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Schon wieder dieser Potter: Der Zauberlehrling kommt in die Pubertät. Aber statt sich seiner ersten Liebe zu widmen, muss er die Welt retten. Eine Filmbesprechung in Bildern
Groß ist er geworden. Man sieht es auf den ersten Blick. Harry ist jetzt 15. Allmählich dämmert ihm, welch Verantwortung auf seinen gar nicht mehr so schmalen Schultern lastet. Harrys Bestimmung ist es, den bösen Lord Voldemort zu besiegen, der einst seine Eltern getötet hat und der nun die ganze Potter-Welt in den Abgrund zu reißen droht. Die unbeschwerte Zeit des lustigen Internatslebens ist unwiederbringlich vorbei: Keine Quidditch-Bälle, keine drolligen Geister flattern mehr über die Leinwand.
, ist ernster, psychologischer als seine Vorgänger. Er handelt von Politik, von Macht und vom Erwachsenwerden.
Im Gegensatz zum Buch hat der Film ein ausgezeichnetes Timing. Die große Schauspielkunst von Imelda Staunton wurde hinlänglich und zu recht gerühmt. Beeindruckend ist auch manches Filmzitat, insbesondere Helena Bonham Carter auf dem Turm von Askaban wie ein flashback zur blitzumzuckten Braut von Frankensteins Monster. Viele optische Details des Films sind großartig gestaltet und lassen den Vergleich mit Arrangements von Greenaway und Kubrick zu. Erfreulich ist auch, dass die Tricksequenzen weniger aufdringlich, z.T. wirklich beeindruckend sind und man doch reichlich Schauspielkunst der Profis abe auch der sympathischen Amateure zu sehen bekommt. Auch die Musik scheint gereift und der verspielt kindlichen Klangwelt John William's entwachsen, gleichwohl William' Potter-Partituren zu den großartigtsten Schöpfungen der Orchestermusik gehören. Für mich ist Phönix der bislang gelungendste Harry Potter Film.
Ich finde es erstaunlich, das ein derart dreist zusammengeklauter Plot überhaupt positiven Anklang findet.
Der Film ist ein peinlicher Aufguss des immer gleichen Monomythos, wie er nicht nur von Hollywood bis zum Erbrechen ausgeschlachtet wird. Die vielen positiven Aspekte der Bücher, wie z. B. die wunderbaren Charaktere und deren Interaktion werden hingegen sträflich vernachlässigt.
Seit "Star Wars" wird im Mainstream mit stetig sinkendem Niveau die immer gleiche Geschichte variiert. Wäre HP nicht im etablierten Genre der Literatur heimisch, würde man kaum so großzügig über diese Tatsache hinwegsehen.
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