Verbrechen Pädophilen-Ring zerschlagen

Polizeikräfte haben einen im Internet operierenden Kinderpornografie-Ring mit 700 Mitgliedern zerschlagen. Ein Haupttäter muss auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis.

Der 27-Jährige hatte die Internetseite betrieben, über welche die Mitglieder des Rings ihre teils sadistischen Aufnahmen von Kinderpornografie untereinander tauschten. Er dürfe erst dann entlassen werden, wenn Experten das Risiko seiner Freilassung für die Öffentlichkeit als vertretbar einstufen, verfügte der Richter in der ostenglischen Stadt Ipswich. Von den Tätern seien "sehr, sehr junge Kinder - praktisch Babys - bis hin zu solchen im frühen Teenageralter" missbraucht worden, erklärte die britische Behörde gegen den Missbrauch sowie für den Schutz von Kindern im Internet (CEOP). Durch die Zerschlagung des Online-Rings seien bislang 31 Kinder vor weiterem Missbrauch für pornografische und teils schockierend gewaltverherrlichende Aufnahmen bewahrt worden.

Außer dem 27-Jährigen war zuvor auch ein 33 Jahre alter Brite wegen des Betriebs der Internettauschbörse für pädophile Bilder und Videos schuldig gesprochen worden. Sein Strafmaß stand zunächst nicht fest. Über den Pornografie-Ring, an dessen Aufdeckung auch Sonderermittler in Kanada und Australien maßgeblich beteiligt waren, hätten rund 700 Verdächtige tausende Fotos und Videos von Kindesmissbrauch ausgetauscht. Die Ermittlungen gegen sie seien im Gange.

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Allein 200 der Verdächtigen lebten in Großbritannien, teilte die Behörde weiter mit. Die beiden Verurteilten hätten nacheinander eine Internettauschbörse mit dem Namen "Kinder sind die Lichter unseres Lebens" betrieben. Auf ihren Computern habe die Polizei nach den Festnahmen im September 2006 sowie im Januar 2007 insgesamt Zehntausende von Fotos und Videoaufnahmen mit missbrauchten Kindern gefunden.

Die Materialien hätten der Polizei geholfen, die an den Straftaten Beteiligten aufzuspüren und Kinder vor weiterem Missbrauch zu retten. "Dies ist die bislang größte international koordinierte Aktion gegen Kindesmissbrauch im Bereich des Internets", sagte CEOP-Direktor Jim Gamble. In welchen Ländern die Aufnahmen der missbrauchten Kinder entstanden, teilte die Behörde zunächst nicht mit.

"Glücklicherweise sind diese beiden Täter nun hinter Gittern", sagte Gamble, der zugleich Vorsitzender einer internationalen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Kindesmissbrauchs im Internet ist. "Die Täter verstehen es immer besser, sich im Internet zu tarnen, jedoch nutzen auch wir immer besserer Technologien, um sie aufzuspüren."

 
Leser-Kommentare
  1. Gibt es hier so etwas wie eine Net-Etikette oder kann auf diesen Seiten jede(r) einen Kommentar verfassen - egal wie unqualifiziert?

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  2. Warum schweigen andererseits die Medien den organisierten Menschenhandel, u.a. mit Kindern, in diesem Land tot? Warum werden hier die sich hinter Amt und Würde versteckenden Täter geschützt?

    "Zu den wichtigsten Staaten, von denen Sextourismus ausgeht, gehört Deutschland. "Experten schätzen (...), dass sich alleine 50.000 deutsche Männer in jedem Jahr im Ausland an Minderjährigen vergreifen", heißt es in der offiziösen Bundestags-Zeitung "Das Parlament".[6] Viele der Opfer sind zwischen sieben und elf Jahre alt. Obwohl der Missbrauch von Kindern nach deutschem Gesetz inzwischen auch im Ausland verboten ist, werden die Täter nur in den seltensten Fällen zur Rechenschaft gezogen. Ob dies im Fall der jetzt bekannt gewordenen Leipziger Zwangsveranstaltungen gelingt, bei denen "Frischfleisch" [7] aus der CSR feilgeboten worden sein soll, ist mehr als fraglich. Obwohl die Namen mehrerer deutscher Politiker bekannt sind, die in einem Bericht des Sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz als Beschuldigte auftauchen, wird ihre Identität seit Wochen von den deutschen Medien beschwiegen - aus Angst und Devotion in einem Wirtschaftssystem, das die sexuelle Ausbeutung zu einer Spielart staatlicher und privater Gewalt macht."

    http://www.german-foreign...

  3. Auch in der Schweiz haben wir dasselbe Phänomen. Zwar wird fleissig ermittelt und vielleicht mal ein Ring zerschlagen, aber irgendwie versanden dann tiefere Ermittlungen. Lustigerweise werden immer "kleine" Fische verhaftet bei denen man sich fragt wie sie mit solch eingeschränkten Mitteln solch eine Menge horten und verkaufen können. Heuchlerisch wird manchmal auf den Prostituierten und anderen Anbietern rumgetrampelt und sie von Strasse zu Strasse, Platz zu Platz herumgescheucht aber mal bei den Freiern anzusetzen, ja davon spricht niemand. Edel-Etablissement werden von Razzien und Ermittlungen verschont, obwohl manchmal Fragen bezüglich den "Betreiberinnen" offen sind. Ein Blick auf die abgestellten Wagen spricht Bände aus welchem Segment sich die Kundschaft zusammensetzt.
    Auch wenn man nichts gibt auf das Geschwätz eines Ferrari, Dutroux oder Fourniret fragt man sich doch manchmal ob die Ermittler alles tun oder tun können.

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  • Quelle ZEIT online, dpa
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