Entwicklung

Heikler Handel

Freier Handel zum Wohle der Armen: Geht das? In Potsdam verhandelten vier große Mächte über das hehre Ziel. Geeinigt haben sie sich nicht. Wir sagen, warum. Eine Galerie. Seit Dienstag tagten sie im Potsdamer Cecilienhof - am Donnerstag erklärten sie ihre Gespräche für gescheitert: Die Handels- und Landwirtschaftsminister der USA, Indiens, Brasiliens und der EU. Sie wollten einem Verhandlungsprozess neues Leben einhauchen, der vielen schon gestorben schien. Im Kern geht es um die Frage, ob der reiche Norden seine Märkte für die Agrargüter aus dem Süden öffnen muss, für Zucker, Soja, Milch und Rindfleisch. Das ist eine heikle Angelegenheit. Nun, nach dem Misserfolg in Potsdam, rückt eine Einigung ferner denn je. Statt nach einem Ausweg zu suchen, weist man sich gegenseitig die Schuld zu.

Leser-Kommentare

  1. ...seine Handesbarriere gegen Afrika und der 3.Welt aufzugeben. Nur so kann der afrikanischen Wirtschaft geholfen werden. Nur so können sie ein selbständiges Wirtschaftswachstum mit Würde erreichen. Europa und die Industriestaaten haben lang genug auf Kosten der 3.Welt gelebt. Die Spendengelder der Industriestaaten sind ja Hohn und Spott für Afrika. Das sind ja nur Zahlungen um das eigene Gewissen zu beruhigen. Sie sind nur ein Tropfen auf einen heissen Stein. Mit der Öffnung der Handeslbarrieren könnte Afrika seine Waren zu einem fairen Preis verkaufen. Afrika hat die Spendengelder nicht notwenig. Einen freien und fairen Handel haben sie verdient. Europa und die Industriestaaten sollten mal von ihrer Arroganz und Imperialismus heruntersteigen und Afrika als Handelspartner und nicht als Handelssklave behandeln.

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