China 540 Menschen aus Sklavenarbeit befreit
Ein Skandal erschüttert China: Mehr als 1000 Minderjährige sollen in Ziegeleien und Bergwerken als Sklaven gehalten worden sein. Jetzt will die Regierung dagegen vorgehen
Chinas Regierung will entschieden durchgreifen in einem Skandal, der ein sich immer noch kommunistisch nennendes Land zutiefst erschüttert müsste: Inländische Medien hatten in den vergangenen Tagen aufgedeckt, dass in Ziegeleien im Landesinneren oft minderjährige Menschen wie Sklaven gehalten werden.
Das Arbeitsministerium beschloss nun, ein Team von Ermittlern an den Ort des Geschehens zu schicken, um die Vorfälle zu untersuchen. In der Provinz Shanxi drohten die örtlichen Behörden ihren verantwortlichen Kollegen in der Regierung damit, sie wegen Pflichtverletzung strafrechtlich zu verfolgen, sollten nicht sämtliche betroffene Arbeiter innerhalb von zehn Tagen freikommen. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Samstag, die Polizei habe mittlerweile mehr als 540 Menschen aus Ziegeleien und Bergwerken in den Provinzen Shanxi und Henan befreit. 120 Verdächtige wurden festgenommen.
Die staatlichen Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass bis zu 1000 Minderjährige unter sklavenähnlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Sie berichteten, die Besitzer der Ziegeleien führten die Betriebe wie Gefängnisse. So wurden offenbar aggressive Hunde eingesetzt, sowie Wachen, die die Kinder willkürlich verprügelten. Ein Ziegelei-Besitzer habe versehentlich ein Kind mit einer Schaufel erschlagen und die Leiche nachts verscharrt. Das Fernsehen zeigte Aufnahmen von Jungen, die eiternde Wunden an Füßen und Hüften hatten. Bezahlt wurden die Kinder nicht. "Sie waren in Lumpen gekleidet, dreckig von Staub und Schlamm", sagte ein Bauer, der gesehen hatte, wie einige der Arbeiter vergeblich versucht hatten zu fliehen.
Bewohner der Region sagen, die Mischung aus Armut, Opportunismus und Gleichgültigkeit, die hier die Gesellschaft präge, habe dazu geführt, dass die Sklavenarbeit überhaupt hingenommen worden sei. Viele sagten, sie wollten die schwere Arbeit in den Ziegeleien nicht selbst verrichten. Deshalb hätten die Besitzer der Fabriken Arbeitskräfte aus noch ärmeren Landesteilen herangeschafft. Die Frau eines Ziegelei-Besitzers warf den Behörden vor, selbst in den Skandal verstrickt zu sein und die Augen verschlossen zu haben. Gleichzeitig sagte sie, von den Zuständen in der Ziegelei nichts gewusst zu haben.
In mehreren Berichten sprachen Eltern über die verzweifelte Suche nach ihren vermissten Kindern. Zhang Xiaoying gehört zu den glücklichen Müttern, deren Kinder sich befreien konnten und die den Weg nach Hause fanden. Ihr 15-jähriger Sohn verbrachte Monate in einer Ziegelei in der Provinz Shanxi. "Er hat 16 Stunden am Tag gearbeitet und nur ein paar Nudeln und mit Dampf gegartes Brot bekommen", sagte sie. Er wäre schon viel früher weggelaufen aber ihm habe das Geld gefehlt. Er war für seine Arbeit eben nicht bezahlt worden. ( Chris Buckley, Reuters )
- Datum 16.06.2007 - 08:55 Uhr
- Quelle ZEIT online, reuters
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Was soll dieser Artikel? Was meint man, warum China in alle Welt billig exportiert? Was sollen diese Krokodilstränen des Globalismus? Ansonsten herrscht doch pure Begeisterung über diesen tollen Aufschwung im Land der Mitte, das nun endgültig seine alte Kultur, nach Vergewaltigung im Maoismus, gegen Cola und Burger austauscht und dabei fleißig Waren für nächste Schnäppchen im Ausland herstellt. Hat ja jeder was davon: In China Arbeit zu unmenschlichen Bedingugen, hier in D keine mehr...
Es gibt nur eine Lösung: Nichts aus China kaufen (Wer chinesische Lebensmittel kauft, dem ist eh nicht mehr zu helfen)...
Basta, würde ein Altkanzler sagen!
Schon dem sonst so begeisterten Bertrand Russell war in 1922 aufgefallen, dass die Skrupellosigkeit und Menschenrechtsverachtung in China zum Himmel schreien.
Die 1000 Kindersklaven von denen berichtet wird - es darf geglaubt werden, dass die Eltern, Nachbarn, Stadt- und Landbewohner davon wussten oder es billigten.
Ein Chinese tut genau das, was seine Eltern oder Lehrer oder Vorbarbeiter oder Politiker sagen. Dieses fuer uns Europaer abartige Verhalten ist den Chinesen nach 2500 Jahren Konfuzius so tief in den Knochen, wie die Naechstenliebe oder der Individualismus es ist bei uns im Westen.
Natuerlich ist es ein Fortschritt, wenn dem Westen jetzt ein tolles Beispiel des angeblich funktionierenden Journalismus und politischer Initiative in China praesentiert werden.
Fakt ist aber, dass die Chinesen emotional oder der Logik nach ueberhaupt nichts falsches an der Sklavenarbeit sehen, also nicht so recht wissen warum sie einschreiten sollen, wenn da nicht das 'Kopieren' westlicher Ethikvorstellung aus dem Wirtschaftswissenschaftenbuecher waere.
Kurz, die Chinesen arbeiten nach dem How-to-do-book des Westens, ohne die notwendige Kultur zu besitzen um aus sich heraus Menschenrechte zu respektieren.
Gut moeglich, dass die betreffende Ortschaft sich jetzt anhoeren lassen muss, wie man denn das Gesicht Chinas und der entsprechenden Familien verlieren konnte, indem man sich so schamlos der Aussenwelt entbloesste (Sklavenarbeit), und damit dem Ansehen Chinas und aller Chinesen geschadet zu haben.
Die sogenannten befreiten Sklavenkinder sind jetzt noch armseeliger drann als zuvor.
Aber ich koennte mich ja auch irren, und China war 2500 Jahre lang nur auf dem Holzweg und kommt jetzt in 2007 wieder zurueck zu uns Europaeern und unseren Werten. Waere ja toll.
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob Sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu bemerken, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Es sind keine westlichen Werte an sich, sondern etwas historisch gewordenes. Der Westen wurde nicht damit geboren wie die Chinesen angeblich mit dem Konfuzianismus geboren wurden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, es existieren ja chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen als wir es können, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen und damit unsere Wirtschaft kaputtmachen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Natürlich schreien wieder alle auf. NEINNN Nörgeln ist ok, handeln lieber nicht.
Da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Schadenfreude und Gehässigkeit gegenüber Mitbewerbern. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler, Duckmäuser und Schematiker.
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu beobachten, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, weil es existieren chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Aber da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler und Duckmäuser.
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob Sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu bemerken, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Es sind keine westlichen Werte an sich, sondern etwas historisch gewordenes. Der Westen wurde nicht damit geboren wie die Chinesen angeblich mit dem Konfuzianismus geboren wurden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, es existieren ja chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen als wir es können, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen und damit unsere Wirtschaft kaputtmachen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Natürlich schreien wieder alle auf. NEINNN Nörgeln ist ok, handeln lieber nicht.
Da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Schadenfreude und Gehässigkeit gegenüber Mitbewerbern. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler, Duckmäuser und Schematiker.
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu beobachten, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, weil es existieren chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Aber da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler und Duckmäuser.
Tendenziöse Berichterstattung! Was soll das?
Gerade eben hat Ihr Herausgeber doch festgestellt, daß die Globalisierung ein Segen ist, und die Armen jetzt alle reich werden, und da fallen Sie ihm so in den Rücken?
http://www.zeit.de/2007/2...
Und jetzt sowas!
PS: Jemand ein paar Erdbeeren?
h**p://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,488860,00.html
Die heutigen Industriestaaten wären gut beraten, wenn sie sich mehr um die Menschenrechte in der zuküftigen Großmacht China kümmern würden ! Denn dann dürften, was Menschen - und Grundrechte angeht, deren Maßstäbe wohl gelten.
...Globalisierung (vor allem die EU) ist so ein Thema.
Habt ihr zB. gewusst, dass der stellvertretende Chefredakteur Matthias Nass auch zu den Bilderbergern eingeladen wird:
http://www.flegel-g.de/Bi...
Info zu den Bilderberger Gesprächen:
http://de.wikipedia.org/w...
So ein Zufall, dass ausgerechnet die Bilderberger die Globalisierung (nur ein anderer Name für Freihandel und gemeinsame Finanzmärkte) als seligmachende Entwicklung ansehen...
So wird man denn auch selten auf grundsätzliche Fragen zur EU oder WTO stoßen. Der (ungezügelte) Freihandel an sich, der die Nationalstaaten erpressbar macht und die Bürger zunehmend entmachtet, wird nie in seinen Grundfesten kritisiert oder nach Lösungen gesucht. Zölle gelten nach wie vor generell und pauschal als PFUI. Allenfalls stösst man in der ZEIT mal auf einen Artikel der die Kehrseite der Globalisierung bejammert und sich in haltlosen und (fast) nicht realisierbaren Forderungen ergeht (Arbeitnehmer global organisieren, gemeinsame Wertegemeinschaft bilden, blabla).
Schade ZEIT, eines der Themen wo von dieser Zeitung leider nichts erhellendes zu erwarten ist :-(
MfG
AKu
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob Sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu bemerken, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Es sind keine westlichen Werte an sich, sondern etwas historisch gewordenes. Der Westen wurde nicht damit geboren wie die Chinesen angeblich mit dem Konfuzianismus geboren wurden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, es existieren ja chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen als wir es können, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen und damit unsere Wirtschaft kaputtmachen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Natürlich schreien wieder alle auf. NEINNN Nörgeln ist ok, handeln lieber nicht.
Da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Schadenfreude und Gehässigkeit gegenüber Mitbewerbern. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler, Duckmäuser und Schematiker.
Tom
Ich finde es schon komisch ihren Kommentar. Ich frage mich, ob sie ein Erdling sind. Sklavenarbeit ist für einen Unternehmer preiswerter als gewöhnliche Lohnarbeit. Für Staaten in der Industrialisierung ist das nicht ungewöhnlich z.B. Großbritannien und die frühe USA. Die Fabrikgesetzgebung zu dieser Zeit in GB und USA ist deswegen unwirksam, weil man die Unternehmer nicht verschrecken will. Jedoch meinen Sie, es läge an der üblen Natur des ewigen Chinesen, der seit mehr als 2500 Jahren Konfuzianismus ins Hirn gehämmert bekommen hat.
Da frage ich mich, weswegen es in China im letzten Jahrhundert zu revolutionären Bewegungen gekommen ist, wenn sie alle so autoritätsfixiert sind. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie in der Lage wären zu beobachten, dass sämtliche neue Industriemächte die Technologien der etablierten Staaten kopiert haben. Wenn es anders wäre, trügen Sie noch heute, Textilien aus britischen Webereien. Auch bemerke ich bei Ihnen, eine gewisse Ahistorizität. Die westlichen Werte sind Werte revolutionärer Gruppierungen, die in der Aufklärung entstanden sind. Diese Werte sind mit Flugblättern, Büchern und mit viel Militär in die widerwilligen nicht-westlichen Staaten Europas exportiert worden. Auch die chinesische Gesellschaft von heute basiert auf denselben revolutionären Gestaltungswillen, der eben aus Europa verbreitet wurde. Vielleicht bemerken Sie irgendwann, dass man jetzt Weltgeschichte hat.
Aber abseits von dem statischen Geschichtsbild bin ich auf die Versuche gespannt, chinesische Produkte zu boykottieren, weil es existieren chinesische Unternehmer, die wollen mit Sklavenarbeit, mehr Geld verdienen, aus diesem Grund boykottieren wir alle chinesischen Unternehmen, weil sie irgendwann alle, sich als Sklavenbeschäftiger erweisen.
Mein Gegenvorschlag:
Wir sammeln Geld für eine unabhängige chinesische Gewerkschaft, die die Lage der Beschäftigten verbessert. Wir boykottieren alle ausländischen Unternehmen in China, die ihre Lobby mobilisiert haben, um ein reformiertes Arbeitsrecht in China zu verhindern.
Aber da ich glaube, dass bei den meisten eher ein diffuses Bedrohungsgefühl vorherrscht, nehme ich einmal an, dass es gar nicht um die Mißstände geht, sondern um heiße Luft. Wie immer in Deutschland. Das Land der Nörgler und Duckmäuser.
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