Telekom Porzellan zerschlagenSeite 2/2

Für die Telekom ist stattdessen ein guter Service der Königsweg zum Erfolg. Das bestätigen inzwischen etliche Studien. Dumm nur, dass Obermann genau jene vergrätzt hat, die diesen Dienst am Kunden tun. Eine Wertschätzung ihrer Arbeit sähe anders aus. Der permanente Vergleich mit Billigjobs am Markt war kontraproduktiv. Damit hat das Topmanagement selbst den Aktionären keinen Gefallen getan. Doch das wird sich erst später zeigen.

Neue Technik und Dienste sind erklärungsbedürftig – nicht nur für Technikmuffel, die es am liebsten sehen, wenn ein Techniker kommt, den neuen DSL-Anschluss installiert und erst geht, wenn alles funktioniert. Ein solcher Rundum-Service wird künftig immer wichtiger. Computer, Fernsehen, Telefon, Handy und Internet wachsen in der neuen Welt der Telekommunikation zusammen. Wer die komplexe Technik als Kunde nicht beherrscht oder keine Zeit damit verschwenden will, braucht dringend Hilfe von professionellen Multitalenten, die zudem noch im Umgang mit verzweifelten Technik-Opfern geschult sind. Eine weitsichtige Personalpolitik brächte also mehr Rendite als immer neue Marketingkonzepte. Ob T-Com, T-Online oder T-Home: Für den rettenden Rat zum richtigen Zeitpunkt schwören Kunden ewige Treue.

Obermann wäre deshalb gut beraten, seine Servicekräfte nicht nur permanent zu qualifizieren, sondern sie auch bei Laune zu halten. Denn er steuert Zeiten entgegen, in denen selbst er keine Zweifel mehr daran haben wird, dass man sie gut bezahlen muss.

 
Leser-Kommentare
  1. das ist schon richtig

    nur hilft das im moment nichts, die telekom hat schulden in riesiger milliardenhöhe, da sehen die gewinne dann auf einmal nicht mehr so toll aus. und die bisher bessere bezahlung bzw. spitzenbezahlung im branchenvergleich hat ja auch nicht zu dem besten service der branche geführt.

    und man kann ein unternehmen halt nicht so führen nach dem motto "investiere in der krise" das kann nur ein staat weil der im zweifel halt die geldpressen anschmeisen kann während ein unternehmen sich damit selbst in die insolvenz katapultiert

  2. Wo hat der Konzern denn Schulden ??

    Die wurden abgetragen; jetzt gibt´s 19 Milliarden Gewinn vor Steuern !!!!

    Alles Märchen von Schulden, das dient nur zur Ausbeutung der Mitarbeiter, die den Gewinn erwirtschaftet haben !

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ihre Behauptung, dass die Telekom 19 Milliarden Gewinn macht ist irreführend. Die Telekom hatte in 2007 einen sogenannten EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) von 19,4 Millarden. Allerdings werden in dieser Größe weder Vertriebskosten noch Abschreibungen, z.B. auf Lizenzgebühren berücksichtigt. Der eigentliche Gewinn vor Steuern war übrigends mit 2,7 Millarden kleiner als der Gewinn nach Steuern (bedingt durch Verlustvorträge...).

    Bei der Hauptversammlung in Köln wurde sowohl von Seiten der Arbeitnehmer als auch teilweise von den Kleinaktionären hinterfragt, ob sich die Telekom eine Dividende von knapp 3 Milliarden leisten kann. Von einem großen Gewinn kann also keine Rede sein.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Telekom schnell ihre Mitarbeiter motiviert und ihre IT auf Vordermann bringt (laut Obermann übrigends gleichbedeutend damit eine sechsspurige Autobahn bei laufendem Verkehr umzubauen) und damit hilft den Kundenservice weiter zu verbessern. Bei meinem letzten Umzug vor 2 Monaten hat jedenfalls trotz Streik alles wunderbar geklappt.

    Ihre Behauptung, dass die Telekom 19 Milliarden Gewinn macht ist irreführend. Die Telekom hatte in 2007 einen sogenannten EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) von 19,4 Millarden. Allerdings werden in dieser Größe weder Vertriebskosten noch Abschreibungen, z.B. auf Lizenzgebühren berücksichtigt. Der eigentliche Gewinn vor Steuern war übrigends mit 2,7 Millarden kleiner als der Gewinn nach Steuern (bedingt durch Verlustvorträge...).

    Bei der Hauptversammlung in Köln wurde sowohl von Seiten der Arbeitnehmer als auch teilweise von den Kleinaktionären hinterfragt, ob sich die Telekom eine Dividende von knapp 3 Milliarden leisten kann. Von einem großen Gewinn kann also keine Rede sein.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Telekom schnell ihre Mitarbeiter motiviert und ihre IT auf Vordermann bringt (laut Obermann übrigends gleichbedeutend damit eine sechsspurige Autobahn bei laufendem Verkehr umzubauen) und damit hilft den Kundenservice weiter zu verbessern. Bei meinem letzten Umzug vor 2 Monaten hat jedenfalls trotz Streik alles wunderbar geklappt.

  3. wenn das so wäre dann wäre das telekom-management im knast weil bilanzfälschung strafbar ist, die bilanzen werden darum auch von mehreren unabhängigen prüfern und auch dem finanzamt geprüft - das finanzamt hat ja interesse an hohen unternehmensgewinnen und damit hohen steuereinnahmen.

    ein unternehmen ist kein gemeinnütziger betrieb der nur eine schwarze null braucht. die gewinne werden für investitionen dringend gebraucht, wenn sie sich mit der telekom wirklich auskennen werden sie ja wissen wie extrem teuer investitionen in informationstechnologie sind. will die telekom aber auch morgen noch eine rolle spielen muß sie unablässig hohe summen investieren, was gestern ein schneller internetzugang war ist heute schon langsam.

  4. Ihre Behauptung, dass die Telekom 19 Milliarden Gewinn macht ist irreführend. Die Telekom hatte in 2007 einen sogenannten EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) von 19,4 Millarden. Allerdings werden in dieser Größe weder Vertriebskosten noch Abschreibungen, z.B. auf Lizenzgebühren berücksichtigt. Der eigentliche Gewinn vor Steuern war übrigends mit 2,7 Millarden kleiner als der Gewinn nach Steuern (bedingt durch Verlustvorträge...).

    Bei der Hauptversammlung in Köln wurde sowohl von Seiten der Arbeitnehmer als auch teilweise von den Kleinaktionären hinterfragt, ob sich die Telekom eine Dividende von knapp 3 Milliarden leisten kann. Von einem großen Gewinn kann also keine Rede sein.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Telekom schnell ihre Mitarbeiter motiviert und ihre IT auf Vordermann bringt (laut Obermann übrigends gleichbedeutend damit eine sechsspurige Autobahn bei laufendem Verkehr umzubauen) und damit hilft den Kundenservice weiter zu verbessern. Bei meinem letzten Umzug vor 2 Monaten hat jedenfalls trotz Streik alles wunderbar geklappt.

    Antwort auf "Schulden ??"
  5. Das die Telekom motivierte Mitarbeiter zur Steigerung des Service brauchen würden, dürfte keiner bestreiten. Warum aber diese Chance gerade jetzt vertan sein soll ist mir doch recht schleierhaft.
    Der Service des rosaroten Riesen hat mit Abstand den schlechtesten Ruf und das schon seit langem und sehr lange vor dem Aufkommen der Idee der Auslagerung.
    Dann der gefundene Kompromiss und die unglaubliche Steigerung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden. 38 Stunden? In welcher Branche / Unternehmen wird eigentlich weniger als 38 Stunden / Woche gearbeitet? Und dort sind dann alle gleich viel motivierter? Wie lassen sich Mitarbeiter bei einer solchen Ausgangslage noch weiter motivieren? Gehaltserhöhung? Dazu habe ich allerdings von keiner Seite vernommen das Telekom Mitarbeiter unterdurchschnittlich bezahlt würden.
    Im Fazit also ein Gehalt das min. dem Branchenschnitt entspricht und eine Wochenarbeitszeit die ihres gleichen sucht. Ergibt einen Service der von den Kunden als der Schlechteste überhaupt wahrgenommen wird.

    Da bin ich doch so bösartig und gebe dem (ebenso bösen) Management recht, das ein auslagern und anschließender Verkauf der Service Gesellschaft und ein Rückkauf der Serviceleistung dann von Extern, ein durchaus sinnvoller Weg ist. Damit befänden sich die jetzt mit Arbeitsplatzgarantien ausgestatteten Mitarbeiter in der Konkurrenzsituation vieler anderer Service Mitarbeiter. Dann kann die neue outgesourcte Gesellschaft zeigen wie kundenfreundlich sie ihren Auftrag erledigt und das im direkten Wettbewerb zu jedem anderen Marktteilnehmer.

  6. Ja, das ist doch wohl der Hammer:Nach Obermann's Zielvorgaben sich breit macht der Jammer.Die Ex-T-Onliner erklären sich orientierungslos.Die Führung verwundert: woran hängt denn das bloß?Die Zahl der Frustrierten ist jedenfalls groß.Im neuen Telekom-Produkthausgehen bald die Lichter aus - ernten Kritiker längst Applaus.Jeder versteht grob, worauf Obermann achtet:nach Spitzentechnik, 1A-Produkte, Service er trachtet.Der Konzernlenker hat zuviel zu schnell erwartet,als er sein Opti-Geschäftsmodell gestartet.Er hat - nolens volens - Unruhe in der Belegschaft gestiftet,mit seinen Einschnitten das Betriebsklima vergiftet. Die Ex-T-Onliner träumen noch langevon ihrem börsenorientierten Unternehmen.Doch ist ihnen in diesen Zeiten sehr bangevor den wachsenden Geschäftsmodell-Problemen.T-Online verkaufte Internetzugänge bis Mitte 2006.Die T-Com sorgte sich um den DSL-Leitungskomplex.Die Logik hat eigentlich kein Kunde mitbekommen.Zu guter Letzt hat T-Com dann T-Online übernommen.Ein Drittel der Belegschaft äußerte sich zuletzt gezielt,dass es daher keine T-Produkte seinen Bekannten empfiehlt. Obermann will im Neuen Jahrdie Belegschaft auf Produktverbesserung trimmen.Auch wenn (ge)scheitert die Billigmarke Congstar:Hauptsache die betrieblichen Abläufe stimmen.Und Obermann bleibt hart:Der Einschnitte wegen wird weiter gespart!Dem Konzernchef ist indes zu geben der Rat:Die Telekom erst gerät auf den Wachstumspfad, wenn es gelingt, die Verständigungsprobleme abzubauen,damit einkehrt Grundvertrauen. 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service