iPhone Campen für ein Apple-Handy
Am Freitag beginnt in den USA der Verkauf des iPhones, vor den Läden bilden sich bereits Schlangen. Doch ist der Hype um das erste Apple-Handy gerechtfertigt?
Der Rummel um das erste Apple-Handy iPhone hat in den USA gigantische Dimensionen angenommen. Bereits vier Tage vor dem offiziellen Marktstart schlugen vor dem Apple-Store an der Fifth Avenue in New York die ersten Fans ihre Zelte auf. Sie wollten unbedingt am Freitagabend zu den ersten Besitzern des iPhones gehören. "Einen solchen Hype um ein neues Handy wie beim iPhone habe ich noch nie erlebt", sagt Markus Eckstein, Handyexperte der Fachzeitschrift Connect .
Tatsächlich hat das Gerät einiges zu bieten: Apple liefert das iPhone anstatt mit einer Tastatur mit einem großen berührungsempfindlichen Bildschirm, der mit Fingerbewegungen bedient wird. Neu an der Technologie ist zudem, dass die Eingabe über das Display mit mehreren Fingern gleichzeitig möglich ist.
Die Prognosen für den Start des iPhones fallen weit auseinander: Andy Hargreaves, Analyst von Pacific Crest Securities, erwartet, dass Apple und At&T in den ersten zwei Tagen 200.000 Stück verkaufen können. "Wenn sie nur 100.000 absetzen, wäre das schlecht." Der Analyst Shaw Wu vom unabhängigen US-Forschungsinstitut American Technology Research rechnet dagegen damit, dass nicht mehr als 50.000 der Apple-Handys am ersten Wochenende verkauft werden.
Von den Finanzmärkten gab es unterdessen Vorschusslorbeeren für das iPhone: Der Kurs der Apple-Aktie stieg in den vergangenen Wochen unaufhörlich und trieb den Wert des kalifornischen High-Tech-Konzerns im Mai auf über 100 Milliarden Dollar. Sollten sich die Erwartungen an das iPhone nicht erfüllen, rechnen Experten mit einer Korrektur nach unten. "Der iPhone-Start könnte für Apple ins Auge gehen, denn die erste Generation eines Smartphones hatte auch bei anderen Herstellern noch ihre Macken", sagt
Connect
-Redakteur Eckstein. "Dann werden alle auf Apple draufhauen, die jetzt noch jubeln."
In ersten Tests der führenden US-Medien erhielt das iPhone jedoch gute Noten. "Wir kommen zum Urteil, dass das iPhone insgesamt - trotz einiger Makel und fehlender Funktionen – ein schöner Handheld-Computer ist, der einen Durchbruch markiert", schreibt Walt Mossberg vom Walt Street Journal . David Pogue, Technik-Guru von der New York Times, kommt zu dem Schluss: "Vieles von dem vorausgehenden Hype und einiges an der Kritik sind gerechtfertigt. Das iPhone ist revolutionär, und es hat Fehler. Es kann Dinge, die noch kein Telefon konnte, und ihm fehlen Dinge, die auch das einfachste Handy hat." Pogue bemängelt vor allem, dass sich das EDGE-Handynetz von AT&T als "quälend langsam" erwiesen habe. Außerdem sei das iPhone nicht durch externe Speicherkarten erweiterbar und könne keine Videos aufnehmen.
- Datum 28.06.2007 - 07:41 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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Apple ist das einzige Unternehmen der Welt, das es geschafft hat aus dem Prinzip der "selbsterfüllenden Prophezeihung" ein Geschäftsmodell zu entwickeln.
Egal was sie anbieten: Die Zeit berichtet, der Spiegel berichtet, Focus berichtet, es kommt in den Primetime Nachrichten und somit wird es zum Erfolg , weil erwartet wird daß es ein Erfolg ist. Es brichten allen drüber , weil sie nicht verpassen wollen über etwas zu berichten, was alle toll finden, die das wiedrum deshalb so toll finden, weil sie erwarten, daß etwas ja wirklich toll sein muß, wenn alle drüber berichten.
Perfekter kann man nen Laden nicht aufziehen. Würde Apple , vornehm ausgedrückt, die täglichen Darmgase von Steve Jobs in weißen Desgindosen auffangen, wäre das revolutionäres Methan, das es so noch nicht gegeben hat. Es würde analysiert, denn wenn Apple sowas macht MUß was besonderes dran sein, vielleicht wird man dann auch so reich wie Jobs, und wieder würden sich Schlangen vor Verkaufsstart bilden.
Konsumenten WOLLEN Geld ausgeben und beschissen werden. Apple hat das erkannt, gibt ihnen eine Plattform dafür und hat das zur Perfektion getrieben.
Und interessanter Weise wird auch gleich SO darüber geschrieben, als sei ein Touchscreen Handy nun der absolut neueste Brüller und so noch nie auf dem Markt gewesen und sowieso etwas völlig neues, was die User nun entdeckt haben. HALLO???? Das sind doch alte Hüte und von anderen Herstellern schon lange auf dem Markt. Ganz zu schweigen von den in diesem Jahr verbesserten neu rausgekommenen. Die Frage , ob der Hype bereichtigt ist wurde ja im Artikel nicht richtig beantwortet; ich hole das gerne nach: NEIN!!!
Hilft aber nix, der gemeine DAU-Konsument WILL es glauben, also lassen wir ihn.
Ein wenig Abstand der Medien würde ich mir aber schon wünschen. Schließlich sollen sie berichten und nicht indirekt werben.
Ist bei der MS Welt aber auch nicht anders. Da wird dann gleich in den heute Nachrichten auf dem ZDF LANG und BREIT über das Erscheinen von VISTA berichtet, als wärs das einzige OS auf der Welt, natürlich nur unter Nennung der Vorzüge. Und dafür wird man auch noch verdnonnert Gebühren zu zahlen.
Einfach nur z.. K... !
Gekrönt wird die sehr einseitige Werbung ähhh Beichterstattung noch davon, daß fast immer unerwähnt bleibt, daß nur langsame Verbindungen unterstützt werden. Selbst UMTS ist für heutige Websites fast nicht brauchbar.
Das muß eigentlich in die Headline und man muß es sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Medien sprechen beim IPhone von der Neuerfindung des Telefons obwohl sie wissen, daß das zwar nen reltiv großen (wenn auch nicht sehr großen) Schirm mit immerhin moderater Auflösung enthält, die durchaus das Surfen als Erweiterung der Handyanwendung erlaubt, geben dem Teil aber Schneckenverbindungen mit, sodwas sich das tolle große Display gar nicht schnell genug mit Inhalten aus dem Netz füllen kann, was es eigentlich fast obsolet macht. Kurz sie bauen einen Ferrarichassie um nen Trabbimotor. Sick!!
Das iPhone unterstützt auch Internetverbindungen über Wifi. Die sind dann erheblich schneller.
UMTS ist zum Surfen, technisch gesehen, nicht so schlecht. Mit einem Nachteil: der Stromverbrauch. Der ist mit UMTS sehr hoch und dadurch sind die Laufzeiten halbiert.
Der Hauptnachteil von UMTS für Datenverbindungen ist nicht technisch. Es sind die horrenden Kosten für die Nutzer. Selbst Flatrates sind am deutschen Markt meisst keine echten Flatrates (man studiere das Kleingedruckte!).
EDGE wäre bei einem entsprechendem Netzausbau für viele Dinge durchaus brauchbar. Bisher war das Netz von AT&T wohl nicht besonders schnell - vermutlich wird der Konzern da noch nachgebessert haben...
@clubby: mal nicht so verzweifeln.
Ich benutze seit 1989 Apple-Produkte: Computer, Software und auch Lifestyle-Teile. Aber nicht, weil mich Steve Jobs mit Darmgasen angeblasen hat (soll wohl witzig sein), sondern weil die Benutzerführung so einfach und intuitiv ist: Über 95% der Windows-User-Probleme kann ich nur schmunzeln, die gibt's bei mir nicht. Und das es beim iPhone nicht anders sein wird, davon bin ich überzeugt.
Andere Handys haben vielleicht ähnliche Funktionen (ich hab eins davon), aber keines davon wird so einfach zu bedienen sein wie das iPhone und so ein tolles Gefühl vermitteln. Dafür bin ich gerne bereit, mehr Geld auszugeben.
Warum so viele jetzt so miesepetrig übers iPhone und über Apple herziehen, versteh' ich sowieso nicht. Niemand zwingt sie dazu, eins zu kaufen. Und mittelfristig bringt Apple durch den Konkurrenzdruck auch andere Unternehmen dazu, die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Davon profitieren alle. Beispiel? Siehe Vista. Ohne das Apple OS würden die PC-Nutzer wahrscheinlich heute noch DOS-Befehle eingeben.
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