Energiegipfel

Neuer Mix für die Umwelt

© Miguel Riopa/AFP/Getty Images

An diesem Dienstag treffen sich die Manager der Energiewirtschaft mit Kanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel. Offiziell geht es um ein Konzept, mit dem die Bundesregierung ihr Versprechen halten kann, den Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken. Tatsächlich aber steht viel mehr auf dem Spiel. hat vorausgeschaut und sucht eine Antwort auf die Frage, welche Energien wir künftig nutzen. Bei der Nutzung der ist Deutschland spitze, mit großem Abstand. Hierzulande stehen Windräder mit einer Gesamtleistung von 20.000 Megawatt, mehr als in jedem anderen Land der Erde. Dabei ist das Potenzial nach Ansicht von Experten noch lange nicht ausgeschöpft. Windparks im Meer und neue, größere Anlagen an Stelle von alten können die Stromproduktion noch erheblich steigern. Ohne Probleme ist der Energieträger aber nicht: Der erzeugte Strom lässt sich nur mühsam speichern, daher ist es kaum möglich, auf Verbrauchschwankungen zu reagieren. Windenergie wird also auch langfristig die fossilen Kraftwerke nicht vollständig ersetzen können. Doch ist sie ein wesentlicher Teil der Strategien zum Klimaschutz, weil sie die beste Kohlendioxidbilanz hat. Langfristig geht man davon aus, dass 20 bis 25 Prozent unseres Stromes durch Wind erzeugt werden können. Im Moment sind es 6 bis 7 Prozent.
Leser-Kommentare
  1. Tatsächlich läge die kostengünstigste und wohl auch klimaschonendste Lösung darin, die Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern. Warum die SPD sich dagegen sperrt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Die SPD, die früher einmal zu den entschiedensten Befürwortern der Kernenergie gehörte, nimmt heutzutage bei der Frage des Atomausstiegs eine grün-fundamentalistisch angehauchte, völlig irrationale Position ein, die Deutschland noch teuer zu stehen kommen wird.

  2. Die Quelle für die These mit dem Uranvorrat und die Umrechnung in Co2 je Kwh hätte ich gerne einmal gesehen.
    Absgesehen davon ist das bisher verwendete Uran nicht verpufft. Nur ein Bruchteil der Energie wurde aus den Brennstäben gezogen, Wiederaufbereitung der bisher angesammelten Stäbe ist mit ein wenig Geld eigentlich kein Problem. Und, neue Atommeiler kommen mit deutlich "weniger" Uran aus - wie das wohl gelaufen wäre, wenn man die letzten 20Jahre geforscht hätte?

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    Die Studien schwanken zwischen 5 und 33 g. Damit liegt Kernergie unter dem CO2-Beitrag von Wasser- oder Windenergie per kWh. Ach ja: Und weit unter dem Beitrag der Photovolktaik.

    Die Studien schwanken zwischen 5 und 33 g. Damit liegt Kernergie unter dem CO2-Beitrag von Wasser- oder Windenergie per kWh. Ach ja: Und weit unter dem Beitrag der Photovolktaik.

    • mka
    • 03.07.2007 um 14:14 Uhr

    @winterhart
    Beim Energiegipfel geht um mehr als die Klimafrage.

    Die Frage einer sinnvollen Ernährung erschöpft sich ja auch nicht darin, wie man sein Hungergefühl beseitigt. Letzteres ließe sich mit wiederholten McDonald's Besuchen beseitigen. Es wäre aber weder kostengünstig noch gesund.

    Es bezweifelt doch kein Mensch, dass Atomreaktoren kein Kohlendioxid freisetzen. Deshalb sind die Probleme und Gefahren, die der Energiegewinnung aus Atomkraft eigen sind, aber nicht weg.

  3. Die Studien schwanken zwischen 5 und 33 g. Damit liegt Kernergie unter dem CO2-Beitrag von Wasser- oder Windenergie per kWh. Ach ja: Und weit unter dem Beitrag der Photovolktaik.

    Antwort auf "Abschnitt Kernenergie"
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    Super, danke!
    Ja, Photovolktaik: Man sollte m.E. nicht jetzt den eingespeisten Strom durch diese Quelle jetzt massiv fördern, sondern das Geld der Forschung zukommen lassen. Die akteuelle "Effizienz" ist krausig und die Zellen sind nicht sonderlich robust..
    CO2 bzgl. Wasserkraft ist mir neu, auch hier ein Dank!

    Super, danke!
    Ja, Photovolktaik: Man sollte m.E. nicht jetzt den eingespeisten Strom durch diese Quelle jetzt massiv fördern, sondern das Geld der Forschung zukommen lassen. Die akteuelle "Effizienz" ist krausig und die Zellen sind nicht sonderlich robust..
    CO2 bzgl. Wasserkraft ist mir neu, auch hier ein Dank!

    • keox
    • 03.07.2007 um 19:31 Uhr

    "Offiziell geht es um ein Konzept, mit dem die Bundesregierung ihr Versprechen halten kann, den Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken."

    im alltäglichen sprachgebrauch meint "offiziell" so viel wie "angeblich"

    • keox
    • 03.07.2007 um 20:08 Uhr

    es glaube doch niemand, es ginge um die besten möglichkeiten, klimasünden zu korrigieren -falls noch möglich - bzw., sich fürderhin nicht wie idioten zu benehmen, die auf den teller defäzieren, von dem sie speisen.

    die ganze diskussion dreht sich um den ewigen fixpunkt: wo versteckt sich die rendite? wo lockt profit, der notorische verführer?

    stimmt schon, die kapitalisten verkaufen noch den strick, an dem sie hängen werden - wie ein kluger mensch einst bemerkte.

    das wär soweit in ordnung. ein stimmiges finale.

    dumm ist nur, eine philosophisch fundierte differenzierung konnte naturgesetzen bisher nie nachgewiesen werden.

  4. Super, danke!
    Ja, Photovolktaik: Man sollte m.E. nicht jetzt den eingespeisten Strom durch diese Quelle jetzt massiv fördern, sondern das Geld der Forschung zukommen lassen. Die akteuelle "Effizienz" ist krausig und die Zellen sind nicht sonderlich robust..
    CO2 bzgl. Wasserkraft ist mir neu, auch hier ein Dank!

    Antwort auf "Kernergie und CO2"
  5. Da lässt sich vom Schreibtisch aus leichthin über die Nutzung der Kernspaltung fabulieren. Ich frage mich, ob die Verfasser dieser Zeilen sich einmal die Mühe gemacht haben, sich die Störfälle der angeblich sichersten Reaktoren der Welt (siehe aktuell Krümmel) in den vergangenen Jahren anzuschauen (ganz abgesehen von denen, die mit amerikanischen und russischen Standards in direkter Nachbarschaft stehen). Wir wissen ja nun, dass es sogar offizielle und inoffizielle Störfälle gibt. Aller Beteuerungen zum Trotz gibt es um Brunsbüttel herum nachweislich und unbestritten die höchste Leukämierate und das Meer um Sellafield ist radioaktiv verseucht. Und dann möchte mir einer der Herren doch mal schlüssig erklären, in welcher Art und Sprache "wir" möglichen Verantwortlichen (Menschen?) in 500 oder 6.000 Jahren sagen sollen: hier Atommüll - bitte aufpassen - sonst tot. Vielleicht ist dann ja gerade Krieg und jeder hat nun wirklich Wichtigeres zu tun...

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