Sicherheit

Angst im Kopf

© Boris Eldagsen, präsentiert von Herrmann & Wagner, Berlin

Die deutsche Sehnsucht nach Sicherheit ist noch gar nichts gegen das Angstgefühl der Australier. Eine Bildergalerie des Fotokünstlers Boris Eldagsen über Angst im Kopf. Für seine Arbeit fuhr der Fotokünstler Boris Eldagsen quer durch Australien und schrieb 750 teilweise absurde Warnungen von Hinweisschildern aus Zeitungen und Touristenbroschüren ab. Er kombinierte sie mit Standbildern seiner Videokamera und schuf so ein augenzwinkerndes Porträt Australiens und zugleich das Spiegelbild einer westlichen Gesellschaft, die sich Angst einjagen lässt, anstatt auf ihre Stärken zu vertrauen. Die folgenden Seiten geben zu den Bildern jeweils drei der Warnungen an. Alle Hinweise hat der Künstler sorgfältig in einer katalogisiert. entstand im Rahmen des diesjährigen der Körber Stiftung "Balanceakt : Sicherheit" und ist zusammen mit den Arbeiten der elf anderen Teilnehmer noch bis zum 26.8.07 in den ausgestellt. (Mehr über die Fotografien und das Sicherheitsbedürfnis von Australiern und Deutschen lesen Sie im .)
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 09.07.2007 um 15:38 Uhr

    Aber die ewig-Empörten lieben es Sätze abzufahren wie "German Angst ist weltweit bekannt" .. so ein schmarn. Die Leute hierzulande sind extrem gelassen bei dem ganzen Thema. Mindestens so gelassen wie die Briten, obwohl unsere Städte nicht mit Videoüberwachung zugepflastert sind. Aber auch da sagen die Empörten halt einfach "cool Britannia" weil, das passt ins Bild das alle Nationen um uns herum toll und anbetungswürdig sind und alles deutsche stets zu kritisieren sind. Vor lauter geschwätz vergessen diese Vögel immer nur sich mit dem eigentlichen Thema auseinanderzusetzen weil alles sofort in Grundsatzdiskussionen und Stereotypisierungen abgleitet.
    Echt nervig.

  1. Ich denke nicht, dass die Australier Angst haben, was gezeigt wird sind mehr oder weniger sinnvolle oder auch sinnlose Hinweise an Besucher und Touristen, die oft nur sehr wenig über die tatsächlichen Gefahren wissen. Wenn die Australier hier Angst haben, dann wohl davor, durch Schadensersatzansprüche ruiniert zu werden, und das ist leider keinesfalls irrational.

  2. Wo ist das Problem und die Angst?
    Ähnliche Hinweise und Empfehlungen werden auch hier von Polizei, Feuerwehr und anderen Diensten gegeben. Je nach Landschaft und Gelegenheit. Es gibt keinen Grund, sich zu mokieren. "German Angst´" (vor dem Leben und der Technik) ist dagegen weltbekannt

    • Anonym
    • 09.07.2007 um 16:59 Uhr

    German Angst ist absolut nicht weltbekannt. Ich bin deutsch-amerikaner und in den USA hat man ein durchweg positives Deutschlandbild (das ist auch der grund warum nur die Franzosen so angefeindet wurden in den USA für das "Nein" zum Irak-Krieg). Die meisten "weißen Amerikaner" haben übrigens Deutsche als vorfahren, das weiß man hierzulande nur nicht. Ein Großteil dessen was wir "amerikanisch" nennen ist eigentlich aus Deutschland über den Atlantik gekommen und hier bloß vergessen. Auch die technik-verliebtheit. Was glaubst denn du warum fast alle großen Erfindungen der Technik bis zum zweiten Weltkrieg entweder aus Deutschland oder den USA kamen?
    Und auch heute, wir leben in einem hoch technisierten Land, jeder deutsche hat inzwischen ein Handy während der anteil in den USA übrigens geringer ist.

    Aber da ist es wieder, das ewige selbstkritisieren alles deutschen - egal bei welchem Thema :)

  3. Das hier ist mein persönlicher Favorit: http://en.wikipedia.org/w...

    Auf die Idee muss man erstmal kommen! Wenn es regnet könnte Wasser in einem Eimer stehen bleiben, ein Kind könnte kopfüber in den Eimer fallen (ohne diesen umzuwerfen!) und darin ertrinken...(Ist allerdings aus den USA, nicht aus Australien)

    Fast so sinnlos wie die "Vorsicht Dachlawinen" Hinweisschilder in Deutschland, die teilweise sogar den Sommer überdauern da sie fest an die Hauswand geschraubt werden...schade dass es nicht verboten ist vor einer nicht-existierenden Gefahr zu warnen.

    Abgesehen davon kann man im Winter schlecht in der Straßenmitte gehen, dort gibt es zwar keine Dachlawinen aber Autos.

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