Pakistan Blutige Schlacht um die Rote Moschee
Der Führer der pakistanischen Islamisten starb in der Moschee, in der er sich verschanzt hatte. Möglicherweise als er versuchte, sich zu ergeben.
Nach mehrtägiger Belagerung haben Sicherheitskräfte am Dienstag die Moschee im Zentrum der Hauptstadt gestürmt. Dabei kam der Führer der militanten Islamisten, Abdul Rashid Ghazi, ums Leben. Wie er starb, ist bisher nicht geklärt. Das staatliche pakistanische Fernsehen berichtete lediglich unter Berufung auf Sicherheitskreise, Ghazis Leiche sei im Keller der Religionsschule für Frauen gefunden worden.
Die stürmenden Soldaten hatten sich schwere Kämpfe mit den in dem Gebäudekomplex verschanzten militanten Islamisten und Koranschülern geliefert. Die Armee bestätigte den Tod von 50 Islamisten und 8 Soldaten. 19 Extremisten hätten sich ergeben, 24 seien festgenommen worden. Etwa 20 Kindern sei während des Einsatzes die Flucht vor den Islamisten gelungen.
Mehrere Stunden nach Beginn der Aktion hatte das Militär nach eigenen Angaben das Areal weitgehend unter Kontrolle. Zuvor mussten die Soldaten jedoch Raum für Raum freikämpfen. Insgesamt gibt es auf dem Gelände davon mehr als 70. Bis zuletzt hatten sich einige Kämpfer in den Kellerräumen verschanzt und hielten noch Geiseln fest. Aus Sorge um deren Leben hatten die Sicherheitskräfte nur langsam vorgehen können.
Der Anführer der Islamisten, Ghazi, war nach Regierungsangaben insgesamt vier Mal aufgefordert worden, sich zu ergeben. Ghazi solle die Waffen niederlegen und sich den Behörden stellen, hatte der pakistanische Innenminister Aftab Ahmed Sherpao gesagt. Ghazi hatte dies abgelehnt und einen «Kampf bis zum Märtyrertod» angekündigt. Er wolle damit ein Fanal für eine islamische Revolution geben. Allerdings berichteten offizielle Stellen, er sei getötet worden, nachdem er versucht habe, sich zu ergeben - möglicherweise von seinen eigenen Leuten.
Ghazis Anhänger fordern die Errichtung eines islamischen Gottesstaates in Pakistan nach dem Vorbild der früheren Taliban-Herrschaft im Nachbarland Afghanistan. Sie richten sich vor allem gegen Präsident Musharraf, einen wichtigen Verbündeten der USA im Kampf gegen die Taliban und den internationalen Terror. Der Ausgang der Schlacht um die Moschee könnte über seinen Verbleib an der Macht entscheiden. Musharraf ist auch von Seiten säkularer Kritiker unter Druck, die dem General eine undemokratische Herrschaft vorwerfen.
- Datum 10.07.2007 - 06:41 Uhr
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 2
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Musharraf steht so sehr innenpolitisch unter Druck dass er öfentlich die USA kritisieren musste wegen der Morde an Zivilisten in Afghanistan zur gewaltsamen Aufrechtererhaltung der Besatzung, und auch die Hilfe für einen Krieg gegen Iran öffentlich verweigert hat, um seine Haut zu retten. Wenn ein Spiessgeselle von Bush soweit gezwungen ist zu gehen, ist er ein schlechtes Beispiel für die anderen CO-Despoten der USA in den islamischen Ölstaaten, und die aufmüpfigen Bevölkerungen die unter der US Vorherrschaft nicht leben wollen. Soll nun ein Exempel statuiert werden an Musharraf, genug ander Militärs und CIA Leute stehen bereit ihn zu ersetzen ? AL Kaida gilt in diesem Raum unter den Bevölkerungen als US gesteuerte Terrorchimäre um gewaltsame Veränderungen zu rechtfertigen, kenne niemanden der ernsthaft Sympatie mit diesen Terrorsöldnern hätte, aber die Ablehnung von Fremdbeherschung ist traditionell sehr stark, man hat sich sowohl der indischen als auch der britischen Fremdherrschaft entledigt, und es ist nur eine Frage der zeit bis dort auch der Widerstand gegen die USA zwangsläufig ist, auch wegen der unerträglichen Verhältnisse in Aghanistan und Iraq und Palästina.
ich bin ganz Ihrer Meinung, ich habe Sie aber nicht gebeten über Musharaf zu schwadronieren, dafür verstehen Sie die Welt zu wenig, sondern eine Stellungnahme zum Beitrag von Herr Alter Dessauer in diesem Thread zu beziehen
http://kommentare.zeit.de...
vom Di, 10/07/2007 - 10:30.
Sie sollen solchen Aufgaben nicht ausweichen indem Sie sich nur diese Rosinen auspicken wo sie gefahrlos Ihre Duftmarke setzen können.
Warum scheuen Sie sich einer Konfrontation mit Herrn Alter Desauer? Haben Sie Angst vor ihm? Zeigen Sie was Sie drauf haben.
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