Deutscher Aktienindex Rekordhoch geknackt

Jubel auf dem Frankfurter Börsenparkett: Der Dax stieg auf 8.151,57 Punkte und brach damit den Bestwert vom März 2000

Nach wochenlanger Rekordjagd hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Freitag den höchsten Stand aller Zeiten erreicht. Mit 8.151,57 Zählern übertraf der deutsche Leitindex kurz nach Handelsbeginn seinen bisherigen Höchststand vom 7. März 2000 mit damals 8.136,16 Punkten.

Getrieben von der boomenden deutschen Wirtschaft und besten Unternehmensdaten kletterte der Dax damit genau sechs Wochen nach dem Sprung über die 8000er Marke auf sein historisches Hoch - trotz einer zwischenzeitlichen Abkühlung der Märkte.

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Viele Börsenprofis sehen kein Ende des Aufschwungs und trauen dem DAX in den nächsten zwölf Monaten gar 9000 Punkte zu. Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank sagte, die Stimmung der Anleger könnte sich, getragen von dem Hoch, kurzfristig noch verbessern und für einen weiteren Anstieg sorgen.

Seit Anfang dieses Jahres ist der DAX bereits um 23 Prozent gestiegen. "Vier Mal hat der DAX seit Mitte Juni angeklopft, heute ging die Tür endlich auf", beschrieb ein Frankfurter Händler die Entwicklung der vergangenen Wochen. "Der Markt ist euphorisch", sagte Analyst Mario Mattera vom Bankhaus Metzler. "Dabei nehmen die Aktionäre aber die Risiken um sie herum gar nicht wahr."

Analysten und Ökonomen warnen vor Risiken für den Börsenboom - etwa die nach wie vor hohen Ölpreise oder steigende Zinsen, die Kredite verteuern und so das Wirtschaftswachstum bremsen können. Doch Einigkeit herrscht darüber, dass der diesjährige Aufschwung wesentlich dynamischer und solider ist, als der zur Zeit des letzten Börsenbooms Ende der 90er Jahre.

Leser-Kommentare
  1. Die jüngsten Vorgaben aus den USA (über 2 %) haben zu diesem Ergebnis geführt. Angeblich sollen Marktdaten am US-Markt exellent sein. Da habe ich aber massive Zweifel. Gerade der US-Markt hat zurzeit ein Fundament wie franz. Brie-Käse. Die Inflation ist so hoch wie schon lange nicht mehr, der Immobilienmarkt schrumpft, Finanzwerte sind aufgrund des Platzens der Immobilienblase so angeschlagen und unsicher, der Dollar ist ein Schatten seiner selbst, die Nachfrage nach Staatsanleihen ist stark rückläufig, die Verbrauchermarktdaten schrumpfen, und und und. Ja, haben diese Spekulanten denn Tomaten auf den Augen oder Eurowertzeichen in den Augen? Da forme ich mal ein Sprichwort passend ab: "Gier kommt vor dem Fall!"

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