical Research in Cambridge, Massachusetts.

Die so entstandenen iPS-Zellen sind offenbar voll funktionsfähig. In den Labors in Japan und den USA haben sie sämtliche biochemischen und zellbiologischen Tests bestanden, um als "pluripotent" zu gelten - als fähig zur Bildung aller Arten von Körperzellen. Jaenischs Team setzte dem noch eine kleine Sensation hinzu: Die US-Forscher konnten mit den Zellen sogar Keimzellen gewinnen und einen Embryo erzeugen, der nach der Übertragung in ein Mausweibchen zu einem lebensfähigen Fötus heranreifte.

Soweit zur Maus. Aber was ist mit dem Menschen? Das Rennen um die Herstellung menschlicher iPS-Zellen läuft längst auf Hochtouren. Allerdings sind noch eine Menge Probleme zu lösen. Es ist zum Beispiel nicht klar, ob die vier Faktoren auch in menschlichen Zellen eine vollständige Reprogrammierung auslösen können, oder ob ein anderer Cocktail für die Verwandlung in ES-Zellen nötig ist. »Es ist wahrscheinlich, dass es da ein paar Unterschiede gibt«, sagt auch Dolly-Schöpfer Ian Wilmut vom Zentrum für Regenerative Medizin in Edinburgh, »aber die kann man leicht überwinden«. Schwieriger wird in der Tat sein, ein sicheres Verfahren für die Einschleusung des besagten Embryo-Cocktails in menschliche Zellen zu finden.

Die Mausforscher aus den USA und Japan benutzten dazu Retrovieren - ein ziemlich brachialer Eingriff. Zellen, die auf diese Art erzeugt werden, können niemals in der medizinischen Therapie von Menschen verwendet werden, weil aus ihnen Tumoren wachsen können. Am besten, meinen die Experten, wäre es, überhaupt nicht genetisch an den Zellen herumzumanipulieren. Denn jede Körperzelle enthält die Gene für den embryonalen Zustand ohnehin – nur: In erwachsenen Körperzellen sind diese Gene abgeschaltet.

Die elegante Lösung wäre, sie mit pharmakologischen Wirkstoffen wieder zu aktivieren, sagen Jaenisch und Yamanaka. Derzeit ist ein solches Verfahren aber noch nicht verfügbar. Unter den Forschern wächst daher die Sorge, dass ihre Ergebnisse voreilig politisch gegen die Forschung an herkömmlichen Stammzellen und Embryos missbraucht werden. Auch Ian Wilmut warnt: Bevor nicht sichergestellt sei, dass mit dem neuen Verfahren klinisch verwendbare Embryozellen gezüchtet werden können, »müssen die Versuche zum herkömmlichen Klonen menschlicher Embryos weitergehen«. Und damit ist wohl auch die ethische Debatte um die Stammzellforschung noch lange nicht zu Ende.

 
Leser-Kommentare
  1. Durchbruch? Sie haben glaube ich, nicht mit die Tierschützer gerechnet! Sie wissen doch dass die Einfallsreichtum der Ethiker kein ende hat.

  2. Hier werden, ausweislich des Artikels, Zellen hergestellt, aus denen sich ein kompletter Mensch entwickeln kann. Was, um Himmels Willen, ist der ethische Unterschied zu einer befruchteten Eizelle? Beide haben exakt dasselbe Potential, wahrscheinlich könnte man sie nicht voneinander untescheiden. Warum muß man die eine mit harter Strafandrohung schützen, darf die andere aber bedenkenlos "benutzen"? Ich sehe keine Begründung dafür, nicht mal eine schlechte. Keine rationale, keine philosophische, keine religiöse.

    Entweder -- oder, Herrschaften!

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    • hanni5
    • 07.06.2007 um 10:34 Uhr

    Hallo,

    ich glaube nicht das die Orginalartikel zeigen, das sich aus den iPS Zellen direkt Embryonen entwickeln. Wahrscheinlich werden diese in Blastozysten gespritzt, somit ist der Vegleich iPS=befruchtete Eizelle nicht stimmig. Aus den iPS alleine wird sich kein Embryo entwickeln.
    Aber zur Sicherheit vielleicht im Original nachlesen ;-)

    • hanni5
    • 07.06.2007 um 10:34 Uhr

    Hallo,

    ich glaube nicht das die Orginalartikel zeigen, das sich aus den iPS Zellen direkt Embryonen entwickeln. Wahrscheinlich werden diese in Blastozysten gespritzt, somit ist der Vegleich iPS=befruchtete Eizelle nicht stimmig. Aus den iPS alleine wird sich kein Embryo entwickeln.
    Aber zur Sicherheit vielleicht im Original nachlesen ;-)

    • hanni5
    • 07.06.2007 um 10:34 Uhr

    Hallo,

    ich glaube nicht das die Orginalartikel zeigen, das sich aus den iPS Zellen direkt Embryonen entwickeln. Wahrscheinlich werden diese in Blastozysten gespritzt, somit ist der Vegleich iPS=befruchtete Eizelle nicht stimmig. Aus den iPS alleine wird sich kein Embryo entwickeln.
    Aber zur Sicherheit vielleicht im Original nachlesen ;-)

    Antwort auf "Welch seltsame Ethik.."
  3. Oder wenigstens bis die Erde kaputt ist? Für danach müssen wir uns noch etwas einfallen lassen.

    Bis dahin werde ich saufen und mir alle paar Jahre eine neue Leber einsetzen lassen. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich etwas gemacht habe, was meinem oder dem Körper eines anderen schadet. Das ist jetzt vorbei. Überhaupt ist das Gewissen ein Ding der Vergangenheit.

    Mal Spass beiseite, ich habe mich schon immer gefragt, ob Intelligenz nicht eigentlich der Untergang des Menschen ist. Mit Intelligenz hat er es geschafft, die Erde unter seine Kontrolle zu bringen, das heisst, sein Leben zu sichern. Mit Intelligenz wird er es wieder zerstören. Intelligenz ist für den Menschen das, was für Dinosaurier die körperliche Größe war.

    Die ganze Geschichte der Menschheit ist im Grunde genommen nur der Versuch, Kontrolle über das Leben zu erlangen. Der Mensch möchte sein Leben selbstbestimmt wissen. Doch was ist das dann, wie sieht Leben aus, wenn wir die absolute Kontrolle darüber haben? Ist das nicht ein grosses Nichts?

    Ich stelle es mir schrecklich langweilig vor, ein Gott zu sein. Falls es einen Gott gibt, ist das wahrscheinlich sein größtes Problem :-).

    Wenn es so weitergeht (und das wird es), wird der Mensch noch eine viel größere Krise erleben, als sie Darwin mit seiner "Entdeckung" hervorgebracht hat.

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    • hanni5
    • 07.06.2007 um 11:55 Uhr

    ..welche Krise hat den Darwin verursacht? ;-) ich kann mir höchstens eine in theologischen Kreisen vorstellen

    • hanni5
    • 07.06.2007 um 11:55 Uhr

    ..welche Krise hat den Darwin verursacht? ;-) ich kann mir höchstens eine in theologischen Kreisen vorstellen

    • hanni5
    • 07.06.2007 um 11:55 Uhr

    ..welche Krise hat den Darwin verursacht? ;-) ich kann mir höchstens eine in theologischen Kreisen vorstellen

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    Religion hat vor einiger Zeit eine grosse Rolle gespielt, im Leben vieler Menschen. Ob es nun genau Darwin war oder ob sich das schon vorher angebahnt hat, spielt keine Rolle. Tatsache ist: der Glaube ist verschwunden.

    Darwin hat nur etwas erforscht und bewiesen (hat er? ist auch egal), was wir hätten schon längst wissen müssen. Er hat nur die falschen Lehren der Kirche zerstört.

    Der Glaube ist das, was den Menschen vor dem zerstörerischen Potential seiner Intelligenz bewahrt. Ob es einen Gott gibt oder nicht, ob alles Leben Gott ist, oder vielleicht die Liebe, ob Gott ganz klein in uns allen verborgen ist, spielt eine geringere Rolle als die Kraft die der Glaube gibt, uns selbst im Zaum zu halten und nicht das zu tun, was wir jetzt tun.

    Darwin war ok, er war ein Beobachter. Was jetzt passiert ist etwas völlig anderes: beobachten und deuten reichen nicht mehr, wir greifen aktiv ein. Das ist ein grosser Unterschied. Beobachten hat nichts mit Kontrolle zu tun, aber der aktive Eingriff schon. Die Kontrolle ist es, die das Leben zerstören wird. Und die Absicht zu kontrollieren ist der entscheidende Punkt, denn natürlich greifen wir ständig überall ein, wenn wir in einem Körper stecken, der sich nun mal bewegen und ernähren muss.

    Religion hat vor einiger Zeit eine grosse Rolle gespielt, im Leben vieler Menschen. Ob es nun genau Darwin war oder ob sich das schon vorher angebahnt hat, spielt keine Rolle. Tatsache ist: der Glaube ist verschwunden.

    Darwin hat nur etwas erforscht und bewiesen (hat er? ist auch egal), was wir hätten schon längst wissen müssen. Er hat nur die falschen Lehren der Kirche zerstört.

    Der Glaube ist das, was den Menschen vor dem zerstörerischen Potential seiner Intelligenz bewahrt. Ob es einen Gott gibt oder nicht, ob alles Leben Gott ist, oder vielleicht die Liebe, ob Gott ganz klein in uns allen verborgen ist, spielt eine geringere Rolle als die Kraft die der Glaube gibt, uns selbst im Zaum zu halten und nicht das zu tun, was wir jetzt tun.

    Darwin war ok, er war ein Beobachter. Was jetzt passiert ist etwas völlig anderes: beobachten und deuten reichen nicht mehr, wir greifen aktiv ein. Das ist ein grosser Unterschied. Beobachten hat nichts mit Kontrolle zu tun, aber der aktive Eingriff schon. Die Kontrolle ist es, die das Leben zerstören wird. Und die Absicht zu kontrollieren ist der entscheidende Punkt, denn natürlich greifen wir ständig überall ein, wenn wir in einem Körper stecken, der sich nun mal bewegen und ernähren muss.

  4. Religion hat vor einiger Zeit eine grosse Rolle gespielt, im Leben vieler Menschen. Ob es nun genau Darwin war oder ob sich das schon vorher angebahnt hat, spielt keine Rolle. Tatsache ist: der Glaube ist verschwunden.

    Darwin hat nur etwas erforscht und bewiesen (hat er? ist auch egal), was wir hätten schon längst wissen müssen. Er hat nur die falschen Lehren der Kirche zerstört.

    Der Glaube ist das, was den Menschen vor dem zerstörerischen Potential seiner Intelligenz bewahrt. Ob es einen Gott gibt oder nicht, ob alles Leben Gott ist, oder vielleicht die Liebe, ob Gott ganz klein in uns allen verborgen ist, spielt eine geringere Rolle als die Kraft die der Glaube gibt, uns selbst im Zaum zu halten und nicht das zu tun, was wir jetzt tun.

    Darwin war ok, er war ein Beobachter. Was jetzt passiert ist etwas völlig anderes: beobachten und deuten reichen nicht mehr, wir greifen aktiv ein. Das ist ein grosser Unterschied. Beobachten hat nichts mit Kontrolle zu tun, aber der aktive Eingriff schon. Die Kontrolle ist es, die das Leben zerstören wird. Und die Absicht zu kontrollieren ist der entscheidende Punkt, denn natürlich greifen wir ständig überall ein, wenn wir in einem Körper stecken, der sich nun mal bewegen und ernähren muss.

    Antwort auf "Re: ...ewig leben"
  5. - Tierversuche - wissenschaftlicher Betrug:
    Das beliebteste Versuchstier hat ein Gewicht von 20-30 g, sein Herz hat die Länge von 0,8 cm, der Magen ein Fassungsvermögen von 1,5 ml. Die Rede ist vom Pharmavorkoster des Menschen: Der Maus.
    Obwohl diese Daten eindeutig beweisen, daß eine Maus niemals Modellcharakter für den 70.000 Gramm schweren Menschen haben kann, wird mit ihr millionenfach experimentiert - weil sie so billig ist und so handlich. Neben Meerschweinchen, Kaninchen und Ratten werden Mäuse als »klassische Laboratoriumstiere« beschrieben, »da ihre Zucht, Haltung und Pflege weniger aufwendig ist als die der größeren Tiere«. Ausschließlich wirtschaftliche Aspekte bestimmen demnach diese Auswahl, die mit wissenschaftlicher begründeter Selektion nicht das Geringste zu tun hat. (»Größere Tiere« sind übrigens auch kein Abbild des Menschen und deswegen genauso wenig geeignet.)

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    also ich glaube in solchen Tierversuchen wird geguckt ob sich das neue "Pharmaka" nicht doch gänzlich toxisch verhält.
    Oder was auch immr es wird sicherlich nicht eine 1 zu 1 übertragung auf den Menschen gemacht sondern eventuelle schwirigkeiten anhand nichtmenschlicher subjekte vorgenomen. - oder so ählich?

    Zumindest finde ich das in Ordnung, dass die das neue mittlchen gegen was auch immer erst an Mäusen getestet haben.

    Wäre ja komisch wenn die Menschen zum testen nehmen würden, oder?

    Also dann würd ich zumindest protestieren...

    Ich glaube aber, dass Tierveruche bei Schweinen und Affen ziemlich konkrete über die Wirkart bei menschen auskunft geben, deswege bin ich im begrenzten maße auch für Pharmauntersuchungen an größeren säugetieren.

    sei schlau, stell dich dumm

    also ich glaube in solchen Tierversuchen wird geguckt ob sich das neue "Pharmaka" nicht doch gänzlich toxisch verhält.
    Oder was auch immr es wird sicherlich nicht eine 1 zu 1 übertragung auf den Menschen gemacht sondern eventuelle schwirigkeiten anhand nichtmenschlicher subjekte vorgenomen. - oder so ählich?

    Zumindest finde ich das in Ordnung, dass die das neue mittlchen gegen was auch immer erst an Mäusen getestet haben.

    Wäre ja komisch wenn die Menschen zum testen nehmen würden, oder?

    Also dann würd ich zumindest protestieren...

    Ich glaube aber, dass Tierveruche bei Schweinen und Affen ziemlich konkrete über die Wirkart bei menschen auskunft geben, deswege bin ich im begrenzten maße auch für Pharmauntersuchungen an größeren säugetieren.

    sei schlau, stell dich dumm

  6. ich finde das sehr interessant und mich wundert es nicht, dass solche ergebnisse jetzt gefunden wurden. für mich war es nur eine frage der zeit.

    ich denke mir, dass auch die ethischen bedenken, die hier angeführt werden, sicherlich jetzt wichtig erscheinen, und dass sicher die eine oder andere forschungsrichtung zeitweise gestoppt wird. aber ich denke die zeit wird zeigen, dass sich der fortschritt (was auch immer das ist und vielleicht auch insgesamt ein rückschritt) nicht aufhalten lässt. oder besser vielleicht die veränderung und der wille zur verbesserung lässt sich nicht aufhalten. gesetze die heute geschaffen werden, um unethischen dingen einhalt zu gebieten sind in der nächsten generation schon längst hinterfragt und eventuell geändert. dann erscheinen wir auf einmal reichlich konservativ. so wird die veränderung nicht aufzuhalten sein.
    es ist vergleichbar, mit der erhöhung der sicherheit von autos. es muss immer mehr sein, niemals wird man sagen können, jetzt ist es genug, es sterben xy an menschen im jahr, und das ist eine gute quote. das wird kaum einer sagen, weil es unmoralisch oder was auch immer ist. es müssen immer weniger tote sein und das ist ja auch gut so. es soll nur deutlich machen, dass wir als menschen nicht in der lage sind zu sagen, an einer stelle ist es genug. dazu bräuchten wir eine äußere instanz, die nicht existent ist und die man auch nicht im glauben zu suchen braucht.

    daher erscheint mir eine ethische diskussion durchaus löblich, aber kurzlebig. unsere ideen werden in kürze nur konservativ sein. man warte nur ein zwei jahrzehnte, wenn überhaupt.

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